Kommentar geschrieben am 5.8.2010
Hallo,
da ich hier ehrlich gesagt nicht allzu oft reinschaue, hat sich jetzt vieles hier in der Kommentarspalte angesammelt. Ich möchte versuchen, nacheinander auf jeden Kommentar einzugehen.
@Lukas: Vielen Dank!
@Bealie: Ich hab durchaus beabsichtigt diese Beispiele gewählt, weil ich viel davon halte, ein klassisches Rollenbild zu bewahren. Mit einem klassischen Rollenbild meine ich allerdings nicht, dass eine Frau keine anderen Intressen haben darf als die Typischen. Allerdings hoffe ich, dass du Verständnis dafür hast, dass man bei einem Artikel nicht auf jeden Sonderfall - und das sind Mädchen mit stark (ich betone das) ausgeprägten technischen Intressen nunmal - eingehen kann. Damit meine ich allerdings nicht, dass nicht auch anderes möglich sein kann.
Ungläubig angeschaut wird man außerdem auch, wenn man - wie ich - ein konservatives Weltbild vertritt, grade als Frau ist das für manche schwierig.
@denkmal: Ich muss ehrlich sagen, mir geht diese dumme Geschwätz über Benachteiligungen echt auf den Zeiger. Ich habe es satt, hier in diesem Staat immer "betroffen" sein zu müssen. Warum kann hier niemand akzeptieren, dass man nicht mit dem linken Zeitgeist schwimmt? Auch du kannst es anscheinend nicht, Gender Mainstreaming hat zwei Seiten, aber wenn jemand mal etwas über die Nachteile äußert, zum Beispiel Barbara Rosenkranz (FPÖ), dann wird sie als Kellernazi abgestemmelt und nicht mehr ernst genommen. Der Mensch ist nunmal verschieden, ich erwarte auch nicht von einem Affen, dass er Dinge tut, für die er nicht vorgesehen ist. Als Mensch hat man hier auf Erden irgendwo auch eine Bestimmung. Man muss sich nicht immer gegen alles stellen, was althergebracht und in der Tradition tief verwurzelt ist.
Frauen sind gleichberechtigt und das ist auch wunderbar so, wir alle wissen das zu schätzen. Dennoch halte ich nichts davon, dass jedem Mädchen auch noch dick und fett der Stempel "gleichberechtigt!" ins symbolische Gesicht gepresst werden muss. Wir wissen es und sind dankbar dafür, aber erwarten auch eine gewisse Akzeptanz, wenn man sich für etwas typisch weibliches Entscheidet. Soviel hochgelobte Toleranz muss schon drin sein.
Und nun muss ich tatsächlich auch noch persönlich werden. Wie kommst du eigentlich auf die anmaßende Idee, mich in die gleiche Ecke mit irgendwelchen Pharisäern oder "eingebildeten Frommen" zu stellen? Du kennst mich nicht und hast kein Recht dir hier über meine Person ein Urteil zu erlauben. Ich frage mich wirklich was das soll. Ich möchte aus diesem Grund auch nicht weiter auf besondere Aspekte deines Beitrags eingehen, weil mir ein Beitrag, den du selbstgefällig mit "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden" überschreibst, doch selbst etwas eingebildet und unsachlich erscheint. Ich habe lediglich meine Sicht der Dinge geäußert, keine wissenschaftliche Analyse verfasst.
@Dossier:
"Du schreibst, das Gender Mainstreaming verfolgt das Ziel, das natürilche Geschlecht "wegzuerziehen". Wer macht denn das so?"
- dazu: Tatsächlich gibt es in Österreich schon Kindergärten, die quasi eine "Umerziehung" propagieren. Den dort untergebrachten Kindern wird das geschlechtstypische spielen aberzogen, man steckt kleine Jungs tatsächlich in Mädchenkleider und schminkt sie ("fun&care", stellt sich zwar sehr gut da, aber die Praxis sieht wohl anders aus).
Ich persönlich kann ein solches Verhalten nicht nachvollziehen und finde es schlimm, wenn man Kinder so beeinflusst. Ich muss dazu sagen, ich war beim Kindergartenfest auch einmal als Robin Hood verkleidet und habe keine Störung, aber das war dann meine freie Entscheidung und kein aufgezwungener Rollentausch. Ein besonders krassen Beispiel ist meiner Ansicht nach der Psychologe John Money, der durch perfide Hormontherapien aus einem Bruce eine Brenda machen wollte. Das Leben dieses Jungen endete übrigens in einem Suizid.
Ich möchte desweiteren natürlich nicht leben wie vor 150 Jahren, ich möchte ein konservatives Frauenbild leben, ohne mich "an den Herd" verbannen zu lassen. Ich habe zu diesem Thema beim Online-Magazin "Blaue Narzisse" einen Beitrag verfasst, wenn er dich interessiert, melde dich doch kurz, dann schicke ich ihn dir zu, leider finde ich den Link grade nicht. Eventuell werde ich ihn auch nochmal überarbeiten und hier einstellen.
Ich würde homosexuellen Pärchen nicht erlauben, Kinder zu adoptieren. Diese Einstellung resultiert aus Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis. Kinder brauchen eine liebevolle Familie, die aus Mann und Frau besteht, ich denke, da sind wir uns hier alle soweit einig. Ich möchte auch gleichgeschlechtlichen Paaren nicht absprechen, liebevolle Eltern zu sein, dennoch halte ich es für unverantwortlich, Kinder in diese Partnerschaften hineinzugeben, da sie immer Außenseiter sein werden, ich denke, das wirkt traumatisierend. Mir tut es um jedes Kind leid, dass in ein Heim muss, ich kann deinen Grundgedanken also verstehen. Allerdings würde ich eher die Altersbestimmungen für Adoptiveltern ändern. Das Mindestalter liegt nach meinem Kenntnisstand bei 25 Jahren, ein Höchstalter ist nicht festgelegt, sondern obliegt einer Einzelfallprüfung. Es scheint allerdings so zu sein, dass "ältere" Paare (über 40) nur schwer Kinder adoptieren können, obwohl sie gute Eltern wären. Ich finde, man sollte alles tun, um Kindern ein liebevolles Aufwachsen zu ermöglichen und potenziell guten Eltern keine Steine in den Weg legen.
Als konservative Christin halte ich Homosexualität einfach für nicht von Gott gewollt. Es mag sein, dass jetzt wieder das Argument auf den Tisch kommt, dass es auch in Tier- und Pflanzengattungen homosexuelle Erscheinungen gibt. Dem Stimme ich zu, allerdings geschieht dies nicht so häufig wie in letzter Zeit bei unserer Spezies zu beobachten ist.
Ich hoffe, ich konnte jedem weiterhelfen. =)