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Annika_K


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  • Kommentar geschrieben am 23.4.2012

    Wenn sich die Hormone melden ...

    Lieber Religionslehrer,
    die Religion, die du Lehrst, ist offenbar die Wissenschaft, nicht aber das Evangelium nach Jesus Christus.
    Das ist mit der historisch-kritischen Theologie leider kaum vereinbar... ein sehr interessantes Buch in dem Zusammenhang ist "Original oder Fälschung" von Eta Linnemann.
    Dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, bestreitet kein ernsthafter Christ. Aber: Wenn es deshalb unmöglich wäre, dass sie von Gott inspiriert und sein Wort ist, würde das bedeuten, dass jeder nur seine eigene Version von "Gottes Wort" in sie hineininterpretieren kann - als gemeinsame Glaubensgrundlage unbrauchbar, da können wir sie ja auch gleich wegschmeißen.
    Wenn Du lieber "modern" (eine sehr relative Kategorie) sein willst, als nach Gottes Wort zu fragen, tu das, aber ermutige nicht andere dazu.
  • Kommentar geschrieben am 23.4.2012

    Vater/Mutter, unser/e im Himmel

    Hallo Dossier!

    Ja, die Unterscheidung zwischen Inhalten, die Gottes Ordnung widerspiegeln und solchen, die in der damaligen Gesellschaftsordnung begründbar sind, ist wichtig und mir wohl bewusst.
    Nur: Dass Gott als "Er" bezeichnet wird, hat ja nicht damit zu tun, dass die Bibelverfasser das am treffendsten fanden oder Macht automatisch mit Männlichkeit assoziiert wurde (auch wenn ich nicht bestreite, dass das auch zutrifft) - sondern damit, dass Gott sich ihnen anscheinend so offenbarte, er bezeichnete sich selbst so;
    den Grund dafür sehe ich, wie beschrieben, darin, dass wir uns unser Verhältnis zu Ihm am besten als Vater-Kind-Beziehung vorstellen können. Unabhängig vom Grund aber spricht diese Tatsache doch dafür, dass Gottes Bezeichnung als "Er" nicht (nur) in der damaligen Gesellschaft zu begründen, sondern offenbar von ihm gewollt ist.
    ..oder habe ich dich falsch verstanden?
  • Kommentar geschrieben am 23.4.2012

    Ein folgenschwerer Sex-Betrug

    An Denkmal, die Zweite:

    P.S.: Deinen Kommentar zu Beziehungen finde ich sehr treffend!
    Ein Grundproblem vieler Menschen heute ist, glaube ich, die Annahme (die auch oft von z. B. den Medien suggeriert wird), Liebe sei (nur) ein Gefühl, aber es ist, wie ich finde, eher eine Entscheidung.
  • Kommentar geschrieben am 23.4.2012

    Ein folgenschwerer Sex-Betrug

    Hallo Denkmal,

    auch, wenn meine Antwort spät kommt: Danke für die Antwort!
    Es hätte mich aber eher interessiert, was es da vielleicht aus dem fachlichen ethnologischen Bereich gibt, ich hatte dazu leider nichts gefunden. Sollte aber eigentlich auch nicht verwundern, leider fassen sich viele Ethnologen nämlich auch nicht gern an die eigene Nase.
    Na ja, hab trotzdem vielen Dank für die Tips!
  • Kommentar geschrieben am 23.4.2012

