Wenn der Personaler per Skype anfunkt

Wer auf Jobsuche ist, muss heutzutage flexibler denn je sein – und das nicht nur bei Ort und Berufsbild. Längst setzen Unternehmen nicht mehr nur auf das klassische Bewerbungsgepräch. Ihre Vorauswahl trifft so manche Firma via Skype- oder Telefoninterview oder bei einem Job-Speed-Dating. Das spart Kosten, stellt den Bewerber aber auch vor neue Herausforderungen: er muss medienkompetent sein und sich gut verkaufen können.
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Die Bewerbung – ein Thema, an dem so schnell keiner vorbei kommt. Unter Umständen sogar mehrmals im Leben: Vor der ersten Festanstellung genauso wie bei Studienplatzvergabe oder Minijob. Sind alle Unterlagen vollständig eingereicht und ist ein erster guter Eindruck beim potentiellen Arbeitgeber entstanden, wollen die Arbeitgeber den Bewerber kennen lernen: Wie tritt er auf? Hat er soziale Kompetenz?

Wohnzimmer statt Personalbüro

Doch heutzutage fordern Unternehmen von ihren Bewerbern oft mehr als  gepflegtes Äußeres und selbstsicheres Auftreten. Medienkompetenz ist gefragt.  Anstatt den Bewerber zum Vorstellungsgespräch einzuladen, werden  Telefon- oder Skypeinterviews immer beliebter bei Unternehmen. Überzeugt der Bewerber in diesem ersten Gespräch, wird er zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch in die Firma eingeladen.

Was ist mit den Technikmuffeln?

Vorteile hat das für beide Seiten: Der Bewerber spart sich eine möglicherweise lange Anfahrt zur Firma, das Unternhemer kann eine Vorauswahl treffen und nur wirklich chancenreiche Bewerber zum zweiten Gespräch vor Ort einladen. Doch wenn zwischen einem und dem Gesprächspartner die Technik steht, kann das auch schnell die Chancen derjenigen vermindern, die weniger medienaffin sind. Um sich möglichst gut zu präsentieren, sollte man deshalb schon im Voraus beispielsweise Gesprächssituationen per Skype trainieren. Nur wenn man sich mit dem Medium einigermaßen sicher fühlt, bleibt genug Konzentration für das wichtige Gespräch.

Speed-Dating mit dem zukünftigen Chef

Letztendlich kann man sich im persönlichen Gespräch aber  doch einen besseren Eindruck vom Bewerber verschaffen. Um trotzdem möglichst viele Bewerber kennenzulernen, ohne viel Zeit zu verlieren, setzen immer mehr Firmen inzwischen auf eine Technik, die viele eher vom Flirten kennen: Speed-Dating. So veranstaltete die Universität Hannover beispielsweise schon ein solches Job-Speed-Dating, in dem Doktoranden potentielle Arbeitgeber kennenlernen konnten – ein Gewinn für beide Seiten. Aber auch Arbeitsämter setzten vermehrt auf diese Technik, um freie Stellen an Auszubildende, Hochschulabsolventen oder Langzeitarbeitslose zu vermitteln.

Doch egal ob Telefoninterview, Skype-Gespräch oder Speed-Dating: Eine gute Vorbereitung und eine gesunder Portion Selbstvertrauen sind das A&O.

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