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chris


  • Kommentar geschrieben am 16.1.2009

    Die drei schlimmsten Worte der DDR

    Ein toller Artikel, LadyCroft, der das für die deutsche Vergangenheitsbewältigung so wichtige Thema etwas mehr in die Öffentlichkeit rückt. Ich selbst hatte die Gelegenheit, einen ehemaligen Bautzen-Insassen zu treffen und mich nach seinem bewegenden Vortrag unter vier Augen länger mit ihm zu unterhalten. Nicht erst seit diesem Zeitpunkt bin ich der Meinung, dass vor allem in den Schulen die DDR-Geschichte bei weitem zu kurz kommt - das ist mir schon in meiner eigenen 13-jährigen Schullaufbahn aufgefallen.

    Bei all der nötigen Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung, die dem Thema und vor allem den Opfern der SED-Diktatur gebührt, habe ich ein großes Problem damit, diese Zeit deutscher Geschichte mit der furchtbaren Nazizeit zu vergleichen. Auch wenn es sicherlich Gemeinsamkeiten gibt, beides waren Diktaturen, die ihre Bürger belogen, verfolgten und folterten - der Schrecken des Nationalsozialismus verbietet jegliche Vergleiche. 6 Millionen in der Shoa durch deutsche Hand getötete Juden, hunderttausende umgebrachte Behinderte, 20.000 deutsche Kommunisten und Sozialdemokraten, 5000 Homosexuelle von Deutschen ausgelöscht sind nicht messbar, abwägbar oder in Relation zu setzen.