St. Martin: Ein Vorbild für erfolgreiches Leben
Viele Kinder freuen sich, wenn sie in der dunklen Jahreszeit mit ihren Laternen durch die Strasse ziehen. Doch um was geht es hier? Ist das Fest des Heiligen Martin tatsächlich ein Kinderfest oder ist dieses Fest auch für Erwachsene der Schlüssel zum Leben?
Das Sankt Martinsfest ist ein Fest, bei dem die Kinder schon sehr früh etwas sehr Entscheidendes für ihr Leben lernen sollen. Doch da viele Erwachsene selbst den Inhalt des Festes noch nicht in sich verwirklicht haben, ist es halt das Kinderlaternenfest.
Doch die Heiligen sind da, um uns Vorbild und Führung zu sein. An ihrem Beispiel können wir lernen, unserem Leben die richtige Richtung zu geben.
Bei den evangelischen Christen wird jeder Christ als Heiliger (von der Welt abgetrennt) bezeichnet, so wie Paulus auch seine Briefe immer an die Heiligen (von Rom, Korinth etc.) schrieb.
Und so wie Christen allgemein Vorbild sein sollen, benennt die katholische Kirche noch speziele Heilige durch die Heiligsprechung, die als Vorbild dienen sollen.
Was ist also das besondere am Heiligen Martin, dass er diesen besonderen Tag im Jahr gewidmet bekam und solch ein Fest begannen wird?
Wenn wir die Geschichte Martins (geboren 316 n CHr.) betrachten, erhalten wir einen Schlüssel für die Frage nach dem Sinn unseres Lebens.
1) Anfangssituation im weltlichen Leben
Martin war ein römischer Soldat, der als Hauptman eine Gruppe Soldaten anführte. Sein Beruf war also der Krieg. Etwas, was ihn nicht wirklich erfüllte und mit viel Leid verbunden war. Sein Name stammt vom römischen Kriegsgott Mars.
- Viele Menschen befinden sich in einer Lebenssituation in der sie nicht glücklich sind.
2) Auf der Suche
Da er nicht glücklich war mit seinem leben wurde er aktiv und suchte nach Alternativen. Deshalb besuchte er in seiner Freizeit christliche Gruppen und hörte so die Botschaft von Jesus.
Viele Menschen fragen sich, wie sie ihr Leben gestalten sollen. Was ist der Sinn des Lebens. Und die meisten Menschen in Deutschland haben schonmal von Jesus gehört und von der Vision der Nächstenliebe.
- Lerne den Willen Gottes kennen. (Lese in der Bibel/Besuche Gottesdienste)
3) Die Entscheidung
Er hatte nun gehört, wie Gottes Vision von allgemeinem Leben ist.
Er war noch kein getaufter Christ und kannte auch noch nicht seine speziele Berufung. Er wartete nicht, bis Gott ihm den genauen Plan für sein Leben sagte, sondern er traf die Entscheidung sein Leben nach GOTTES WILLEN AUSZURICHTEN und zu LEBEN. Das bedeutet, dass sich ab sofort sein Leben änderte auch wenn die Umstände erstmal dieselben blieben. Es ist ein Unterschied, ob man Dinge weiß (kenn ich schon, hab ich schon gehört) oder ob man Dinge auch tut. Die Entscheidung ist der erste Schritt des Tuns.
- Triff Deine Entscheidung und verändere Deine Einstellung.
4) Das Handeln
Seine Entscheidung führte zu verändertem HANDELN. Er ritt mit einer Gruppe von Soldaten. Es war Winter und sie kamen an einem armen frierenden Bettler vorbei. Er nahm seinen Mantel und zerschnitt ihn mit seinem Schwert. Die eine Hälfte behielt er, die andere gab er dem Bettler, damit dieser nicht mehr frieren musste.
Sein Handeln besiegelte seine Entscheidung nach Gottesausrichtung zu leben.
- Lass diese Einstellung Dein Handeln verändern (auch gegen Widerstände in der Gesellschsft.)
