Was soll ich fasten?

Für viele ist es zu einer guten Gewohnheit geworden, in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag zu fasten. Manche wollen abnehmen, den Körper entschlacken oder einfach zur Ruhe kommen. Andere brechen mit schlechten Gewohnheiten oder üben bewusst Verzicht, um sich mehr auf Gott auszurichten. Und wenn Du nicht so recht weißt, ob und was Du denn ab heute fasten sollst – wir haben da noch ein paar Anregungen für Dich.

 

Ein großes Projekt ist „7 Wochen ohne“ – eine Aktion der evangelischen Kirche, an der sich in den vergangenen Jahren jeweils rund 2 Millionen Menschen beteiligten. In diesem Jahr lautet das Motto: „Ich war’s! Sieben Wochen ohne Ausreden“. Wie das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main dazu mitteilt, will man Mut machen, sich zu eigenen Fehlern, Fehltritten und Versäumnissen zu bekennen und auf faule Ausreden zu verzichten. Ehrlichkeit sorge dafür, dass man glaubwürdig bleibe. Ein Fastenkalender begleitet die Teilnehmer mit sieben Wochenthemen durch die Passionszeit: „Warum hast du das getan?“, „Gott, sei mir Sünder gnädig“, „Fürchte dich nicht“, „Herrliche Taten“, „Es ist nichts verborgen“, „Er war tot und ist wieder lebendig“ und „Noch heute im Paradies“.

Aufs Auto verzichten

Zum „Autofasten“ rufen die Evangelische Kirche der Pfalz und das katholische Bistum Speyer auf. Die Teilnehmer sollten möglichst oft ihren Wagen stehen lassen und auf andere Verkehrsmittel umsteigen, so die evangelische Umweltbeauftragte Bärbel Schäfer und ihr katholischer Kollege Frank Hennecke. „Durch unser Mobilitätsverhalten können wir einen großen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz leisten“, sagt Schäfer. Wer mit dem Bus oder der Bahn fahre, trage zur Verringerung der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen bei. Die kirchlichen Umweltbeauftragten ermuntern auch dazu, kürzere Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. Wenn das Auto nicht zu ersetzen sei, solle man spritsparender fahren oder eine Fahrgemeinschaft bilden. Eine weitere umweltfreundliche Möglichkeit bestehe darin, dass sich mehrere Personen ein Auto teilen (carsharing).

7 Wochen anders leben

7 Wochen anders leben“ heißt die Fas­tenaktion des Vereins „Andere Zeiten“ (Hamburg). Wer faste, habe die Chance, sich selbst zu überraschen, heißt es: „Fällt es mir leicht, sieben Wochen auf Schokolade zu verzichten? Was entdecke ich, wenn ich täglich einen Psalm lese?“ Wer faste, schaffe sich selbst Freiräume. Zur Begleitung erhalten Teilnehmer der Aktion eine Broschüre und wöchentlich einen Brief mit Erfahrungsberichten.

Medienpause für Familien

Der Christliche Medienverbund KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) ermuntert Familien dazu, eine Medienpause einzulegen. Vom 9. bis 17. April sollen sie unter dem Motto „Offline aktiv sein – eine Woche mehr erleben“ auf Fernsehen, Computer, Internet und alle Bildschirm­medien verzichten. Die dadurch gewonnene Zeit sollten Familien miteinander gestalten, etwa mit einer Radtour, Treffen mit Nachbarn oder Gesprächen.

Himmelsstürmer beten & fasten

Unter dem Motto „Himmelsstürmer“ steht die Aktion „40 Tage beten und fas­ten für unser Land“. Sie wird seit 2004 vom „Runden Tisch Gebet“ der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation (Deutscher Zweig) durchgeführt. In diesem Jahr knüpft sie an die „Initiative Hoffnung 2011“ an, die von über 30 Jugendverbänden, freien Werken und Gemeinden getragen wird. Junge Menschen wollen die Liebe Gottes aktiv vorleben, etwa durch Krankenbesuche, Müllsammeln oder Renovierungen. Dies soll – neben der Fürbitte für Verantwortungsträger in Politik, Wirtschaft und Kultur – durch Gebet unterstützt werden. www.40tagebetenundfasten.de

Passionszeit bewusst wahrnehmen

Mit ihrer Aktion „7 Wochen mit“ will die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) einen Akzent zur bewussten Wahrnehmung der Passions- und Fastenzeit setzen. Sie ermutigt Christen, sich durch Gebet, Bibellese oder Meditation mehr Zeit mit Jesus zu gönnen. Täglich sollen dazu Andachten oder Gottesdienste gehalten werden.

 

 

 

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