<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>idealisten.net</title>
		<link>http://www.idealisten.net/</link>
		<description>Artikel von idealisten.net</description>
		<language>en</language>
		<image>
			<title>idealisten.net</title>
			<url>http://www.idealisten.net/fileadmin/tt_news_article.gif</url>
			<link>http://www.idealisten.net/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>Artikel von idealisten.net</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Fri, 17 May 2013 12:30:08 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Mode nicht für jedermann</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/mode-nicht-fuer-jedermann.html</link>
			<description>Surfer-Mode getragen von Sunnyboys mit gestähltem Körper und Mädchen mit Modelmaßen und makellosen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Abercrombie &amp; Fitch hat sich geoutet. Konzernchef Mike Jeffries hat das ausgesprochen, was man sich beim Anblick der Läden und der Kleider schon hatte denken können: „In jeder Schule gibt es die coolen und beliebten Kids. Wir wollen die coolen Kids. Grenzen wir Menschen aus? Na, klar!“&nbsp; 
Außerdem verbrennt der Konzern zurückgegebene Ware und ausgelaufene Kollektionen, anstatt sie an Hilfsorganisationen weiterzugeben. Der amerikanische Drehbuchautor Greg Karber war so entsetzt, dass er eine interessante Aktion gegen das Label startete. Das Video, dass seine Aktion dokumentiert, hat bereits über 5 Millionen Klicks auf Youtube.
Seht selber:]]></content:encoded>
			<category>Lebensart</category>
			<category>Top Thema</category>
			
			Redaktion
			<pubDate>Fri, 17 May 2013 12:30:08 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Krux mit dem Kreuz im NSU-Prozess</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/die-krux-mit-dem-kreuz-im-nsu-prozess.html</link>
			<description>Seit dem 6. Mai findet im Oberlandesgericht München der sogenannte NSU-Prozess statt. Mehrere...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Man hätte die Uhr danach stellen können, man hätte sein Haus darauf verwetten können: Die Kreuz-Frage würde nicht lange auf sich warten lassen. Nicht in diesem Prozess und nicht mit diesen Beteiligten. Die Behauptung des türkischen Abgeordneten der Republikanischen Volkspartei „CHP“, Mahmut Tanal, religiöse Symbole hätten in einem Rechtsstaat nichts zu suchen, beschäftigt mehr als die grausamen Taten, um die es im NSU-Prozess geht. Tanal fordert das sofortige Verschwinden des Kreuzes mit der Begründung, es sei eine „Bedrohung für Nichtchristen“.&nbsp; 
<b>Die rechtliche Seite</b>
Das Bundesverfassungsgericht hat 1973 in seinem Grundsatzurteil zu Kruzifixen in Gerichtssälen festgestellt, dass der Zwang, entgegen der eigenen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung in einem mit einem Kreuz ausgestatteten Gerichtssaal verhandeln zu müssen, das Grundrecht eines Prozessbeteiligten aus Art. 4 Abs. 1 GG verletzen kann. Anerkannt ist also, dass Beteiligte des Rechtsstreits das Abhängen oder Verhüllen des Kreuzes fordern dürfen, was dann wiederum im Einzelfall geprüft wird. Mahmut Tanal als Delegierter einer Beobachtermission des türkischen Parlaments kann dergleichen also nicht geltend machen, er ist kein Prozessbeteiligter. 
Ein Nebenkläger des NSU-Prozesses erklärte jedoch am 13. Mai über seinen Anwalt Adnan Menderes Erdal, er habe einen Anspruch darauf, „nicht vom deutschen Staat [...] dem Einfluss einer Religion – auch in Gestalt eines Symbols – ausgesetzt zu werden.“
<b>Der Antrag ist infrage zu stellen</b>
Doch das ist infrage zu stellen. Weder beeinflusst das Kreuz die Rechtsfindung des Gerichts oder die Religionsausübungsfreiheit Beteiligter, noch bewirkt es staatliche Missionierung. Das bloße Vorhandensein des Kreuzes verlangt von den Beteiligten weder eine eigene Identifizierung mit darin verkörperten Ideen noch ein aktives Verhalten. Es ist zumindest nicht auf den ersten Blick erkennbar, inwiefern das aufgehängte Kreuz das Grundrecht aus Art. 4 GG verletzt. 