    Gender Mainstreaming: Gräuel & Chance

    Eigentlich ist die Diskussion hier ja nicht mehr aktuell, aber einen Punkt finde ich wichtig genug, um ihn trotzdem anzusprechen:
    Es scheint Unklarheit über die Bedeutung von Gender Mainstreaming zu geben. Dazu:
    Ja, es geht um politisch-rechtliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen - wenigstens bei Gender Mainstreaming als politisches Ziel/Maßnhame in Deutschland.
    Darüber hinaus aber geht es in der aktuellen wissenschaftlichen Forschungen zum Thema, in den Gender Studies, tatsächlich darum, dass Geschlecht als Kategorie irrelevant sei und Geschlecht generell ein Konstrukt, ergo in keinerlei Form als "Gegebenes" existent. Gender Mainstreaming bedeutet in diesem Zusammenhang tatsächlich die Gleichmacherei, im Grunde sogar Abschaffung von Geschlechtern - wenigstens dichotomen, präziser soll es wohl darum gehen, dass es mehr als zwei Geschlechter gebe und man sein Geschlecht frei wählen darf, es aber als rechtliche Kategorie z. B. auf dem Personalausweis irrelevant werden soll.
    Das Missverständnis zum Begriff hat, vermute ich, auch damit zu tun, dass sich die Bedeutung des Wortes "Gender" selbst änderte: Anfänglich ging es dabei nur um den sozial konstruierten im Unterschied zum biologischen Teil einer Identität als Mann oder Frau. Inzwischen ist der Begriffsgebrauch oftmals schwammig; in der Gender-Bewegung meint er keine mit (biologisch) gegebenen Merkmalen verknüpfbare und dichotome soziale Identitätskategorie mehr, sondern Geschlecht als gänzlich konstruiertes und somit vollständig frei wähl- und veränderbares Identitätselement.
    Auf dijg.de z. B.finden sich einige Infos dazu, die ich als glaubwürdig einstufe und daher aufschlussreich finde: Es werden unter anderem Vertreter der Bewegung bzw. aus deren Werken zitiert, die die "Gleichmacher-Variante" belegen, etwa aus einem Einführungsband zu Gender für Studis. Besonders schockiert haben mich persönlich Ausführungen zu der Handhabung des Themas in der UN: http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/dale-o-leary-agenda-konzept-hintergrund/
    Auch in meinem Studium, Ethnologie, kommt man um das Thema kaum rum: In einem Seminar haben wir einen Text von Judith Butler gelesen, die ein Idol der Gender-Bewegungen ist. Sie behauptete darin, dass auch das "biologische Geschlecht" eine Illusion sei. Eine Kommilitonin, die auf dem Gebiet sehr engagiert ist, sagte vor ein paar Monaten in einem anderen Kurs: "Die aktuelle Frage, die man sich in den Gender Studies stellt, ist: Gibt es Geschlechter, und wenn ja, wie viele?" Die Existenz dieser Auffassung(en) ist also kein Mythos.
    Die dennoch berechtigte Frage, wer "so was" denn mache, sprich: Welche gesellschaftliche Alltagspraxis denn diese Auffassung belege, ist in Teilen hier beantwortet worden: z. B. einzelne Projekte zu "geschlechtsloser Erziehung" an Kindergärten. Davon abgesehen, sehe ich die Ursache in einem vielleicht banalen, aber üblichen Phänomen: Der Tasache, dass die ganze Chose derzeit noch mehr im wissenschaftlichen Diskurs als in der gesellschaftlichen Realität beheimatet ist. Es ist meiner Einschätzung nach eine Frage der Zeit, bis das so im gesellschaftlichen Alltag präsent(er) wird. Das ist ja bei vielen Begriffen, Ideen etc. der Fall.
    Wie gesagt, die "Gleichberechtigungs-Variante" von Gender Mainstreaming gibt es - die "Gleichmacher-Variante" aber auch, das ist keineswegs falsch.
  • Kommentar geschrieben am 19.11.2010

    Ein folgenschwerer Sex-Betrug

    Interessant finde ich, was Du über Margaret Mead schreibst... ich studiere Ethnologie (Mead war ja Ethnologin), und als wir über ihre Arbeit auf Samoa mal gesprochen haben, wurde nach meiner Erinnerung kein Wort davon gesagt, dass diese Entdeckungen zum Sexualverhalten gar nicht stimmten.
    Wo hast Du denn die diesbezüglichen Informationen gefunden?
    Danke!
  • Kommentar geschrieben am 19.11.2010

    Vater/Mutter, unser/e im Himmel

    Klar, Gott hat kein Geschlecht in dem Sinne.

    Genau das ist aber der Punkt: In der Bibel wird er trotzdem mit "Er" bezeichnet, und ich glaube, das hat schlicht damit zu tun, dass seine Rolle uns gegenüber am ehesten mit der vergleichbar ist, die er dem Mannes in der Familie zugewiesen hat.
    Zu behaupten, dass die Bezugnahme mit "Ihn", "Er" etc. falsch oder ungerecht sei, würde bedeuten, dass Gott die Bibel falsch hat schreiben lassen - dann hätte er es ja gleich anders machen können... und warum hätte er sonst zu Mose gesagt: "Darum so gehe hin und versammle die Ältesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, euer Väter Gott, (...)" 2. Mose 3,16? Falsche Überlieferung?

    Da können wir doch gleich ein Projekt starten: Fehlersuche in der Bibel... ich persönlich finde, dass es kein Zwischending gibt zwischen die Bibel ernst nehmen und sie nicht ernst nehmen. Klar, man muss den Kontext berücksichtigen.

    Nichts für ungut, aber ich zumindest bin überzeugt, dass Gott die Bibel grundsätzlich als zeitlose Überlieferung hat abfassen lassen.
  • Kommentar geschrieben am 19.11.2010

    Schmetterlinge in meinem Bauch

    Hallo thomas(sweet),

    ich finde, mit deinem Kommentar bringst du das gut auf den Punkt... so sehe ich das auch.
    Liebe ist erstens eben nicht nur ein Gefühl, und zweitens nicht nur da, um mich glücklich zu machen, sondern meint den anderen, wie es so schön heißt.