Beitrag geschrieben am 20.9.2010
Kindheit und Jugend sind ein geschützter Raum. Literarische Traditionen, die sie als solche verteidigen, finden sich in der deutschen Literatur von Joseph von Eichendorffs „Willkommen und Abschied“ über Herrmann Hesses „Narziss und Goldmund“ bis hin zu Clemens Meyers Roman über eine Jugend in Leipzig, „Als wir träumten“. Die skandinavische Jugendliteratur hinterfragt öfters diese Idylle. Genannt seien nur Jostein Gaarders Bücher „Sofies Welt“ und „Das Orangenmädchen“. Auch die Dänin Janne Teller unternimmt mit ihrem Gleichnis „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ einen Anschlag auf das romantische Ideal der Kindheit.
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