Prioritäten - richtig ordnen!
Jesus heilt am Sabbat. Das empörte die Pharisäer. Doch für ihn hatte die Heilung Priorität. Wie setzen wir uns Prioritäten?
Die Schriftgelehrten und Pharisäer beobachteten Jesus aufmerksam; sie wollten sehen, ob er am Sabbat heilen würde. Sie hofften nämlich, einen Vorwand zu finden, um ihn anklagen zu können. Jesus wusste, was sie dachten. »Steh auf und komm nach vorn!«, sagte er zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand. Der Mann stand auf und trat vor. Nun wandte sich Jesus zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sagte: »Ich frage euch: Was ist richtig – am Sabbat Gutes zu tun oder Böses? Einem Menschen das Leben zu retten oder ihn ins Verderben zu stürzen5?« Er sah sie alle der Reihe nach an. Dann befahl er dem Mann: »Streck deine Hand aus!« Der Mann tat es, und seine Hand war geheilt. Da wurden sie von sinnloser Wut gepackt und berieten miteinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten. (Lukas 6)
Dass die Pharisäer empört über eine Heilung am Sabbat waren, lässt sich aufgrund ihrer Gesetzesliebe leicht nachvollziehen. Dass Jesus, der das Gesetz ebenso hielt, diesen kranken Mann heilte, lag wohl an seinen Prioritäten. Er hatte seine und befolgte sie. Wer keine hat, so erfahren wir es jeden Tag in der Arbeitswelt – verschwendet Zeit und riskiert in manchen Fällen sogar das Wohl seiner Firma
In einem Selbstmanagement Ratgeber von Jobware.de zum Thema Prioritäten wird geraten alle Aufgaben in vier große Kategorien einzuteilen:
A – Aufgaben - wichtig und dringlich: Sollten nicht aufgeschoben, sondern selbst erledigt werden.
B – Aufgaben - wichtig aber nicht dringlich: Selbst aber nicht sofort erledigen; evtl. Termin machen.
C – Aufgaben - nicht wichtig aber dringlich: Delegieren so viel geht.
D – Aufgaben - nicht wichtig und nicht dringlich: Papierkorb
Kürzlich erzählte David (aus unserer Jugendgruppe) mir eine Geschichte die mich nicht mehr losließ. Sie lautete in etwa so: Dein Leben ist ein Gefäß, und dessen Innenraum deine Lebenszeit. In deinem Leben wird es wichtige und eben weniger wichtige Dinge geben, die tun kannst. Wichtige Arbeiten gleichen großen Steinen, und weniger wichtige Sachen kleineren Gegenständen bis hin zum Sandkorn. Wenn du nun anfängst, dein Leben zuerst mit Sandkörnern zu füllen, wird irgendwann kein Platz mehr für die großen Steine sein. Fängst du hingegen an, dein Leben mit wichtigen Steinen zu füllen, bleibt im Nachhinein immer noch genug Platz für viele Sandkörner.
Nun stellt sich jedem einzelnen die Frage: Was sind Steine und was Sandkörner in meinem Leben?
Erfahrungsgemäß möchte ich an dieser Stelle hinzufügen, dass das „sich Zeitnehmen das Leben zu Planen“ ein großer Stein ist, dessen Missachtung nach einigen Umfragen viele Menschen bereuen.
Weitere Bibelstellen zu diesem Thema: Mt 6,27; 6,33; 12,1-8;


