Stille lernen

Stille ist etwas, das wir uns alle wünschen, dass aber so selten klappt. Schade eigentlich, kann man nix machen. Vielleicht doch. Lernen! Probier es aus. Drei kleine Tipps, die vielleicht weiterhelfen.

 

1. Planen

Stille passiert nicht einfach, Stille kann, ja Stille muss geplant werden. Die Mönche machen uns das mit ihrem festgefügten Tagesablauf vor. Das mag uns natürlich wie ein viel zu starres Korsett erscheinen. Aber es funktioniert in dem Sinne, dass die Jungs - und natürlich auch Mädels (nennt man dann Nonnen ;-) - das somit auf die Reihe kriegen.

Also konkret: Wann nimmst Du Dir heute Zeit für Stille? Gleich nach dem Aufstehen (Morgenstund...), vor dem Einschlafen (für alle Nachtschwärmer...), beim Frühstück (mit Kaffee, anstatt Zeitung...)? It doesn´t matter when, but go for it!

2. Einen (stillen) Platz finden

Oft beklagen sich Stillesuchende über die zu viel Ablenkung und die externen Einflüsse. Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Wer wegen Lärm, anderen Menschen, Handyklingeln oder was auch immer nicht zur Stille kommt, dem kann geholfen werden. Oder noch einfacher: Er hilft sich selbst! Mit Ohrstöpseln, einem Schild an der Tür "Bitte nicht stören", das Handy auf lautlos. Es gibt fast nichts, was man nicht abschalten oder ausblenden kann. Man muss es nur wollen und dann probieren. Aber vielleicht - nein sicher - fängt auch das wieder beim Denken an: Wer glaubt, dass die Welt nicht mal zehn Minuten oder eine Stunde auf die eigene Erreichbarkeit verzichten kann, hat ein Problem - und zwar ein gehöriges. Also ausprobieren, am besten jetzt gleich oder zumindest heute noch. Die Welt wird davon nicht untergehen. Aber Dir wird es gut tun.

3. Für Input sorgen

Wie fängt man eigentlich mit Stille an. Einfach hinsetzen, Radio aus und die Wand anstarren? Funktioniert oftmals nicht. Entweder schweifen die Gedanken ab, es fallen Dir alle möglichen unerledigten to-dos ein oder es ist einfach nur leer. Alles nicht so prickelnd - aber was dann?

Von Leuten, die Stille gut können, wie z.B. den Mönchen, können wir lernen, dass es Sinn macht mit einer Lesung zu beginnen. Und das muss nicht jeden Tag was Neues sein. Ganz im Gegenteil. Ruhig eine Woche oder auch einen Monat lange jeden Tag das gleiche Lesen. Ein Gedicht, einen Bibelabschnitt, ein Zitat.

Die Wiederholung erscheint auf den ersten Blick vielleicht ermüdend oder routinemäßig. Aber in dieser Wiederholung liegt eine große Kraft, eine größere Tiefe und neue Erkenntnisse zu erlangen. Einfach ausprobieren. Dann wird die Stille erfüllt.

Für einen täglichen Input lade ich alle Stillesuchenden in den virtuellen Raum der Stille (www.raum-der-Stille.org) ein.

Soziale Netzwerke:

Willkommen! idealisten.net – Das Netzwerk zum Mitmachen!

Deine Beiträge - ob Text, Bild oder Video - sind gefragt! Registriere dich mit Benutzername, E-Mail und Passwort und schon kannst du mitmachen.

 
 
 
 


Du musst eingeloggt sein, um einen Beitrag kommentieren zu können.

1 Kommentar wurden bereits abgegeben

  • 1.  
    schrieb am 21.04.2009 18:06

    Ich kann dir da voll zustimmen dass stille gut tut! es ist auch was was gott von uns will.

    Lange zeit habe ich zum abschalten oder zum bibellesen laute musik gehört. aber es ist mir wichtig geworden auch stille zu werden und auf gottes stimme zu hören. Gott will zu uns reden....wie wollen wir aber ihn höhren wenn wir uns mit musik volldröhnen und nur mit uns selber beschäftigt sind. dann wird unsere bibellese, unser gebet, unsere Beziehung zu gott und unser leben zu einem wrack. Ich habe das selbst erlebt und erfahre jetzt wie gut es ist sich hinzusetzen und in der stille eine bibelstelle zu lesen und gottes stimme zu hören.


    manchmal muss man es auch nicht immer sehr lang machen. es ist gut vieleicht mind. 20 minuten am tag sich zu nehmen. aber für mich ist es auch richtig gut wenn ich von der schule nachhause komme und einfachn nur mich 5 minuten hinsetze oder weniger und kurz einfach mit gott rede um wieder runter zu kommen und ruhig zu werden...dann kann der tag wieder weiter gehen. Man redet zwar oft mit gott während den tag aber richtig ruhig vor ihm zu sitzen und mit ihm reden fällt oft weg.

1