- Lebe Deine allgemeine Berufung. Die Berufung die jeder hat.
- Nächstenliebe und das Evangelium verbreiten. Helfen, Heilen, unterstützen etc. (Gott gibt Dir die persönliche Berufung, wenn die Vorraussetzungen da sind, z.B. das Leben nach der allgemeinen Berufung, also warte nicht darauf bs Du anfängst zu handeln - das ist ein verbreiteter Irtum: \"ich muss doch erst mal wissen was Gott mit mir vorhat\". Es steht allgemein in der Bibel!).
Glauben ohne Werke ist tot. (Jakobus 2,14-26)
5) Das Umfeld
Das Schwierigste an dieser Situation war für Martin bestimmt mit der Reaktion seiner Kameraden umzugehen. Diese konten das nicht verstehen, machten sich lustig über Martin verspotteten oder erklärten ihn für verrückt. Sein halber Mantel brachte ihm dauerhaften Spott ein.
Diese Reaktion ist typisch, wenn mann sein Leben ändert, dann ändert man die bestehenden Verbindungen und Verknüpfungen mit der Welt. Man wird scheinbar unberechenbar und erscheint ungewohnt. Das löst erstmal Wiederstände aus. Das Umfeld hat dich schon eingebunden und verplant. Das Umfeld möchte nicht, dass sich nun alles ändert, das schafft erstmal Unsicherheit.
Ganz typisch sind dann Komentare wie:
\"Das kannst Du doch nicht machen. Dafür sind andere zuständig. Du kannst doch nicht mit einem Fremden teilen was du hast. Du kennst den Mann doch gar nicht.
Der ist bestimmt selbst schuld. Du kannst doch nicht jedem helfen. Dann bleibt dir doch nichts. usw.\"
- Wenn Du diese Reaktionen erntest, dann weißt Du, es macht sich bemerkbar, dass Du dich tatsächlich änderst.
6) Der Traum
In der Nacht hatte Martin einen Traum, in dem Jesus ihm erschien. Er hatte seinen halben Mantel in der Hand und sagte ihm:\"Was du diesem Bettler getan hast, hast Du mir getan. Denn was ihr dem Geringsten tut, das tut ihr mir.\" (Mt 25, 40).
Daraufhin veränderte sich seine ganze Persönlichkeit.
- Wenn wir anfangen die Gebote Gottes und unsere allgemeine Berufung zu leben, dann geben wir Gott die Möglichkeit uns zu verändern.
7) Ein neuer Mensch
Martin war durch Jesus ein neuer Mensch geworden. Er ließ sich taufen und wurde Christ. Seine Persönlichkeit wurde von Gott geändert.
8) Unser Umfeld anpassen
Da er nun ein neuer Mensch war, konnte er auch keinen Kriegsdienst mehr leisten. Er war beim Kaiser vorgeladen, um eine Anerkennunsprämie zu erhalten. Aber er lehnte die Prämie ab.
Er ging zum Kaiser (Kaiser Julian) und sagte ihm, dass er nun jemand anderes sei und deshalb kein Krieg mehr führen könne.
Das ist ein mutiger Schritt. Der Kaiser könnte ihn zwingen oder einsperren. Oder wovon sollte er leben? Immerhin war der Militärdienst auch sein Lebensunterhalt. Als erstes zweifelte der Kaiser seine Motive an und warf ihm vor, dass er Angst vor den Germanen habe.
- Nachdem wir unser Handeln an unsere Einstellung gegen die Widerstände im Umfeld angepasst haben, was zu einer veränderten Persöhnlichkeit (durch Gott) geführt hat, ist es nun wichtig, unsere Stellung in der Gesellschaft unserer Persöhnlichkeit anzupassen.
Auch hier gibt es wieder Widerstände, die es zu überwinden gillt. Auch den Verlockungen von Titeln und Prämien gillt es zu wiederstehen. Angriffe können wir bezüglich unserer Motive erwarten.
