Wozu brauchen wir interreligiöse Feiern?

In vielen österreichischen Schulen werden Schulgottesdienste durch interreligiöse Feiern ersetzt. Was ist das Ziel?
  • Foto: Pixelio/Rainer Sturm

 

Immer mehr werden christliche Gottesdienste in den Schulen abgeschafft und zu interreligiösen Feiern umgemodelt. Unter dem Beisein von Priestern, Pfarrern, Religionslehrern, Imamen usw. wird ein religiös tituliertes Programm vollzogen.Wenn man hinterfragt, warum dies gewünscht sei, dann wird man viele nette Argumente vorfinden. "Wir wollen niemanden ausschließen." "Wir möchten eine gemeinsame Feier." "Wir möchten die Gemeinsamkeiten (welche?) in den Vordergrund stellen." "Wir möchten die Kinder mit Migrationshintergrund einbinden." Naturgemäß kommt hört man von jenen, die Gott nicht kennen, auch das Argument: "Wir beten ohnehin zu demselben Gott."

Konsequentes Verschweigen des eigenen Glaubens

Wesentliches Merkmal dieser interreligiösen Feiern muss das konsequente Verschweigen und Verdrängen des eigenen Glaubens sein. Oft ist er ja auch nur auf dem Papier und in kulturellen Riten vorhanden, denen es an Inhalt und Wertigkeit mangelt. Es ist das Dilemma der sich aufgeklärt wähnenden Gesellschaft: Wie pflege ich Beziehung in Freundschaft und Nächstenliebe? Darf ich als Christ missionarisch sagen, Jesus ist Weg, Wahrheit und Leben, niemand kommt zum Vater denn durch Ihn? Oder muss ich darauf verzichten? Muss ich meinen Glauben zu Hause lassen? Muss ich mich aus falsch verstandener Nächstenliebe der Beliebigkeit hingeben? (Um es klar zu sagen: die Bibel sagt dazu ein ganz eindeutiges Nein. Der Koran erlaubt den Schein der Beliebigkeit und der Toleranz, aber nur vorübergehend als Lüge zum Zwecke seines eigenen Machtgewinns.)

Die Verbreitung des Glaubens mit Gewalt

Kaum wird ein moslemischer Imam in der interreligiösen Feier die Aussagen des Koran über die "Ungläubigen" artikulieren, er wird nicht die Geschichte der Ehebrecherin im Koran erzählen, welche nach Geburt ihres unehelich geborenen Kindes von dem Islam verherrlichten Mohammed eigenhändig erwürgt wird. Er wird nicht über die Massaker berichten, mit welchen sich Mohammed religiöse und politische Macht mit Blut erkämpfte und Menschen zuhauf ermordete und die Verbreitung des Glaubens mit Gewalt zum Dogma machte. Der Imam wird auch nicht über die Minderwertigkeit der Frauen sprechen, darüber, dass nur die Frau die Schuldige sein kann, wenn ein Mann sich an ihr vergeht, er wird nicht erzählen, dass moslemische Gelehrte in Saudi-Arabien 15 Mädchen in einer brennenden Schule einsperrten und diese qualvoll verbrennen mussten, weil sie kein Kopftuch und keinen Schleier trugen, und so nicht ins Freie gelangen durften. Er wird auch nicht zum Jihad aufrufen. Er wird auch nicht verbreiten, dass der Islam eine Politreligion sei und eigentlich mit Demokratie und westlich verstandenen Menschenrechten wenig oder gar nichts gemein hätte.

Bloß nicht verschrecken

Der Imam wird auch nicht erzählen, unter welchen Bedingungen Menschen in jenen Ländern leben, die die bei uns gebauten Moscheen finanzieren, z.B. Saudi-Arabien, wo ein Moslem, wenn er Christ wird, mit dem Tode bestraft wird. Er wird auch nicht sagen, dass die meisten Moslems in Europa leben, weil die moslemischen Gesellschaften (auch trotz ihres Ölreichtums) es nicht geschafft haben, lebenswerte Gesellschaften aufzubauen und nur die Flucht blieb. Er wird daher auch nicht sagen, dass er sich eine moslemische Gesellschaft wünscht. Das würde wohl verschrecken. Er wird sich auch hüten, das islamische Glaubensbekenntnis zu rezitieren.