Die ständige Ausstattung des Gerichtssaals mit Kreuzen erweckt hier nicht den Eindruck weiter gehender Bedeutung, zumal das Kreuz im Gerichtssaal des OLG München weder auf dem Richtertisch steht noch über ihm an der Wand angebracht ist, sondern in einer ganz anderen Raumhälfte hängt. 
<b>Urteil des Europäischen Gerichtshofes</b>
Erwähnenswert ist auch ein Urteil des EuGH vom März 2011, in dem geurteilt wurde, dass Kreuze in italienischen Klassenzimmern keinen Grundrechteverstoß darstellen. Das Gericht akzeptierte die Begründung der italienischen Regierung, das Kreuz sei in dem katholisch geprägten Land ein „volkstümliches Symbol“. Was könnte anderes gelten im katholisch geprägten Bayern?
<b>Das Kreuz als Zeichen von Kultur und Tradition</b>
Tanals Forderung ist polemisch. Unser Rechtsstaat wurzelt in einer christlich geprägten Kultur. Er kann nicht einfach seine Herkunft leugnen. Niemand in Deutschland möchte muslimischen Frauen das Kopftuch verbieten. Natürlich nicht, werden Atheisten und Muslimen sagen, das Kopftuch sei nicht nur Ausdruck der Religiosität, sondern auch der kulturellen Verwurzelung und Tradition.
Diese Argumentation kann man ebenso auf das Kreuz anwenden. Es muss nicht zwangsläufig für voll überzeugte Christen stehen. Es ist in unserer Kultur im Laufe der Jahrhunderte zu einem universalen Zeichen einer bestimmten (christlichen) Wertehaltung geworden, die sich im Grundgesetz und in der Schuldfindung des Strafprozesses niedergeschlagen hat. Das Kreuz steht für Toleranz und Nächstenliebe. Im Grunde genommen müsste es also noch mehr sein. Denn wer hier mit dem Kreuz über uns gerichtet hat, das war Gott als er seinen Sohn für unsere Sünden sterben ließ. 
<b>Menschen sind nicht die höchsten Richter</b>
Auch wenn dem Antrag des Nebenklägers stattgegeben und es abgehängt wird – ein Wissen bleibt allen Christen: Dieses Kreuz, das daran erinnert, dass Menschen nicht die höchsten Richter sind, hat unsere Gesetze mit geformt. Und diese werden über Schuld und Strafe im NSU-Prozess entscheiden. Gott sei Dank.]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			<category>Top Thema</category>
			
			Redaktion
			<pubDate>Thu, 16 May 2013 14:59:13 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ist doch alles nur gespielt!</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/ist-doch-alles-nur-gespielt.html</link>
			<description>Es gibt mal wieder eine neue Studie über Castingshows. Das Ergebnis: Die Teilnehmer lassen sich oft...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Die Gewinnerin der 10. Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ kommt aus der Schweiz und heißt Beatrice Egli. In ein paar Monaten werden die meisten sie vermutlich wieder vergessen haben. Doch das ist nur nebensächlich. Viel wichtiger ist, dass sich die Hinweise verdichten, dass die Macher der Sendung den Sieg von Beatrice künstlich herbeigeführt haben. Sie hätten ganz systematisch in den Entscheidungsshows die Sängerinnen und Sänger „rausgeschmissen“, die der Schweizerin eindeutig überlegen waren, heißt es in verschiedenen Internetforen und von ehemaligen Kandidaten der 10. Staffel. 
