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LukasLange


  • Kommentar geschrieben am 16.2.2011

    Im Sog des Relativen

    Zum Arzteid: Den offensichtlichen Eidbruch ("in den Dienst der Menschlichkeit"; Abtreibungen sind, egal, wie man es dreht, sicher kein Akt der Menschlichkeit!) mit dem Verweis auf eine "andere Ethik" zu entschuldigen, das ist genau die Art von Relativierung, um die sich der Artikel dreht. Du relativierst diese klar ersichtliche Schuld damit, sie hätten halt eine andere Sichtweise: "Schließlich könnte man jemanden vor den Kopf stoßen, der ganz anderer Meinung ist!"

    Genau diese Haltung ist das Grundproblem christlicher Politik. Wir müssen aufhören, von "argumentum ad irgendwas" herumzufabulieren, wir müssen anfangen, Klartext zu reden. Uns zu christlichen Positionen glasklar bekennen, ohne peinlichst genau darauf zu achten, ob man hier nicht zulasten des politischen Gegners manipuliert oder zu konfrontativ auftritt.

    "Nur weil Andersdenkende nicht unsere Werte vertreten bedeutet ja nicht, dass sie keine hätten." Natürlich lässt sich die hedonistische Beliebigkeit des Zeitgeists in gewisser Form als "Wertvorstellung" verdrehen. Aus christlich-konservativer Sicht ist sie allerdings höchstens das Entartungsstadium eines entfesselten Werteverfalls, dem schnellstmöglich der Garaus bereitet werden muss. Mit dem "Zeugnis der Liebe" gewinnt man keinen politischen Richtungsstreit und erst recht keine mediale Dominanz. Mit deutlichen Worten und einem offensiven Auftreten schon eher.
  • Kommentar geschrieben am 14.1.2011

    Der Geist ist aus der Flasche

    So, so: "audiatur et altera pars" - Nun, die Gegenseite wurde angehört, sie wird im Artikel ausreichend zitiert, um daraus gewisse Schlussfolgerungen zu ziehen. Wenn die Parteivorsitzende der umbenannten SED (und das ist die Linkspartei, es handelt sich um dasselbe Rechtssubjekt) ohne jegliche Distanzierung von den weltweiten Verbrechen des Kommunismus "auf den Weg zum Kommunismus" machen will, an einer gleichnamigen Diskussionsrunde teilnimmt und unmissverständliche Äußerungen macht, ist es kein Akt der Verleumdung, dies ernst zu nehmen. Derartige Äußerungen sind auch nicht mehr mit "demokratischer Sozialismus" schönzureden (vergleichbare Floskeln pflegte auch das SED-Regime zu benutzen), sie sind eine Kampfansage an die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

    Die von den Vorrednern so sorgfältig beachtete Trennung von kommunistischer Theorie und kommunistischer Praxis ist dieselbe Einstellung, welche das Erstarken kommunistischer Regime in der Geschichte immer und immer wieder ermöglicht hat: Man tut so, als hätten Praxis und Theorie nichts miteinander zu tun und um den "wahren" Kommunismus zu erreichen, müsste man es nur noch einmal "richtig" probieren. Die Folgen sind bekannt.
    Stalin 30-40 Millionen, Mao 70-80 Millionen, Pol Pot und die Kim-Dynastie je 1-2 Millionen, dazu kommen Osteuropa, die DDR, Kuba, Vietnam, und, und, und: Was ich damit sagen will: Schon oft wurde die kommunistische Theorie in die Praxis umgesetzt oder es versucht und ausnahmslos jedes Mal endete dies in Massakern und Massenvernichtungen. Die Brutalität des Kommunismus in seiner Praxis ist keine Ausartung der Ideologie, sondern unverweigerlich mit ihr verbunden und anders nicht realisierbar. Und nun will es die Linke wieder versuchen, um diesmal garantiert alles richtig zu machen? Nein, danke. Will sich Gesine Lötzsch der Geschichte ungeachtet erneut auf den Weg in den Kommunismus machen, kann man dies nicht einfach so stehen lassen. Man würde der NPD ja auch nicht erlauben, von den Wegen in den Faschismus zu philosophieren und den nationalsozialistischen Staatsterror als "Vision von Frieden und Gerechtigkeit" zu verklären. Dies wäre aber de facto dasselbe.


