Versöhnung oder Verhöhnung?
New Yorks Muslime planen den Bau eines gigantischen islamischen Religionszentrums – und das ausgerechnet am Ground Zero. Wo vor knapp neun Jahren 3000 Zivilisten zum Opfer des islamischen Terrorismus wurden, wird schon bald öffentlichkeitswirksam ein riesiger Tempel Allahs stehen. Was für New Yorks Politiker eine „Saat des Friedens“ darstellt, ist für die Hinterbliebenen der Terroranschläge blanker Hohn.
Moschee, Theater, Fitnessstudio, Schwimmbad, Hörsaal – und so weiter: Ganze fünfzehn Stöcke wird das islamische Gemeindezentrum haben, welches zum 11. September 2011 in New York eröffnet werden soll – zum zehnten Jahrestag der verheerenden Anschläge von 2001. Nur zwei Straßenblöcke entfernt: Das Ground Zero; der Ort, an dem noch vor neun Jahren die Zwillingstürme des World Trade Centers in den Himmel ragten. Bis am 11. September 2001 zwei von islamischen Terroristen gekaperte Flugzeuge in die Türme flogen und 2993 Zivilisten in den Tod rissen.
Hinterbliebenenverbände protestieren vergeblich
Und nun ein islamisches Zentrum dieser Dimension in unmittelbarer Nähe des Anschlagsortes: Angehörige und Überlebende der Terroranschläge fühlen sich verhöhnt. Wütend protestieren Hinterbliebenenverbände gegen das Vorhaben der muslimischen Gemeinde New Yorks: „Zeigt Respekt für 9/11: Keine Moschee!“ steht auf den Plakaten, die sie auf einer Demonstration in die Luft halten.
Doch vom eingeforderten Respekt keine Spur: Die muslimische Gemeinde um den New Yorker Imam Feisal Abdul Rauf hält an den Bauplänen fest. Rückendeckung bekommen die Muslime dabei von der Politik: New Yorks Bürgermeister Bloomberg ließ unlängst verlauten, er unterstütze das Bauvorhaben. Und auch der Gemeinderat sprach sich mit deutlicher Mehrheit für den Bau des „Kulturzentrums“ aus.
Ein Mitglied der Institution nannte die Pläne der islamischen Gemeinde namentlich „eine Saat des Friedens“. In der „Times“ schreibt eine Kommentatorin: „Wo kann man Toleranz besser lehren als genau der Stelle, an der Hass versucht hat, Toleranz zu töten?“
Sarah Palin stellt sich klar auf die Seite der Opfer
Doch es gibt auch sensiblere Stimmen, die hinter den Absichten der Muslime alles andere als einen Akt der Versöhnung vermuten. Sarah Palin, ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner, kritisierte die Baupläne scharf. In einer Botschaft an Amerikas Muslime forderte sie, die „unnötige Provokation“ zu unterlassen, eine Moschee am Ground Zero zu bauen. „Sie sticht in die Herzen“, schrieb Palin auf Twitter. „Bitte nehmt die Pläne im Interesse einer Heilung zurück“.
Gleichzeitig munterte Palin die New Yorker Bevölkerung auf, Widerstand gegen das Zentrum zu leisten: „Friedliebende New Yorker, bitte fechtet die Pläne an, wenn der katastrophale Schmerz so schlimm, so real ist“. Auch Pamela Geller, eine in den USA einflussreiche konservative Bloggerin sprach sich gegen das Bauvorhaben aus: „Das ist ein Symbol islamischer Eroberung.“
Merkwürdige Zufälle oder böse Absicht?
Im Zusammenhang einer möglichen Eroberungssymbolik ist auch der Name des Zentrums, „Cordoba House“, interessant: In der spanischen Stadt Córdoba errichten die muslimischen Gewalteroberer im 8. Jahrhundert ihre erste Moschee auf spanischem Boden. Ein Name, der in einem derartigen Zusammenhang steht. Die Eröffnung am zehnten Jahrestag der Terrorangriffe. Und zu guter letzt natürlich der Ort des Zentrums: Die Bürger New Yorks dürften sich nicht zu Unrecht verhöhnt fühlen. Die provokativen Absichten der Bauherren sind zu offensichtlich.
6 Kommentare wurden bereits abgegeben
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6.schrieb am 22.08.2010 13:57
Hey Stormrider,
wenn du jetzt ans Größe messen gehst, dann mach ich gerne mit: ich bin Hauptmann der Reserve der Bundeswehr. Und du? Wehrdienst geleistet, in die Reserve gegangen oder rufst du nach der Keule ohne selber dir die Hände schmutzig zu machen?
Wie bist du denn mit Afghanistan verbunden? Wie viele Soldaten hast du getroffen, wie lang warst du dort?