<b>„Das ist totaler Betrug!“&nbsp;</b>
Im Internet tobt ein Entrüstungssturm. „Das ist totaler Betrug! Ich find DSDS so toll, aber ich werd die Sendung nicht mehr gucken!“, schreibt ein Mädchen unter dem Nickname „starlet93“ in einem Forum. Viele jugendliche Zuschauer sind tatsächlich irritiert. Denn das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (München) hat gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen herausgefunden, dass eine überwiegende Mehrheit der Jugendlichen dem Gestus der Shows glaubt. Anhand einer Umfrage stellten die Forscher fest, dass sowohl&nbsp;Teilnehmern&nbsp;als auch&nbsp;Konsumenten von Castingshows der Betrug nicht bewusst ist. 
<b>Es gibt viele Möglichkeiten zu schummeln&nbsp;</b>
Auffällig und kaum glaubwürdig ist zum Beispiel die enorme Fülle von Kandidaten mit großen Schicksalsschlägen. Hier wird im ein oder anderen Fall das Schicksal nicht nur etwas verschlimmert, sondern teilweise sogar ganz erfunden: Mutter verstorben, schlimmes Mobbing in der Schule, Drogenkarriere, unheilbare Krankheit – die Liste ist lang. 
Der ehemalige DSDS-Kandidat David Peters gab an, er sei gezwungen worden, eine homosexuelle Beziehung mit einem Mitbewerber vorzutäuschen. Der 25-Jährige verklagte RTL Anfang 2012 wegen Nötigung. Was aus dem Prozess wurde, ist nicht bekannt. Der Sender wies die Vorwürfe zurück und schweigt seitdem. 
Immerhin offenbarten die Produzenten, dass sie Szenen und Kommentare der Jury teilweise beliebig zusammen schneiden. So wird ein netter Kommentar des Jurors im Nachhinein am Schneidetisch durch einen unverschämten ersetzt – einfach weil es besser passt, lustiger ist und mehr Quote bringt. RTL erklärte jedoch, die Kandidaten seien über diese Möglichkeit informiert. 
<b>Lügen auch bei Germany’s Next Topmodel?</b>
Die Models aus Heidi Klums Sendung „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) haben sich&nbsp; bislang noch nie zu möglichen Schummeleien geäußert – jedenfalls ist bisher nichts bekannt. Es heißt, die Verträge seien lückenlos und geben den Kandidatinnen keine Chance, die Show negativ in die Schlagzeilen zu bringen. Denn wenn man genau hinschaut, dann fallen einem so manche Dinge auf: Von Show zu Show werden die Modelkandidatinnen zickiger, bissiger und gemeiner zueinander. Kleine Fehler einzelner Bewerberinnen, die von Anfang an sichtbar waren, jedoch keine Rolle spielten, werden plötzlich in den Mittelpunkt gestellt. 
<b>Was war mit GNTM-Liebling Jacqueline? </b>
Auch beim ehemaligen Liebling Jacqueline, die gerne Pastorin werden will, wurde der Kleiderschrank urplötzlich zum Thema. Dem durchschnittlichen Zuschauer war vorher nicht aufgefallen, dass die magere 17-Jährige die falschen Klamotten trug: Zu alt, zu out, zu hässlich. Heidi Klum zwang die Hamburger Schülerin dazu, die mit ihren persönlichen Kleidern eine kleine Modenschau zu laufen. Gemeinsam mit den anderen Kandidatinnen lachte die „Modelmama“ über die Jacquelines Mode. Bis Jacqueline zu weinen begann. Ziel erreicht. Heidi Klum trällerte: „Oh Jacqueline, wir wollen dir doch nichts Böses. Wir meinen es doch nur gut.“ Mit dieser Szene bewarb Pro7 die Folge und jeder, der den Anspieler gesehen hatte, wollte natürlich wissen, warum da geweint wird. Die Folge: Die Sendung konnte die höchsten Einschaltquoten in diesem Jahr verzeichnen.
Schaut man sich Jacquelines Facebook-Profil heute an und beobachtet ihren Auftritt in Stefan Raabs Show „TV Total“, kommt sie so gar nicht mehr wie ein Opfer rüber. Sie macht den Eindruck eines völlig normalen Schulmädchens, das etwas schüchtern ist und mit dem Wunsch Pfarrerin zu werden nicht dem Mainstream hinterher läuft. Sie kleidet sich normal, sieht hübsch aus und agiert selbstbewusst.
