Und was ist mit den Werten?
In der heutigen Zeit muss man tolerant sein. Das sagen einem die Leute, die Medien, jeder. Sicher, in Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, aber wagt man es, sich kritisch über z. B. manche Lebenseinstellungen, Weltanschauungen oder Homosexualität zu äußern, wird man schnell als intolerant abgestempelt. Und was ist mit Werten?
Toleranz ist wohl etwas Gutes. Man sollte andere Menschen und deren Einstellungen tolerieren, vor allem respektieren. Doch wir leben in einer Zeit, in der die Grenze von Toleranz zu Wertelosigkeit oft überschritten wird. Können Christen z. B. sagen, Homosexualität ist etwas Gutes? Nein, Gott sagt deutlich, dass es Sünde ist. Und auch der klare Menschenverstand sagt einem doch, dass Homosexualität nicht normal, nicht von Gott gewollt ist, oder? Natürlich hat man nicht das Recht, andere Menschen oder Homosexuelle zu verurteilen. Ich selbst kenne einige Homosexuelle – und ich schätze sie als Menschen total und würde mir niemals anmaßen, sie in irgendeiner Form zu verurteilen. Trotzdem bin ich z. B. gegen die Homo-Ehe. Die Ehe ist ein von Gott gewollter Bund fürs Leben. Doch Homosexualität ist nicht von Gott gewollt. Jedem ist es wohl selbst überlassen, darüber zu denken, was er will und seine Empfindungen auszuleben, wie er es für richtig hält. Aber man muss doch offen seine Meinung zu dem Thema äußern dürfen und das Recht haben, nicht alles für richtig erklären zu müssen? Das Recht, andere persönlich anzugreifen, zu verletzen oder zu verurteilen hat man dagegen nicht. Es ist allein Gottes Aufgabe und Gottes Recht, zu urteilen.
Abtreibung nicht tolerieren
Und wie sieht es mit Abtreibung aus? Die meisten Leute sind traurigerweise der Meinung, es ist Sache der werdenden Mutter, zu entscheiden, ob sie ihr Kind zur Welt bringen möchte, oder nicht. Gibt es irgendein logisch begründetes Argument, dass Abtreibung kein Mord ist? Es gibt keinen Zweifel daran, dass es Mord ist. Trotzdem wird man oftmals als intolerant bezeichnet – sogar stark angegriffen, wenn man Abtreibung nicht „tolerieren“ will und kann.
Dann gibt es noch das Thema Religionen und Sekten. Jeder sollte das Recht haben, an das zu glauben, an was er will. Aber was ist, wenn manche Religionen Ihren „Anhängern“ Morde vorschreiben, sollte z. B. jemand aus der Familie es wagen, zu einer anderen Glaubensrichtung überzugehen? Kann man so etwas tolerieren? Bei Sekten ist es ähnlich, so ist es beispielsweise lebensgefährlich, bei Scientology auszutreten.
Werte haben keine hohe Priorität mehr
Doch bei all dem Geschrei nach mehr Toleranz auf der Welt – wo sind eigentlich die Werte geblieben?... Werte haben in vielen Lebensbereichen keine so hohe Priorität mehr. Sie sind altmodisch, werden oftmals sogar als lächerlich dargestellt. In den Medien ist von Werten kaum die Rede, „Hauptsache Spaß und Freiheit haben“ ist das Motto. Und da auch wir Christen in dieser Welt leben, ist es schwierig, nicht von der Welt und deren Moral- oder Nicht-Moral-Vorstellungen beeinflusst zu werden. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder vor Augen zu führen, wie wichtig Werte sind – gerade auch in der heutigen Zeit. Als Christ sollte man versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Was sind Werte? Die Gebote der Bibel beschreiben sie wohl am besten. Gott möchte uns ja nicht in unserer Freiheit einschränken, sondern uns schützen.
Werte: Im Beruf unerlässlich
Auch im Berufsleben sind Werte unheimlich wichtig. In so gut wie jeder Branche gibt es Korruption, Lügen, Geldgier, Mobbing und vieles Schlechtes mehr. In den meisten Kreisen wird tatsächlich die Ansicht vertreten, dass man im Business lernen muss, auf niemanden Rücksicht zu nehmen, um seine Interessen profitorientiert durchsetzen zu können. Menschlichkeit und Gefühle bleiben da meistens auf der Strecke. Besonders wichtig ist es da natürlich, die christlichen Werte nicht aus den Augen zu verlieren und sich der Allgemeinheit nicht anzuschließen. Gerade auf der Führungsebene werden Menschen und Manager gebraucht, die mit gutem Beispiel vorangehen, korrekt handeln und Werte vertreten. Das hat sich z. B. der „Kongress christlicher Führungskräfte“ zum Anliegen gemacht. Bei dieser 2-jährlich stattfindenden Veranstaltung geht es um dieses Thema. „Mit Werten in Führung gehen“ ist das Motto und beschreibt optimal, worauf es ankommt. Viele bekannte, hoch angesehene und erfolgreiche Referenten reden auf dem Kongress darüber, wie man ohne schlechtes Gewissen und mit Blick auf Werte und Anständigkeit auf der Chefetage überleben, ja sogar erfolgreich sein kann! Ich stehe voll hinter der Veranstaltung, weil es eine gute Sache ist – und so wichtig in unserer heutigen Gesellschaft! Es ist ja nicht schwer, zu beobachten, wie die beruflich-menschliche Situation stetig bergab geht – und alle Werte gehen gleich mit runter. Aber man kann dazu beitragen, dass sie nicht ganz verloren gehen, sondern, im Gegenteil, wieder gefragt sind!
