Das Brot riecht gut. Es ist frisch, die Rinde knusprig. Sie deckt den Tisch, Gabel, Messer, ein Teller, das Brett und das Brotmesser, die Box mit Wurst und Käse, dann Butter. Mit den Zähnen reißt sie die Tüte auf, schüttet den Inhalt in die Salatschüssel, sieht noch einmal auf die Verpackung, „vor Verzehr bitte waschen“, sie zuckt die Schultern und gießt eine große Portion Joghurtdressing darüber. Die Mutter würde verrückt werden, gekauftes Brot, Discounterwurst, Discounterkäse, nicht mal den Salat selber gewaschen, von der Sauce ganz zu schweigen. Gerade deshalb hatte sie das immer gemocht, liebte den künstlichen Geschmack, den Reiz des Verbotenen.
Beitrag lesen