<b>Keine Angst!</b>
Und trotzdem vertrauen die meisten jugendlichen Zuschauer den Darstellungen. Die Studie der beiden Institute hat als Grund dafür angegeben, dass viele junge Menschen von Zukunftsängsten geprägt seien. Sie wollten den Lebensstandard der Eltern aufrecht erhalten und einen tollen Beruf erreichen. Die Shows spielen gerade mit diesem Verlangen. Darum ist es wichtig, deutlich zu machen, dass das nicht die Wirklichkeit ist. Wenn man etwas schaffen will, dann braucht man dafür keine gestellten Szenen und gelogene Geschichten. Dann braucht man viel Willen und etwas Talent.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			<category>Top Thema</category>
			
			Redaktion
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 17:02:25 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>TIPP: 7. Jesus Rock Night</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/tipp-7-jesus-rock-night.html</link>
			<description>Am 25. Mai findet die Jesus Rock Night in Wilnsdorf bei Siegen statt. Dieses Jahr soll es eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Zum siebten Mal findet in diesem Jahr die „Jesus Rock Night” statt. Natürlich ist hat sich an hochkarätiger Besetzung nichts geändert. In diesem Jahr jedoch wollen die Veranstalter sowohl dermn lauten, als auch den leisen Tönen Raum geben.
Im Vorfeld zur diesjährigen „Jesus Rock Night” fand ein Akustik-Contest statt, dessen Gewinner – JonnesBand – ebenfalls auftreten werden. Auch die drittplatzierte Evi Heuschneider &amp; Band hat sich einen Platz auf dem ruhigen Pflaster des Festivals erspielt. 
Tanzbaren Ausgleich bietet die Indie-Rock-Ska-Band Kontrast und die beiden Hardcore- und Metalbands Fighting Enemy und Infinite Course laden zum Headbangen ein.
<i>Das Festivalgelände rund um die</i><i> CVJM Jugendbildungsstätte</i><i> öffnet am 25. Mai um 15.30 Uhr seine Türen, um </i><i>16 Uhr geht die lange Nacht bereits los. </i>
<i>Tickets sind </i><i><link http://www.jesus-rock-night.de/tickets-2013.aspx blank external-link-new-window "Opens external link in new window">online</link> erhältlich für 13 Euro plus Versandkosten. <br />Achtung Gruppenrabatt: Ab 10 Karten bekommt ihr eine zusätzliche Karte kostenlos dazu. An der Abendkasse kriegt ihr noch Tickets für 15 Euro </i>
<i>Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der CVJM Jugendbildungsstätte für 15 Euro inkl. Sonntagsbrunch.</i>]]></content:encoded>
			<category>Events</category>
			
			annetine0206
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 16:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Unzufriedene Jugend – Was könnte bessergehen?</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/unzufriedene-jugend-was-koennte-bessergehen.html</link>
			<description>Deutsche Jugendliche sind im Vergleich zu ihren europäischen Altersgenossen überdurchschnittlich...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b></b>
<b></b>

<b>Seid weniger angepasst!</b>
Viele Jugendliche sind unglaublich markenfixiert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Werbung uns heutzutage mit falschen Versprechen illusorische Weltbilder vorgaukelt. „Wenn du diese Jogginghose mit dem Schriftzug einer Marke kaufst, wirst du anerkannt und dein Leben wird eine einzige Party sein“, ist häufig das, was bei den Käufern ankommt. Deswegen gibt es dann so viele Jugendliche, die sich diesem vermeintlichen Trend anpassen. Wir sollten lernen, selbstbewusster zu werden und uns nicht von der Gesellschaft verändern zu lassen. Ich finde, Menschen verlieren ihre Einzigartigkeit, wenn sie sich anpassen, um akzeptiert zu werden. Kann ich wirklich nur glücklich werden, wenn ich mich nach dem neus­ten Trend richte? Ich glaube nicht.<br /><b></b><i>Malva Tschalamoff (15), Lübeck </i>
