Mit KoRn ein Star, mit Glaube zur Erfüllung
Es war ein Schock für viele Musikfans: Brian „Head“ Welch, Gitarrist von KoRn, verließ im Jahr 2005 die Band. Der Grund: Er war zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Nun konnte er nach eigenen Angaben Teile der Musik und der Musikvideos der Band moralisch nicht mehr mittragen. Jetzt schreibt er Lieder über seinen Glauben und macht im Rahmen einer Europatournee am 5. Juni auch in Deutschland Station.
Mit KoRn auf dem musikalischen Olymp
Welch war mit KoRn musikalisch so erfolgreich gewesen wie nur irgend möglich. Die Band hat zwei Grammys gewonnen, Millionen von CDs verkauft und ist um die ganze Welt getourt. KoRn gilt als der Erfinder des musikalischen Genres „Nu Metal“ und ist gleichzeitig dessen erfolgreichster Vertreter. Die Bandmitglieder sind durch die Musik reich geworden – als Welch ausstieg, stand gerade eine 25 Millionen $-Bonuszahlung bevor.
Von der Schulband zum Star
Brian Welch wird in der Schule gemobbt, weil er anders als die anderen Kinder ist. Sein einziges Hobby ist die Musik. Er übt stundenlang, um besser zu werden. Dann gründet er mit Schulkameraden seine erste Band, die sich nach einigen personellen Wechseln in „KoRn“ umbenennt. Nach und nach wird die Band besser und erfolgreicher. Sie verkaufen Album um Album. Welch hat das erreicht, wovon er immer geträumt hat: Seine Musik hat ihn reich und berühmt gemacht und er kann mit der Band um die Welt reisen. Innerlich aber füllt ihn das nicht aus. Er beginnt, Speed zu nehmen – und wird schnell hochgradig abhängig. Aber auch die Drogen können die Leere in seinem Leben nicht stillen.
Gebet hilft Welsh aus Depressionen
Da lernt er immer mehr Christen in seinem Umfeld kennen. Er bewundert die authentische Art, mit der sie ihren Glauben leben. Sie sind keine Spießer, wie er sie nennt: Einer baut Monstertrucks, ein anderer ist Immobilienmakler. Sie haben etwas in ihrem Leben, was ihm fehlt. In einer depressiven Phase ruft er den Immobilienmakler an. Der betet mit ihm. Welch spürt, dass das hilft und beginnt, noch zweifelnd, in der Bibel zu lesen. Dabei „ist mir der lebendige Gott begegnet. Ich spürte eine tiefe Ruhe in mir, ein Gefühl, dass ich vorher nicht kannte. Weder auf Drogen noch auf den Konzertbühnen der Welt habe ich so etwas jemals verspürt.“ Der Musiker nimmt Jesus Christus als seinen Retter an und steigt aus der Band, die bis dahin sein Leben geprägt hatte, aus. Das folgende Medienecho ist riesig: Als er sich in einer Kirche in Kalifornien erklärt, sind Vertreter aller großen Zeitungen, Radio- und Fernsehsender anwesend und wollen ihn interviewen.
Den musikalischen Wurzeln bleibt „Head“ treu
Auch mit den Drogen hört er auf. Er schmeißt die Amphetamine, die er in seinem Kleiderschrank gebunkert hat, allesamt weg und lässt für sich beten, um von der Drogensucht geheilt zu werden. Daraufhin rührt er die Drogen nie wieder an. Im Juli 2007 veröffentlicht er seine Autobiagraphie "Save me from myself". Schon kurz nach dem Erscheinen erobert das Buch die Bestsellerliste der New York Times. Von der Musik lässt Welch aber nicht. Er weiß, dass Gott von ihm möchte, dass er seine Gabe nun für ihn einsetzt. Inzwischen hat er zwei Alben aufgenommen, wovon das zweite Ende Juni veröffentlicht wird. In seinen Texten spricht er von seinem Glauben, „aber trotzdem hat die Musik nichts mit Kumbajah zu tun“, erklärt er. Seinen musikalischen Wurzeln ist er treu geblieben.
Momentan ist Brian „Head“ Welsh auf Tour, um das neue Album vorzustellen. Am 5. Juni 2010 geben sie auch ein Konzert in der Festhalle Friedewald bei Bad Hersfeld.
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