Ich bin sehr dafür, Dinge klar zu adressieren. Aber dann muss man zuerst den Boden klären. Mein Boden ist das Grundgesetz, das jedem grundsätzliche Rechte zubilligt. Das ist übrigens auch in den USA so, da ist die Glaubensfreiheit als First Amendment festgehalten. Wenn jemand in dem Rahmen der von uns gesteckten Rechte handelt, dann mag es mir nicht gefallen, aber Grundrechte sind ja genau deswegen gewährt, damit man sich auch auf sie verlassen kann, wenn es der andere nicht mag.
Neben dem rechtlichen Boden gibt es aber auch einen persönlichen. Lukas und du sagt direkt vorab, dass ihr entweder die Verantwortlichen nicht anhört oder dass ihr dem nicht glaubt, was sie sagen. Das ist jedoch töricht und dumm...
Und schlussendlich: wir spannen Rechte auf, wir kontrollieren sie auch. Aber dabei gilt bei mir "in dubio pro reo". Wenn ihr Anhaltspunkte habt, dass jemand unsere Rechte ausnutzt, dann haben wir Strafverfolgungsbehörden, um den Verdächtigungen nachzugehen. Daher wird ja auch immer noch die LINKE überwacht. Aber wenn ihr nur auf Vermutungen jemanden verdammt, dann hat das mit der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung nicht mehr viel zu tun.
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5.schrieb am 20.08.2010 17:12
Hat Herr (oder Frau) Dossier vielleicht Sympathien für Moslems? Natürlich gibt es auch friedliche Muslime in den USA oder in Deutschland und Europa. Das sind genau jene, von denen kein Aufschrei zu den Morden und Verstümmelungen in der islamischen Welt, in moslemischen Familien etc. zu hören ist. Wo waren den die Proteste dieser Leute, als 3.000 Menschen in NYC starben?
Die Multi-Kulti-Grünen-Linken-Gutmenschen-Träumer werden mit an großer Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit eines Tages aufwachen, wenn die Islamisten unser Land übernommen haben. Das ist aber halb so schlimm, wenn man bedenkt, dass sie dann die Ersten sein werden, die das auszubaden haben, weil sie an nichts glauben und für nichts stehen.
Und überhaupt: Was ist so schlimm daran, wenn die Bundeswehr einen Fackelzug durchs Brandenburger Tor macht?
Herr (oder Frau) Dossier sollte vielleicht mal Abenteuerurlaub in Afghanistan machen und froh sein, wenn die Bundeswehr seinen Campingplatz schützt.
Träumt weiter!
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4.schrieb am 20.08.2010 09:20
Hey Lukas,
ich glaube wir kommen hier nicht auf einen grünen Zweig. Bei deinem anderen Artikel haben wir noch Fakten als Anhaltspunkte einer Diskussion, aber hier schließt du ausschließlich von den Umständen - und das ist halt immer etwas schlecht.
Wenn ich am 20. April (der Tag Hitlers Geburtstag) mit einer Flasche Sekt in dein Büro reinkomme, gerade beim Frisör war und daher mein Scheitel etwas kürzer ist und ich dich dann auffordere mit mir zu feiern, was denkst du dann von mir? Wenn ich dir dann noch bei youtube das Video zeige, wie die Bundeswehr einen Fackelmarsch durchs Brandenburger Tor durchführt, wird dir dann mulmig? Das alles kann dir bei mir gut passieren und für alle drei Umstände gibt es eine gute Erklärung.
Das kleine Beispiel soll dir zeigen, dass es keine bessere Möglichkeit gibt Menschen misszuverstehen als nicht mit ihnen zu sprechen, sondern ausschließlich ihr Verhalten zu interpretieren.
(und nur für den Fall, dass wir später nicht drüber sprechen: keine Angst, ich bin nicht rechtsradikal) ;-)
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3.schrieb am 18.08.2010 18:50
Hallo dossier,
die im Artikel verwendeten Informationen findest du auch in allen etablierten deutschen Nachrichtenmagazinen. Und meinen Schluss über die Absicht der Bauherren ziehe ich anhand der im letzten Abschnitt noch einmal zusammengefassten drei Informationen: Ort, Eröffnungsdatum, Name.
Die alltägliche und historische Erfahrung mit der Expansionsstrategie des Islams hilft dabei zusätzlich auf die Sprünge. Die wortwörtliche Auslegung des Korans lässt nichts Anderes zu als die gewaltsame Eroberung und Bekehrung "feindlichen" (weil un - oder andersgläubigen) Territoriums. Der Imam von Ground Zero, auch wenn er von der amerikanischen Linken als "Moderater" tituliert wird, befürwortet übrigens ebenfalls die Einführung der Scharia in den USA.
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2.schrieb am 18.08.2010 16:06
Hmmm schade, dass du - Lukas - wohl eine Diskussion nicht suchst...