<b>Unsere Meinung sollte mehr zählen</b>
Wenn es um Politik und öffentliche Meinungsäußerung zu wichtigen Themen geht, haben wir Jugendliche fast gar nichts zu sagen. Das hat mich besonders geärgert, als Volker Beck von den Grünen vorschlug, Jugendlichen die Möglichkeit zu verwehren, ihre homosexuelle Neigung therapieren zu lassen. Ich finde es einfach unerhört, dass auf der einen Seite jedem Bürger die Freiheit garantiert wird, sich sexuell wie auch immer zu orientieren, und auf der anderen Seite nicht die Möglichkeit eingeräumt wird, sich von solch einer Lebensweise zu distanzieren. Es gibt Jugendliche, die ihre homosexuelle Neigung therapieren lassen möchten, weil sie feststellen, dass solch ein Lebensstil Sünde für sie ist und sie Hilfe brauchen. Wir Jugendliche sollten mehr angehört werden, und auch bei solchen Themen sollte unsere Meinung etwas zählen.<br /><i>David Kleemann (17), Eisenach </i>
<b>Mit 17 ins Studium ist zu früh</b>
In vielen deutschen Bundesländern ist die Gymnasialzeit von 13 auf 12 Jahre verkürzt worden. Ich wurde mit 5 Jahren eingeschult, bekomme in diesem Jahr mein Abiturzeugnis und bin nicht mal volljährig. Es gibt einige Schüler, die mit 17 Jahren die Schule verlassen, und sie haben kaum Perspektiven für die Zeit danach. Viele Organisationen bieten zwar ein „Soziales Jahr“ an, man muss aber volljährig sein. Findet man dann mal ein Projekt, das auch 17-Jährige aufnimmt, muss man viel Geld zahlen und sich mit Einschränkungen abfinden. Direkt mit dem Studium anfangen möchte ich auch nicht, denn ich finde, dass ich noch nicht genügend Erfahrungen sammeln konnte, um eine Entscheidung über den Rest meines Lebens treffen zu können. Ich wünsche mir, dass zukünftige Jahrgänge besser informiert werden und mehr Entscheidungshilfen für den weiteren Lebensweg bekommen.<br /><i>Selina Birke (17),  Bad Homburg</i> 
<b>Geht respektvoller  miteinander um!</b>
Meiner Meinung nach lässt in vielen Bereichen unseres Lebens der Umgang miteinander sehr zu wünschen übrig. In der Schule gibt es oft Jugendliche, die ihr Selbstwertgefühl steigern, indem sie es anderen nehmen: Sie „mobben“ sie regelrecht. Auch die Eltern sind häufig kein gutes Beispiel, wenn sie sich streiten und dann womöglich trennen. Das macht einen sehr nachdenklich und unsicher im Bezug auf sein eigenes späteres Leben. Auch ich habe öfter Differenzen mit meinem Bruder, da er – wie viele Jugendliche heutzutage – ein sehr unsoziales Verhalten an den Tag legt und sich mir gegenüber abschätzig verhält. Dieses ganze ständige Gestreite und schlechte Verhalten geht mir sehr auf die Nerven. Ich finde, wir sollten lernen, anständiger und respektvoller miteinander umzugehen.<br /><i>Till Gorr (15), Ockstadt </i>
<b>Facebook ist nicht alles!</b>
„Facebook“ ist seit ein paar Jahren total „in“. Viele fühlen sich gezwungen mitzumachen. Ich persönlich sehe es dagegen nicht als ein Muss an. Auf der einen Seite ist es super, da man mit Freunden und Bekannten, die im Ausland leben, in Kontakt bleiben kann und alte Freunde wiederfindet. Einige junge Leute geben aber viel zu viel von sich preis. Es scheint außerdem wichtig zu sein, mindestens 200 „Freunde“ zu haben, von denen man höchstens die Hälfte wirklich kennt. Ich denke, es wird maßlos unterschätzt, was durch Facebook alles ausgelöst werden kann: Neid, Spionage etc. Ich schaffe es auch so, mit anderen Leuten in Kontakt zu bleiben, und kann daher gut auf Facebook verzichten.<br /><i>Teresa Streicher (18), Freiburg</i>