Überhaupt sollte man immer versuchen, nach Gottes Werten und Maßstäben zu leben und nicht nach den Maßstäben der Welt. Das ist auf Dauer gesehen der einzige Weg, um im Berufsleben sowie privat glücklich zu werden. Toleranz ist eben nicht alles, denke ich.
4 Kommentare wurden bereits abgegeben
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4.schrieb am 11.01.2009 23:43
Halo Beatle!
Der Artikel ist aufs Wort genau so, wie ich es heutzutage auch empfinde und sagen würde. Ich möchte dir Mut machen, und Dir Gottes Segen wünschen.
Weiter so!!!!
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3.schrieb am 07.01.2009 00:32
Ich verstehe deinen Ansatz gut, aber er ist kurzsichtig.
Kurzsichtig einerseits, weil die Christen die ersten Opfer der Meinungsfreiheit waren. Denk bitte an das Dritte Reich, wo zu allererst den Christen die Ausübung ihres Glaubens verboten wird. Also wenn du forderst, die Toleranz einzuschränken, dann kann das ganz schnell auch gegen dich umschlagen. Nur als Geschichtshinweis.
Du kannst zu Sekten, Homosexualität und Abtreibung denken, was du willst. Die Frage ist aber, wo du das umsetzen willst. Du redest nämlich nicht über persönliche Werte und Ansichten, sondern über Umsetzung in der Gesellschaft. Wenn du denkst, die Homo-Ehe wäre schlecht, dann sei dir das gegönnt. Aber du willst doch, dass die Kirche oder der Staat diese Lebensform nicht fördern. Und das ist der Bereich, wo du in den Lebensbereich anderer Menschen eingreifst.
Ach übrigens: warum ist das eigentlich so offensichtlich? Und was ist der Unterschied von diesen zwei Sachen zu vorehelichem Sex, zu Krieg in Afghanistan/Irak/Küste vor Somalia etc. – deine Auswahl ist willkürlich.
Und du vermischt hier Werte/Tugenden mit Ansichten. Glaube, Liebe, Hoffnung – das sind die christlichen Tugenden – also Werte. Abtreibung abzulehnen ist dagegen kein Wert, sondern eine Einstellung. Zu GLAUBEN, was man nicht beweisen kann, das ist das originäre am christlichen Glauben. Immer mehr zu HOFFEN, je weniger wahrscheinlich etwas scheint – das ist ein christlicher Wert und das findest du sonst nicht. Ob der Irakkrieg dagegen gut oder schlecht ist, das ist eine Ansicht (den du am besten mit George W. Bush diskutierst, der sich dabei auf Gott beruft). Also ist dein Thema schon unscharf gewählt.
Ach: zur Diskussionskultur: natürlich sind wir im christlichen Forum, aber dass es keine Argumente pro Homosexualität, Abtreibung, Sekte und alle anderen christlichen Reizthemen gibt, das stimmt doch wohl nicht. Auch wenn du sie ablehnst, so nimm sie doch wenigstens zur Kenntnis!
Was ich mir wünschen würde wäre folgendes: trenne Werte und Ansichten. Schäle die christlichen Werte für dich raus (Glaube, Liebe, Hoffnung, Demut etc.), denn diese werden sich nie ändern. Deine Ansichten (pro/contra zu einem speziellen Thema) ändern sich hoffentlich, denn du lernst neue Leute kennen und neue Situationen. Um dafür gleich ein Beispiel zu bringen: Abtreibung bei Vergewaltigungsopfern, bei Lebensgefahr für die Mutter, bei medizinischer Indikation („nicht nur“ Behinderung, sondern z.B. offener Rücken etc.). Bei allem kann man gar nicht an Abtreibung denken? Und denke bitte nicht nur an dich – in vllt. stabiler familiärer Situation, sondern auch an ALLE Mitmenschen in ihrer jeweiligen Situation. Und dann noch an das, was sie an Unterstützung und Hilfe bekommen (von Staat, aber auch von den sich besonders aufspielenden Kirchen – die sind nämlich nachher ja immer recht wenig zu sehen, gell?).
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2.schrieb am 24.09.2008 11:10
Sehr fundamentalistisch ausgedrückt, aber nicht unbedingt in allem falsch.
Abtreibung ist schwierig, klar. Die 10 Gebote gelten aber wohl nicht für alle Christen, wie ich das verstehe. H. Bush hat da sicherlich im Himmel Sonderkonditionen, oder!?
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1.schrieb am 24.09.2008 11:09
Sehr fundamentalistisch ausgedrückt, aber nicht unbedingt in allem falsch.
Abtreibung ist schwierig, klar. Die 10 Gebote gelten aber wohl nicht für alle Christen, wie ich das verstehe. H. Bush hat da sicherlich im Himmel Sonderkonditionen, oder!?





