Warum bin ich immer noch Single?
Warum bekomme ich eigentlich keinen Partner ab? Was stimmt an mir nicht? Was mache ich falsch? Kennst du diese Fragen? Daniel Just leitet für die christliche Familieninitiative „Team.F“ Seminare für Christen, die einen Partner finden wollen. Der 44-Jährige aus Lemgo weiß, an welchen Punkten es bei den Suchenden oft hakt. Für idealisten.net gibt er einige Tipps.
1. Der erste Eindruck zählt
Ein Sprichwort sagt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Deine Körpersprache und Dein Äußeres wirken weit mehr als das, was Du sagst. Wer sagt: Es kommt doch nur auf die inneren Werte an, hat nur bedingt recht. Im ersten Augenblick schließen wir vom äußeren Eindruck auf das Innere! Deshalb solltest Du darauf achten, wie Du Dich kleidest und dass Du Dich pflegst. Wenn Du auf der Suche nach einem Partner bist, ist es, als ob Du Werbung für Dich machst. Und zu einem guten „Produkt“ gehört eben auch eine schöne „Verpackung“.
2. Flirten kann man lernen
Für so manchen Christen scheint Flirten verpönt zu sein. Dabei drückst Du mit Flirten aus: Ich mag etwas an dir und bin an dir interessiert. Stell Dir vor, jemand kommt auf Dich zu und sagt Dir, was er an Dir besonders mag. Würdest Du das als abstoßend empfinden? Voraussetzung ist natürlich, dass es ernst gemeint ist. Flirten kann man übrigens lernen: Mache nächste Woche 5 Personen des anderen Geschlechts ein ehrliches Kompliment. Dafür solltest Du Dir überlegen: Was mag ich an dieser Person? Welche Eigenschaft gefällt mir gut?
3. Wie beginne ich eine Freundschaft
Die Grundlage einer guten Beziehung ist eine Freundschaft. Deshalb solltest Du gute „platonische“ Freundschaften zum anderen Geschlecht pflegen. Manchem fällt dabei das Kennenlernen schwer. Da hilft es herauszufinden, was den anderen interessiert. Auch wer zurückhaltend ist, kann Fragen stellen. Mit dem anderen in Kontakt zu kommen und Zeit zu verbringen, muss auch nicht immer zu zweit sein. In der Gruppe fällt das vielen leichter.
4. Missverständnisse beim Kennenlernen
Beim Kennenlernen von Mann und Frau kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Ein Beispiel: Melanie erzählt: „Ich bin total enttäuscht und verletzt. Ich habe immer wieder tolle Männer kennengelernt, mit denen ich mir ein gemeinsames Leben vorstellen konnte. Wenn sie mich fragten, ob wir uns befreunden wollen, habe ich im ersten Augenblick immer Nein gesagt – in der Hoffnung, sie würden weiter dranbleiben. Leider haben sich dann alle Männer zurückgezogen!“ Natürlich ergibt sich da die Frage: Wann ist ein Nein ein Nein – und wann ein Ja? Hier gilt es, ein Gespür zu entwickeln, welche Botschaft der andere mir wirklich senden will. In der Regel gibt es über das gesprochene Wort hinaus noch weitere Signale und Botschaften.
5. Meinen Lebenslügen auf der Spur
Die prägendste Zeit im Leben sind die ersten 6 Lebensjahre. Hier wird uns quasi die „Betriebssoftware“ draufgespielt. Ist diese aber fehlerhaft, kommt es später immer wieder zu den gleichen „Systemabstürzen“. Also brauche ich ein „Update“ oder muss das Betriebssystem neu draufspielen. Manch eine junge Frau hat sich zum Beispiel gesagt: Männer wollen immer nur Sex. Wer nur diese „Brille“ aufhat, wird genau solche Erfahrungen machen. Vor einiger Zeit traf ich Petra. Sie litt sehr unter ihrem Vater, weil der nie Zeit für sie hatte, dafür aber jede freie Minute in der Gemeinde verbrachte. So sagte sich Petra: „Ich werde nie einen Pastor heiraten!“ Dieser „innere Schwur“ hat seine Wirkung bis heute. Welche inneren Schwüre kommen Dir in den Sinn? Es ist wichtig, damit zu brechen!
6. Muster und Verletzungen erkennen
Wenn Du wiederholt durch das andere Geschlecht verletzt wurdest, kann es sein, dass Du resigniert oder Dich in irgendeine Sucht geflüchtet hast – so wie Uwe. In seinem Leben gab es einen großen Mangel an Lob, Anerkennung und Respekt. Immer wieder hatte er vergeblich auf die Wertschätzung von Frauen gehofft. Doch erst als er anfing, an seinem Groll nicht mehr festzuhalten, sondern zu vergeben, veränderte sich sein Leben.
7. Realistische Erwartungen
Einmal erzählte mir ein junger Mann von seiner Not, keine Frau zu finden. Im Laufe des Gespräches fragte ich ihn: „Wer soll denn Deine vielen Erwartungen alle erfüllen können?“. Es ist nicht entscheidend, die oder den Besten zu finden, sondern in der Lage zu sein, den Partner mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen. Wer eine tragfähige Beziehung will, muss deshalb lernen, das Gute im anderen zu entdecken und zu schätzen.P
Gemeinden können Daniel Just einladen, sein Seminar „Herzflimmern“ für Jugendliche und junge Erwachsene bei ihnen zu veranstalten: 05222 282445 • daniel.just@t-online.de