<b>Wir sollten dankbarer sein</b><br /><br /> Mich macht unzufrieden, dass wir so oft unzufrieden sind. Wir haben materiell gesehen alles, was wir zum Leben brauchen. Wahrscheinlich bilden wir uns deswegen oft ein, dass wir nicht genug haben. Natürlich gibt es wirkliche Schwierigkeiten im Leben, über die man sich auch aufregen sollte. Aber meistens werden kleine Probleme viel zu groß gemacht. Vielleicht wollen wir ja unzufrieden sein. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen an Menschen, die mit fast nichts leben und trotzdem strahlen können. Dankbarkeit für all das, was wir haben, ist am allerwichtigsten. Das müssen wir lernen.<i><br />Marie Janssen (16), Barmstedt</i> ]]></content:encoded>
			<category>Lebensart</category>
			<category>Top Thema</category>
			
			Redaktion
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 11:02:08 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mama, es tut mir leid!</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/mama-es-tut-mir-leid.html</link>
			<description>Heute ist Muttertag. Der Tag, an dem 5-Jährige aus dem Kindergarten Gebasteltes mitbringen und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Ein Hinweis vorab: Diesen Text habe ich nicht selber geschrieben. Ich bin zwar schon fast 20 Jahre alt. Aber ich kann mich nicht verständlich machen. Denn ich liege seit 15 Jahren nach einer Hirnblutung im Wachkoma. Meine Schwester Lara (22) hat mir geholfen, meine Gedanken – wie sie sie vermutet – aufzuschreiben – weil doch Muttertag ist. 
<b>Richtig würfeln kann ich ja auch nicht </b>
Ich bin froh über meine Mama – und meinen Papa. Die beiden schauen regelmäßig – meist dreimal in der Woche – bei mir in der „Kinderinsel“ vom Deutschen Roten Kreuz in Siegen vorbei. Sie bleiben zwei oder drei Stunden. Und sorgen für Abwechslung. Sie spielen mit mir – „Mensch ärgere Dich nicht“ oder andere Spiele. Man platziert die Würfel so in meine Hand, dass sie herausfallen können. Denn richtig würfeln kann ich ja auch nicht.&nbsp; 
<b>Mama hat eigentlich immer recht </b>
Vor allem meine Mama erzählt mir von zu Hause, den Nachbarn, der Baptistengemeinde, in der ich aufgewachsen bin und in der man oft für mich betet. Sie spricht oft über früher – bevor ich krank geworden bin. An manche Ereignisse kann ich mich noch erinnern. Dann werde ich ganz aufgeregt und mein Puls steigt. Papa macht oft Ausflüge mit mir – ich sitze dann im Rollstuhl. Wenn Mama wüsste, was da immer passiert – sie würde sich wohl noch mehr Sorgen machen. Schon dreimal sind die kleinen vorderen Räder auf Holperwegen einfach abgebrochen. 
Zwischen Mama und mir herrscht eine ganz tiefe Verbundenheit. Das hat sich so entwickelt. Sie braucht mich nur anzuschauen, und schon weiß sie, was mir neben meiner Grunderkrankung im Kopf sonst noch fehlt. Denn oft habe ich Lungenentzündungen, Harnwegserkrankungen, Ohrenschmerzen. Das kommt davon, wenn man 15 Jahre im Bett liegt. Inzwischen fragen sogar die Ärzte und Pflegerinnen meine Mama immer wieder um Rat, wenn sie nicht weiterwissen, weil es mir schlechter als sonst geht. Mein Kopf ist dann ganz rot, mein Puls steigt, oder ich kriege nur ganz schlecht Luft – trotz der Beatmungsmaschine, die dafür sorgt, dass ich überhaupt noch am Leben bin. Eigentlich hat Mama immer recht. 
