
Kommentar geschrieben am 21.12.2010
In einigen Punkten kann ich Dir nicht zustimmen.
Wenn Liebe Wertbejahung ist, gibt es doch auf der einen Seite den Wert und auf der anderen Seite denjenigen, der ihn bejaht. Der Wert an sich hat noch nichts mit Liebe zu tun, erst die „Bewegung“ der aktiven Bejahung drückt doch die Liebe (zu diesem Wert) aus. Ausdruck findet das in dem „Ja“ der Vermählung. In so fern ist das Entscheidende doch die Bejahung.
Du schreibst: „Genauso wird auch der Wert eines Menschen ausschließlich durch die Nachfrage bestimmt. Ein Mensch, nach dem niemand fragt, der fühlt sich ungeliebt und wertlos.“
Du vermischt hier zwei Ebenen: den Wert und das Wertgefühl. Wenn der Wert, so wie Du sagst, messbar ist, müsste es nach Deinen Ausführen konsequenterweise heißen: „Ein Mensch, nach dem niemand fragt, IST ungeliebt und wertlos“ oder „Genauso wird auch DAS WERTGEFÜHL eines Menschen ausschließlich durch die Nachfrage bestimmt.“ Erstes widerspricht der Bibel, zweites stimmt sicherlich.
Die Frage über den Wert des Menschen, lässt sich denke ich nur aus Gottes Perspektive beurteilen, dem jeder unendlich viel Wert ist und der nach jedem fragt und ihm Liebe entgegenbringt.
Auch finde ich, dass die Gleichsetzung von Liebe und Währung mehr als schief ist. Mit einer Währung, also mit Geld, kann ich mir etwas kaufen. Ich bezahle und bekomme etwas, das dann mein Eigentum ist. Das funktioniert aber bei Liebe nicht. Liebe ist ein Geschenk, dass ich jemandem entgegenbringe – ohne Gegenleistung.