Soul Surfer: Das Mädchen und der Hai

Der Film „Soul Surfer“ erzählt die wahre Geschichte von Bethany Hamilton. Mit 13 Jahren verliert die Surferin bei einer Hai-Attacke ihren linken Arm. Schon drei Wochen später beginnt sie wieder mit dem Surfen. Karsten Huhn hat sich den Film angesehen, der am 12. Januar im Kino anläuft.
  • Bild 7: Anna Sophia Robb (l.) spielt in „Soul Surfer“die wahre Geschichte von Bethany Hamilton (r.) nach, einer begabten Surferin, der ein Hai beim Surfen einen Arm abbiss. Bilder: PR

 

Dieser Film hat die Anmutung eines Bacardi-Werbespots: Junge, durchtrainierte, gebräunte Menschen, dazu Landschaften, die es sonst nur auf Postkarten gibt. Willkommen auf Hawaii, dem Land der Sonnenbrillen! Die Heldin von „Soul Surfer“, die 13-jährige Bethany Hamilton, wächst praktisch auf dem Surfbrett auf. Um noch rechtzeitig zum Gottesdienst zu kommen, zieht sie sich schnell ein Kleid über den nassen Bikini. „Egal, was du mir gibst / egal, was du mir nimmst / du bist und bleibst mein Gott / nur dir gehört mein Lob“, singt die Lobpreis-Band. Es ist eine Zeile aus dem Hiob-Buch (1,21). Solche Sätze singt man oft gedankenlos mit, in „Soul Surfer“ zeigen sie sich in ihrer tiefen Bedeutung.

Dann färbte sich das Wasser rot

Bethany liegt auf ihrem Surfbrett, paddelt mit den Armen aufs offene Meer, plaudert mit ihren Freunden. Der Hai ist nicht zu sehen, sein Auftritt dauert nur eine Sekunde. Dann färbt sich das Wasser rot. Bethanys Freunde helfen ihr, zurück ans Land zu paddeln. Das Surfbrett dient als Trage. Sie laufen über den Strand, durch ein Waldstück, zum Auto. Der Krankenwagen ist alarmiert und fährt ihnen entgegen. Bethany wird gerettet; ihr Blutverlust lag bei 60%. Vom linken Arm bleibt nur ein Stumpf.

Wie kann das Gottes Plan sein?

Die Familie ist erleichtert, dass Bethany überlebt hat – und zugleich schockiert. „Wie kann das Gottes Plan für mich sein?“, fragt Bethany. Und: „Wer wird mich ohne Arm lieben?“ Sie kann nicht mehr Gitarre spielen oder beim Tischgebet die Hände reichen – der neben ihr sitzende Bruder legt stattdessen seinen Arm auf ihre Schulter. Nur beim Surfen ist, mit etwas Übung, der zweite Arm nicht nötig. Noch im Krankenhaus fragt Bethany: „Wann kann ich wieder Surfen?“ Drei Wochen nach dem Unfall steht sie wieder auf dem Brett, das ihr die Welt bedeutet.

Wie Gottvertrauen und Selbstvertrauen zusammenhängen

„Soul Surfer“ beruht auf dem gleichnamigen Buch von Bethany Hamilton und erzählt die Ereignisse weitgehend dokumentarisch. Manchmal neigt er zu kitschigem Pathos – dabei ist die Geschichte auch so berührend genug. Sie zeigt, wie Gottvertrauen und Selbstvertrauen zusammenhängen. „Ich kann alles tun in Christus, der mir die Kraft gibt“, sagt Bethany Hamilton. Der Satz ziert auch ihr erstes eigenes Surfbrett.

Soul Surfer, Regie: Sean McNamara, Darsteller: Anna Sophia Robb, Helen Hunt, Dennis Quaid, 106 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, ab 12. Januar

 

Flash ist Pflicht!
Soziale Netzwerke:

Willkommen! idealisten.net – Das Netzwerk zum Mitmachen!

Deine Beiträge - ob Text, Bild oder Video - sind gefragt! Registriere dich mit Benutzername, E-Mail und Passwort und schon kannst du mitmachen.

 
 
 
 


Du musst eingeloggt sein, um einen Beitrag kommentieren zu können.

1 Kommentar wurden bereits abgegeben

  • 1.  
    schrieb am 17.01.2012 14:47

    Wenn gott doch immer soo viele Wunder macht, wie kommt es, dass er NIE Menschen dabei hilft und Arme oder Beine wieder nachwachsen. Eidechsen können es doch auch, oder mag gott Eidechsen mehr als Menschen?

1