<b>Ohne meine Mama geht es nicht! </b>
Die Antibiotika, die mir gegeben werden, wirken nicht immer. Denn ich habe dagegen Widerstand entwickelt. Aber Mama macht mir Mut, weiter zu kämpfen. Es tut mir gut, ihre vertraute Stimme zu hören, wenn sie mir aus Büchern vorliest oder erzählt und dabei meine Hand hält oder mich streichelt. 
Es tut mir leid, dass meine Krankheit dazu geführt hat, dass meine Eltern sich um mich so viele Sorgen machen. Das ist wohl menschlich. Dabei könnten sie viel gelassener sein. Weil doch in der Bibel eine Verheißung steht: „Alle eure Sorge werft auf ihn. Er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,9). Diese Glaubenszuversicht wünsche ich auch Euch! ]]></content:encoded>
			<category>Beziehung</category>
			<category>Top Thema</category>
			
			Redaktion
			<pubDate>Fri, 10 May 2013 16:15:17 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein cooler Kirchentag, aber ohne Tiefgang</title>
			<link>http://www.idealisten.net/beitrag/article/ein-cooler-kirchentag-aber-ohne-tiefgang.html</link>
			<description>Von Fairtrade über Fairplay bis hin zu Facebook waren viele Themen im „Zentrum Jugend“ auf dem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Die U-Bahn ist brechend voll. Von hinten wird geschoben und gequetscht. Jeder will mit. Mittendrin ein verwirrter Engländer. Er habe sich doch nur Hamburg angucken wollen. Er fragt den Teenager neben ihm, was denn hier bloß los sei? Der erklärt ihm strahlend: „Church Day!“ Hier sei man von einer Menge anderer Christen umgeben, fühle sich in einer riesigen Gemeinschaft, und die Konzerte seien natürlich richtig genial, sagt der Junge dem interessierten Briten. So ein Kirchentag, das sei einfach cool.
Wir sind auf dem Weg zum „Zentrum Jugend“ in Hamburg-Harburg – etwa 20 Minuten Fahrtzeit außerhalb der Innenstadt. Die Wege, die man hier in Hamburg jeden Tag zurücklegen muss, um von einem Veranstaltungsort zum nächsten zu kommen, sind weit. Trotzdem ist das „Zentrum Jugend“ gut besucht. Der strahlende Sonnenschein tut sein Übriges. Auf allen Mauern, Bänken und Treppen sitzen und liegen Jugendliche mit großen Sonnenbrillen, blauen Kirchentagsschals und Smartphones in der Hand. Zum ersten Mal bieten die Veranstalter eine „Kirchentags-App“ an – ein Renner bei den Jugendlichen. Mit wenigen Klicks auf dem Handy ist die richtige Veranstaltung samt Ort und Anfahrt gefunden.
<b>H&amp;M-Manager wurde ausgebuht</b>
Am Donnerstagmorgen wird das Zentrum mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Faire Kleidung“ eröffnet. 1.100 Jugendliche und junge Erwachsene sind gekommen, um sich anzuhören, was Alexander von Aufschnaiter zu sagen hat, Manager für Nachhaltigkeit der schwedischen Modekette H&amp;M. Nach seinen Worten produziert H&amp;M fair, lässt keine Kinderarbeit zu und überprüft die Fabriken seiner Zulieferer regelmäßig. Die Jugendlichen sind davon nicht überzeugt. Viele sind einfach nur „anti“. Sie buhen den Manager aus. Beim Hinausgehen frage ich den 15-jährigen Jakob Döring aus Dresden, ob er in Zukunft weniger bei H&amp;M einkaufen will. Nein, er gehe weiterhin zum Moderiesen: „Für uns zählt am Ende eben doch der Preis. Und eine günstige Alternative gibt es einfach nicht.“
<b>Politiker und Gottesdienste</b>
Diskutieren und kritisieren ist aber überall im Trend. Natürlich spielt auch der Prominentenfaktor eine Rolle: Den Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière möchte man gerne mal aus der Nähe sehen. Und der CVJM macht es möglich: Bei einem sogenannten „Eckengespräch“ können die jungen Leute hautnah an den Politiker herankommen und ihn 15 Minuten lang ausfragen. Das Gespräch dreht sich um Rüstungsexporte. Einige Jungen wollen nicht lockerlassen und reiten lange auf dem Thema herum. Mit Christentum hat das wenig zu tun. Am Ende bleibt nur noch für eine Frage zur Christenverfolgung Zeit.