Die große Freiheit Gottes

Unsere Pfarrer und Religionslehrer wiederum werden in der Feier mit dem Imam konsequent die Gottessohnschaft Jesu verheimlichen. Sie werden auch nicht im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes beten. Auch über die Vergebung der Sünden durch Jesu Tod und Auferstehung wird kein Wort verloren. Dass Jesus die Ehebrecherin vom Tode verschonte, wird er auch geflissentlich bei sich behalten. Er wird auch nicht darauf hinweisen, dass es Gottes Freiheit ist, welche uns in Europa bislang Meinungs- und Rede- und Gewissensfreiheit gewährleistet hat, weil viele Gebote der christlich-jüdischen Bibel in die Gesetzgebung eingeflossen sind, und es die große Freiheit Gottes ist, dass wir auch anderen Religionen und allen Menschen genau diese Freiheit gewähren. Er wird nicht betonen, dass bei uns Menschen nicht getötet werden, die zum Islam übertreten.

Formen wir eine neue Religion?

Jesu Wiederkunft in Herrlichkeit wird in dieser Feier ein Tabu sein, auch die Verfolgung der Christen und das Kirchenbauverbot in den moslemischen Ländern. Da hat jegliche Solidarität mit den verfolgten Christen sein jähes Ende. Was ist eine interreligiöse Feier? Wem wird gehuldigt? Wer ist der Gott? Ist es Allah? Ist es der Dreieinige? Ist es ein neuer Gott? Weder der Gott des Islam noch der Gott des Christentums? Formen wir gerade eine neue Religion? Oder sind es wir Christen, die sich der drohenden Gewalt der Moslems beugen und ihnen praktisch zuvorzukommen versuchen? Ist es der Drang der Menschen, sich der Gewalt zu beugen, so wie es selbstverständlich war für alle Völker unter der Herrschaft Roms, den Kaiser anzubeten?

Die Frohe Botschaft wird verwehrt

"Wir akzeptieren Euren Gott, dafür tut ihr uns keine Gewalt an!" Jedenfalls wird unseren Kindern von nun an in interreligiösen schulischen Feiern die FROHE BOTSCHAFT, die christliche Botschaft, JESUS, verwehrt. Unsere Kinder werden dahingehend manipuliert, dass letztendlich Jesus ohnehin nicht die Wahrheit sei (das ist ja für die Mehrheit der Menschheit auch in unseren Breiten anmaßend), dass es keinen lebendigen Gott, keinen Auferstandenen gibt, es vollkommen egal sei, an wen man glaubt. Es werden keine fröhlichen Jesus-Lieder mehr gesungen, nicht in die Hände geklatscht, um sich über seine Auferstehung zu freuen, es wird keine Oster- und Weihnachtsbotschaft geben, auch kein Glaubensbekenntnis.

Schulen als Entscheidungsträger theologischer Fragen

In Österreich drücken sich die Kirchen um klare Aussagen. Es sei den Schulen überlassen, den Direktoren, wie sie es halten. Die Schulen generieren sich zu Entscheidungsträgern theologischer Fragen. Diese sollten dies dann mit den Religionslehrern und Imamen diskutieren. Das Interessante daran ist, dass die Mehrheit der Pflichtschuldirektoren und Religionslehrer weiblich sind, und Frauen für Imame nur den Rang haben, der ihnen im Islam zusteht. Daher findet hier ja zumeist gar kein wirkliches Gespräch mit dem Imam statt, mit Verlaub. Gegnern der Aufgabe christlicher Botschaft zugunsten einer nicht definierten Drittreligion oder der Unterwerfung unter die Spielregeln des Islam wird oft Intoleranz, Engstirnigkeit und Abgehobenheit vorgeworfen. Es kann noch weitergehen: die "political correctness" kann Toleranz, Respekt und die Akzeptanz gegenüber jenen, welche die biblische Botschaft Wert halten, unter Umständen verbieten. Dies geschieht nicht überall, aber immer öfter. Wozu interreligiöse Feiern? Wem nützt es? Was will man damit erreichen? Sollen unsere Kinder zugunsten einer "political correctness" zu einer Beliebigkeit und Unverbindlichkeit gegenüber der christlich-biblischen Botschaft erzogen werden?

