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JohannesSchüller


  • Beitrag geschrieben am 31.10.2010

    Ruhm und Geld für Alle

    Auch heute ist Berühmtheit kein Zufallsprodukt. Zwar wirken die Teilnehmer von „Deutschland sucht den Superstar“, „Big Brother“ und Christian Rachs Kochshows wie 0815-Bürger. Meist sind sie auch ebenso schnell verschwunden, wie sie gekommen sind. Doch dahinter steckt weder Zufall noch mangelndes Talent, sondern der permanente Kampf um die Währung Aufmerksamkeit. Warum das so ist, erklärt der Interviewband „Die Casting-Gesellschaft“. Dabei wird deutlich: die „Demokratisierung der Prominenz“ bringt weder Auslese noch Qualität. Beitrag lesen
  • Beitrag geschrieben am 20.9.2010

    Anschlag auf die Kindheit

    Kindheit und Jugend sind ein geschützter Raum. Literarische Traditionen, die sie als solche verteidigen, finden sich in der deutschen Literatur von Joseph von Eichendorffs „Willkommen und Abschied“ über Herrmann Hesses „Narziss und Goldmund“ bis hin zu Clemens Meyers Roman über eine Jugend in Leipzig, „Als wir träumten“. Die skandinavische Jugendliteratur hinterfragt öfters diese Idylle. Genannt seien nur Jostein Gaarders Bücher „Sofies Welt“ und „Das Orangenmädchen“. Auch die Dänin Janne Teller unternimmt mit ihrem Gleichnis „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ einen Anschlag auf das romantische Ideal der Kindheit. Beitrag lesen
  • Beitrag geschrieben am 6.6.2010

    Skurril isländisch: Helgasons neuer Roman

    Auch Aschewolken haben ihr Gutes. Denn kurzweilig geriet wieder eine Insel in den Mittelpunkt, der lange Zeit zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Doch es bedarf nicht einmal des unaussprechlichen Vulkans Eyjafjallajoküll. Allein die Lektüre von Hallgrímur Helgasons Roman mit dem ebenfalls zungenbrecherischen Titel „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“ hätte genügt, Neugierde für das einzige Land Europas ohne Waffenläden zu wecken. Beitrag lesen
  • Beitrag geschrieben am 5.5.2010

    Deutsche Wilde in China: Jörg-Uwe Albigs „Berlin Palace“

    Chinas Unternehmen expandieren nach Afrika. 2008 beispielsweise steigerte die Volksrepublik ihre Investitionen in den Kontinent auf 4,2 Milliarden US-Dollar. Es könnte also eine durchaus realistische Zukunft sein, die Jörg-Uwe Albig in seinem Science-Fiction-Roman „Berlin Palace“ beschreibt. LCD-Wände übertragen dort Fußballspiele aus dem Mao-Zedong-Stadion im afrikanischen Sansibar. Denn China hat im Jahr 2032 nicht nur die Exportnationen Deutschland und USA in Afrika abgelöst, sondern lockt auch deutsche Gastarbeiter in die Volksrepublik. Beitrag lesen