Auf den Bühnen im Freien und in den Kirchen bieten Jugendgruppen aus ganz Deutschland zur Mittagszeit die Möglichkeit, zum Gottesdienst einzukehren – freilich ohne Stille. Denn auch die Gottesdienste leben vom Mitmachen: Aktion, Tanz und Erlebnis sind gefragt. Es geht aber nur um soziale Netzwerke im Internet, um Nahrung – fairtrade versteht sich – und um viele andere Dinge, von denen ein Jugendlicher angeblich so furchtbar viel braucht.
<b>So viel du brauchst – von allem möglichen</b>
Das Kirchentagsmotto ist im „Zentrum Jugend“ überall präsent. Die Organisatoren haben sich Mühe gegeben, sämtliche Angebote unter die Losung zu stellen. Es geht um die Fragen, was ich brauche, mein Nächster und unsere Welt für morgen. Darunter lässt sich eine Menge fassen. CVJM-Gruppen haben den Gebrauch des Slogans perfektioniert: Sie bieten Workshops an – „Porträtfotografie, soviel du brauchst“; „Art Attack, so groß du kannst“ und mehr. 
<b>Die Jugendlichen suchen ... </b>
Mitten auf dem Sportplatz des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, das den Kern des „Zentrums Jugend“ bildet, ist eine große blaue Plakatwand aufgestellt. Den jungen Kirchentagsbesuchern wird die Frage gestellt, was sie eigentlich brauchen? Hunderte greifen zum Stift. Die Antworten sind einfach: Liebe, Freude, die Mutter – aber auch Gott und Jesus werden genannt. Das sind also die Themen, die junge Menschen beschäftigen. Auch Sanja Ahrens (20) aus Kiel erklärt mir: „Das Wichtigste, was ich brauche, sind meine Mitmenschen. Gerade wenn wir Christen uns gegen Vorurteile durchsetzen müssen, ist es gut zu wissen, dass so viele Menschen an unserer Seite stehen.”
<b>... und die Veranstalter antworten</b>
Auch ein Turm aus kleinen Bauklötzen, der mitten auf dem Sportplatz stetig in die Höhe wächst, erzählt – beschrieben von Jugendlichen – von Liebe und Glaube. Doch was tun die Kirchentagsveranstalter? Sie antworten mit Nachhaltigkeit, Fairtrade-Produkten und Sambatänzen. So ist die Diskrepanz zwischen dem, was junge Menschen suchen und brauchen, und dem, was die Kirchentagsmacher als Antwort liefern, groß. Statt geistlicher Aspekte werden weltliche Themen in den Mittelpunkt gestellt, die sicherlich eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Sie liefern jedoch nicht die Antwort auf das, was der einzelne Mensch für sich, sein Leben und seine Seele braucht.
<b>Kirche muss mehr sein</b>
Für Jugendliche Angebote zu finden, die sich nicht nur um Gott und Jesus drehen, ist für einen Kirchentag, der nach außen wirken möchte, wichtig. Aber alle weltlichen Themen, die Menschen mobilisieren, nutzen wenig, ohne die Brücke zum christlichen Glauben geschlagen zu haben. Der Kirchentag war bunt, sonnig, interessant und cool. Aber es geht eben nicht immer nur darum, cool zu sein. Das kriegen die meisten Jugendlichen auch von ihren Eltern beigebracht. Kirche hat das ebenso wenig nötig. Kirche muss mehr sein. Kirche muss mit dem Wort antworten.]]></content:encoded>
			<category>Glaube</category>
			<category>Top Thema</category>
			
			Redaktion
			<pubDate>Tue, 07 May 2013 15:17:28 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>