Wie kann ich ein guter Freund sein?
Du wünschst Dir Freunde, die Dich trotz all deiner Macken lieben? Dann lerne selbst ein solcher Freund zu sein. Wir geben Dir fünf Tipps, wie das funktionieren kann.
1. Ein Freund ist treu
Die Bibel fordert Dich dazu auf, zu jeder Zeit zu Deinen Freunden zu stehen (Sprüche 17,17) – also nicht nur, wenn Du Spaß mit ihnen hast und alles problemlos läuft. Sondern auch, wenn der andere durch Krisen geht oder sich durch negative Einflüsse verändert. Wenn Du Dich einmal für eine Freundschaft entschieden hast, dann bedeutet das: Sei für die Person da – auch dann, wenn Dich ihre Lage oder Charaktereigenschaften manchmal herausfordern. Aber ziehe Grenzen, wenn Dich etwas überfordert.
2. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft
Freundschaften leben von liebevollen Gesten. Deshalb höre aufmerksam zu und beobachte gut, was der andere mag. Als Mädchen kannst Du beispielsweise die Lieblingsschokolade Deiner Freundin mit einer ermutigenden Karte in ihrer Handtasche verstecken oder sie zum Mädelsabend ins Kino einladen. Als Junge kannst Du Deinem Freund eine aufbauende SMS schreiben oder ihn mit Konzertkarten für seine Lieblingsband überraschen. Spare auch nicht mit Ermutigungen, denn „freundliche Worte sind wie Honig - süß für die Seele und gesund für den Körper“ (Sprüche 16,24). Wenn es Dir schwer fällt, anderen Gutes zuzusprechen, fang doch an, mit kleinen Komplimenten in Deiner Familie zu üben.
3. Guter Rat ist Gold wert
Freundschaften sollten sowohl zur Ermutigung als auch zum charakterlichen Wachstum dienen. „Süß ist der Freund, der wohlgemeinten Rat gibt“, sagt die Bibel (Sprüche 27,9b). Zuspruch und Belehrung schließen einander nicht aus. Bist Du als Freund bereit, Kritik zu äußern oder hast Du zu viel Angst davor, die Freundschaft dadurch zu zerstören? Und auch umgekehrt gilt: Gib Deinen Freunden die Freiheit Dich zu kritisieren, ohne dass sie Streit oder Ablehnung befürchten müssen. Ihre Ratschläge und Zurechtweisungen können Dir helfen, charakterlich reifer zu werden. Wenn Du Dich zu jeder Zeit geliebt weißt, kannst Du Kritik ohne Angst aussprechen und annehmen.
4. Geteilte Freude ist doppelte Freude
Die Bibel berichtet von einer Frau, die zu ihren Nachbarinnen und Freundinnen läuft, nachdem sie ein verlorenes Geldstück wieder gefunden hat. Sie ruft: „Freut euch mit mir!“ (Lukas 15,8-9). Freude vermehrt sich, wenn Du sie mit anderen teilst. Deshalb freu Dich von Herzen für die Erfolge und Beziehungen Deiner Freunde. Oder hast Du mit Neid und Eifersucht zu kämpfen? Wenn das der Fall ist, darfst Du diese Dinge vor Gott bringen – und sie ehrlich vor Deinen Freunden ansprechen. Auch gilt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Deshalb trage die Sorgen und Probleme Deiner Freunde mit. Und sei selbst bereit, nicht nur über Deine Erfolge, sondern auch über Deine Niederlagen zu sprechen.
5. Wo Liebe fehlt, erblickt man alle Fehler
Auch Freunde können Dich manchmal verletzen. Kein Freund ist perfekt. Doch „wer Freundschaft halten will, verzeiht Unrecht; wer es immer wieder auftischt, zerstört sie“ (Sprüche 17,9). Lässt Du Dir kränkende Worte und Situationen immer wieder durch den Kopf gehen oder bist Du bereit, zu verzeihen? Verletzungen solltest Du ansprechen und vergeben. Danach haben sie kein Recht mehr, die Freundschaft zu belasten. Wenn Du einen Fehler gemacht hast, mach einen Schritt auf den anderen zu. Und sei auch bereit, als erster zu vergeben.
Eine spannende Geschichte über selbstlose und aufopfernde Freundschaft kannst Du in 1. Samuel 18-20 lesen.