    Kein Wort in meinem Artikel, welches der Linkspartei direkt attestiert, hier wieder Gulags zu eröffnen. Ich werfe der Partei aber vor, mit dem Feuer zu spielen, geschichtsvergessen zu agieren und gewaltsame Ausartungen in einem möglichen Realsozialismus X.0 zumindest billigend in Kauf zu nehmen - sonst würde man sich nicht derart radikal und undistanziert äußern.
  • Kommentar geschrieben am 19.8.2010

    Neue Kinder braucht das Land (Teil 2)

    Dossier, wie ich das aus deinem Beitrag herauslese, sollen wir also seelenruhig abwarten, wie sich der Islam in Europa verbreitet, zur Staatsreligion wird und dann dominiert? Nein, danke. Jeder der den gewaltsamen, totalitären, menschenverachtenden Charakter dieser "Religion" und ihrer Heiligen Schrift kennt, kann und darf nicht zulassen, dass sich diese "Religion" in Deutschland ausbreitet. Kleiner Tipp: Die Lektüre des Korans oder zumindest einiger ausschlaggebender Suren wirkt Wunder.

    Europa stand schon mehrmals unter der Bedrohung islamischer Herrschaft - dank den Ferdinand & Isabella in Spanien und den Polen, die dem belagerten Wien zur Hilfe eilten, hat das christliche Abendland diese Bedrohungen überstanden - und an einer Wiederholung der Geschichte habe ich kein Interesse. Du solltest die Thematik nicht mit zu rosaroter Brille betrachten. Ich jedenfalls habe keine Lust darauf, in meinem Land von islamischen Eigenheiten wie Burka, Scharia, Ehrenmord, Steinigung und Frauenunterdrückung "bereichert" zu werden. Und ich gebe unumwunden zu: Vor dieser Kultur habe ich Angst.

    Die Zustände in Afrika sind freilich bedauerlich, haben mit dem Thema aber nicht das Geringste zu tun. Bevor wir uns darum kümmern, wie hoch christliche Werte in Burkina Faso gehalten werden, sollten wir uns zuhause um den Erhalt der abendländischen Leitkultur kümmern. Einen Beitrag dafür leisten wir durch eine hohe Geburtenrate.
  • Kommentar geschrieben am 18.8.2010

    Versöhnung oder Verhöhnung?

    Hallo dossier,

    die im Artikel verwendeten Informationen findest du auch in allen etablierten deutschen Nachrichtenmagazinen. Und meinen Schluss über die Absicht der Bauherren ziehe ich anhand der im letzten Abschnitt noch einmal zusammengefassten drei Informationen: Ort, Eröffnungsdatum, Name.
    Die alltägliche und historische Erfahrung mit der Expansionsstrategie des Islams hilft dabei zusätzlich auf die Sprünge. Die wortwörtliche Auslegung des Korans lässt nichts Anderes zu als die gewaltsame Eroberung und Bekehrung "feindlichen" (weil un - oder andersgläubigen) Territoriums. Der Imam von Ground Zero, auch wenn er von der amerikanischen Linken als "Moderater" tituliert wird, befürwortet übrigens ebenfalls die Einführung der Scharia in den USA.
  • Kommentar geschrieben am 18.8.2010

    Neue Kinder braucht das Land (Teil 2)

    Hallo dossier,

    keine Sorge, ich versuche keineswegs, einer Diskussion aus dem Weg zu gehen. Ich werde allerdings nicht benachrichtigt, wenn ein Artikel von mir kommentiert wird. So kann es vorkommen, dass ich sehr verzögert antworte, weil ich den Kommentar erst gesehen habe, als ich zufällig nochmals auf meinen Artikel klickte.

    Als Deutscher fühle ich mich meinem Volk und seiner kulturellen Identität verbunden und bedauere es in diesem Sinne, wenn wir weniger werden, ja langfristig: aussterben. Sterben die Deutschen aus, dann stirbt gleichzeitig auch eine weltweit geachtete Kultur aus. Dies betrachte ich auch im Hinblick auf den zunehmenden Einfluss der islamischen Kultur auf deutschem Boden. Dank der hohen Geburtenrate dieses Kulturkreises wird auch die Macht des Islams desto mehr zunehmen, je weniger die Deutschen sich fortpflanzen. Für mich als Anhänger des Ideals vom "christlichen Abendland" ist das nicht gerade eine Heilsvorstellung. Die ökonomische Frage lasse ich aus dieser Begründung mal heraus, da Sie das ja in Frage 2 präzisieren.

    Zu zweiten Frage: Ich habe nicht ausgerechnet, ob es "günstiger" ist, Geburten direkt zu finanzieren oder die Folgen einer niedrigen Geburtenrate gleich mit einzukalkulieren. Eine solche Rechnung wäre zwar interessant - weil ich die Geburtenproblematik aber nicht nur aus ökonomisch-rentenpolitischer Sicht betrachte, sondern im Allgemeinen, führt aus meiner Sicht kein Weg daran vorbei, dem Status Quo einer aussterbenden Gesellschaft entgegenzuwirken und Deutschland mehr Kinder zu "bescheren".

    Gruß, Lukas