9) Die Vision
Da gab Gott Martin eine Vision. Martin sah wie er selbst mit einem erhobenen Kreuz unbewaffnet über das Schlachtfeld ging und so den Krieg gegen die Germanen beenden konnte. Das sagte er dem Kaiser. Sehr mutig!
Dieser wollte davon nicht viel wissen und war sehr erbost darüber. Dann warf er ihn in das Gefängnis und wollte ihn am nächsten Tag vor der Schlacht über das Kampffeld zu den Feinden schicken (als Strafe, da er damit rechnete das man Martin töten würde).
- Wenn Du deine Position und Abhängigkeiten in der Welt verändert hast, gibt Gott dir eine Vision einen Auftrag. Es braucht SELBSTÜBERWINDUNG diesen öffentlich zu bekennen und ihn durchzuführen. Oft ist das mit weiteren scheinbaren gesellschaftlichen Nachteilen verbunden.
10) Geistiger Kampf
Doch bevor es dazu kam, dass Martin zu den feindlichen Germanen geschickt wurde, kam ein Bote der Germanen. Dieser sagte, dass ihr Feldherr einen Traum hatte, in dem ein einzelner Mann mit einem erhobenen Kreuz über das Schlachtfeld ging und alle Germanen fielen. Und da die Träume des Feldherrs immer wahr seien, baten die Germanen darum sich ergeben zu dürfen und das Recht, ohne Waffen abziehen zu dürfen. Damit war der Krieg beendet.
- Wenn man standhaft bei seiner Vision und dem Auftrag bleibt, streitet Gott mit und für einen. Manchmal ist es sogar so, dass man die eigentliche Handlung gar nicht ausführen muss, da es hier um einen geistigen Aspekt geht.
11) Die persönliche Berufung und Gaben
Danach ging Martin auf Mission, gründete ein Kloster und wurde am 4. Juli 372 zum Bischof von Tours geweiht. Er hatte einige Gaben des Heiligen Geistes und heilte Kranke, hielt stärkende Reden und trat erfolgreich gegen Irrlehren an.
- Wenn man sich nun durch Visionen und Aufträge vom Heiligen Geist führen lässt, ist man bereit neben der allgemeinen Berufung auch die speziele persönliche Berufung von Gott zu empfangen. Die BERUFUNG ist die erfüllende Aufgabe, für die man geschaffen wurde. Der SINN des eigenen LEBENS. Um diese Berufung leben zu können erhällt man Gaben (Fähigkeiten) des Heiligen Geistes der durch/in einem wirkt um den Menschen zu dienen.
Gehe diesen Weg. Es ist der Weg Deines Lebens, er führt in Deine Berufung. Gott hilft uns diesen Weg zu gehen. Denn Gott ist das Licht dem wir folgen sollen um unseren Weg zu finden.
\"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege\" Psalm 119,105
Das symbolisiert die Martinslaterne beim Umzug. Sie zeigt uns den Weg durch die Finsternis. So wie Gottes Wort es auch tut.
Gleichzeitig ist der Umzug ein Symbol für die allgemeine Berufung und die Mission. Gemeinsam in die Welt zu gehen und leuchtendes Vorbild zu sein.
\"Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, ...\" 1. Johannes 1,7
\"14Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. b 16So laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. \" Mathhäus 5,14-16
Also seid das Licht der Welt !
Gehe und erhelle das Leben Deiner Mitmenschen durch die frohe Botschaft des Evangeliums und den guten Taten!
Lasst uns die Laternenumzüge missionarisch nutzen um diese Botschaft zu verbreiten!
Gebet und Abschlußsegen:
Gott zeige Dir Deinen persönlichen Weg und führe Dich in Deine Berufung.
Gott gebe Dir Mut und Kraft diesen Weg auch gegen äußere Widerstände zu gehen.
Gott statte Dich mit den Gaben des heiligen Geistes aus und erfülle Dich mit Freude auf dass Du ein Licht für andere wirst während Du dem Licht auf Deinem Weg folgst.
Amen