Wir alle zahlen den Preis

Kann man Gemeinsamkeiten, Freundschaft und Nächstenliebe nicht auch außerhalb religiöser Feste feiern und genießen? Ja! Muss es eine religiöse Feier sein, um Angenommensein zu demonstrieren? Ein klares Nein! Schulen können ihre Offenheit auch anders demonstrieren, es kann anders geartete Abschlussfeste geben, Spiele, Ausflüge, wie auch immer. Wenn Jesus und die biblische Botschaft der Maßstab unseres Handelns sind, kann eine interreligiöse Feier im Sinne des 1. Gebotes nur falsch sein. Nur wer glaubt, die Bibel sei beliebig interpretierbar, wird einem fremden Gott die Ehre erweisen und die Kinder verführen. Die Welt, die Kinder, die Gesellschaft werden den Preis dafür zu zahlen haben.

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3 Kommentare wurden bereits abgegeben

  • 3.  
    schrieb am 21.07.2010 14:44

    Ok, dein Text hört sich zwar gut an, aber so wirklich mit dem Thema hast du dich aber nicht auseinander gesetzt.

    1. in der Bibel gibt es genauso viel Gewalt wie im Koran. Ich geh' mal davon aus, dass du das AT nicht gelesen hast, sonst würdest du wissen, dass dort ganz deutlich steht: Ehebrecherinnen steinigen, und Leute umbringen die Holz am Samstag sammeln. wo wir wieder bei 2. sind:

     

    2. Beliebigkeit. wie wir am Beispiel der Ehebrecher sehen, ist die Bibel voller Widersprüche: im AT heißt es, Ehebrecher sollen gesteinigt werden, Jesus sagt aber was anderes. Dann heißt es immer, so etwas sei "symbolisch zu interpretieren" so wie das von Adam und Eva (wenn das wirklich so war fress ich nen Besen!), aber dass Jesus uns errettet hat ist auf einmal nicht mehr symbolisch.

    Also was stimmt jetzt? Wer ist jetzt eigentlich beliebig?

    Bibel und Koran sind in gewisser Hinsicht gleich: sucht man Frieden, findet man Frieden, sucht man Gewalt findet man sie auch!

     

    Das gesamte Christentum ist bereits eine zusammengewürfelte Religion: die Vorstellung vom großen Mann mit Rauschebart haben wir von den Griechen übernommen (Zeus), Weihnachten und Ostern haben wir von den Kelten übernommen, nur haben die frühen Christen den Anlass für die feiern umgewechselt (schon mal in der Bibel was von einem Osterhasen oder Weinachtsbaum gelesen? - ich nicht!)

     

    Ich könnte jetzt noch weiter ausschweifen, warum Religion im Allgemeinen lächerlich ist, aber das würde die Box sprengen.

    Religion ist wenn dann absolut privat! Das hat weder im Beruf, noch in der Schule was verloren. Solche Feierlichkeiten können wir uns sparen!

     

    Bitte belehre mich etwas Besseres!

    mfg

    Amnael, Atheist

  • 2.  
    schrieb am 01.06.2010 20:45

    Ich finde diese zunehmende Vermischung der Religionen widerlich. Man kann miteinander reden, aber nicht gemeinsam Gottesdienst feiern, wenn man völlig unterschiedlich glaubt!

  • 1.  
    schrieb am 26.05.2010 10:34

    Danke für den mutigen und wichtigen Beitrag!

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