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turnamo


  • Kommentar geschrieben am 17.8.2010

    Totgesagte leben länger

    Hallo jary_x
    Vielen Dank für die kurze Einführung in McLuhans Theorie.
    Wir scheinen uns einig zu sein. Mit „Durchsetzen“ meinte ich den Verkauf von Ebooks gegenüber gedruckten Büchern - Darum ging es ja auch in deinem Artikel: Das Ende des gedr. Buches aufgrund steigender Verkäufe von Ebooks. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass eine Diskussion darüber aufgrund der Pressemeldung von amazon nicht angebracht ist, weil man diese Diskussion dann vergleichsweise auch wegen Regenwetter halten könnte.
    Mit den Vergleichen im letzten Kommentar wollte ich eine Reihe von Dingen beschreiben, deren Präsenz der Modernität wegen abgenommen hat. Und du sagst ja völlig richtig: Natürlich wird das Briefe schreiben, Handwerk etc. hin und wieder vermisst - Genau wie man das gedruckte Buch auch vermissen würde. Doch werden all diese Dinge, meist unterbewusst, oft aufgrund der Schnelllebigkeit von heute (was ich durchaus mit der von dir beschriebenen Dominierung der Medien über den Menschen verbinde) aus der Wahrnehmung der Menschen verdrängt - deswegen eher nicht vermisst.
    Hier ist der Knackpunkt: Der Mensch ist aufgewacht. Du sagst ja auch: Der Mensch wird individueller, ordnet sich nicht mehr der Masse unter. Er lässt sich nicht mehr dominieren. Er beginnt zu selektieren und macht nicht mehr jeden Trend mit. Das Fernsehen/Video (von dir benannte audio/visuelle Kultur) ist m. E. nur eine Selektionsmöglichkeit - keine Entwicklungsstufe (wie will ich mich informieren/unterhalten). Das Internet ist allerdings eine Sache für sich, denn das hat unsere Gesellschaft im Bezug auf Bildung wirklich verändert. Aber das Ebook ist noch nichteinmal eine Alternative zum gedr. Buch, denn es bietet keine ausschlaggebenden Vorteile. Eher im Gegenteil.
    Bin gespannt auf Deine Reaktion. Du studierst nicht zufällig Medienwissenschaft?
  • Kommentar geschrieben am 11.8.2010

    Totgesagte leben länger

    Es vermisst schließlich auch keiner die Handarbeit, Briefe per Hand schreiben, zu Fuß gehen.. Man sollte nicht von Veränderung, sondern von einem Wachstum der Möglichkeiten sprechen. Der Mensch ist in der Lage sich zu entscheiden. Selbst wenn sich Ebooks durchsetzen sollten, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nachfrage von gedruckten Büchern in den nächsten Dekaden so nach unten geht, dass sich eine Produktion davon nicht mehr lohnen könnte. Druckfrische Bücher wird es daher noch lange geben.

    Warum hier auf keine Statistiken verwiesen wird, die den Sachbestand genauer darlegen, brauche ich ja nicht zu fragen - denn es gibt keine! In diesem Artikel wird sich nur auf eine Pressemeldung von amazon bezogen, die schemenhaft ein paar Zahlen gegenüberstellt, um womöglich einen bisher nicht vorhanden Trend zu erzeugen. Der Hintergrund? Gutes Marketing!

    Die Argumente von McLuhan würden mich ja mal interessieren...

    Ein netter Artikel mit etwas zu viel Gefühlsduselei und zu wenig Sachlage.
  • Kommentar geschrieben am 16.4.2009

    Die Gesellschaft und der Amoklauf

    Ich finde es zunächst gut, dass die Politik mit härteren Waffengesetzten reagiert. Du wirfst viele Fragen auf. Ich glaube nicht, dass Ballerspiele der Hauptgrund ist. Es lässt sich nur sehr einfach mit dem Thema verbinden. Man kann nicht alle Menschen "retten". Mich interessiert hauptsächlich die Frage: Wo kommt die Waffe her? Wären Waffenhalter verantwortlicher und Waffen allgemein nur sehr schwer zugänglich, wäre hier nicht von einem Massenmord die Rede.