Mind the gap - Erkenne die Brüche
Über 3.500 Jugendliche und junge Erwachsene werden von der stimmungsvollen Musik und den eindrucksvollen Vorträgen beim Willow Jugendplus-Kongress in Düsseldorf mitgerissen. Getreu dem Kongress-Motto „Mind the gap“ zeigten die Redner Rob Bell, Darren Whitehead (beide USA) und Thorsten Hebel in ihren bisherigen Vorträgen gesellschaftliche, soziale und persönliche Brüche auf und erklärten, wie Christen diesen begegnen können.
Brüche durchziehen jede Ebene unseres Daseins: sei es in unserer Persönlichkeit, in Beziehungen oder in der gesamten Gesellschaft. Der Jugendplus-Kongresses will ziegen, wie wir diese Brüche und dadurch entstandenen Lücken schließen können –. zuerst in unserem Leben und dann als direkte Konsequenz in den Leben anderer.
Thorsten Hebel von der blu:boks Berlin eröffnete den Kongress in Düsseldorf: Das hedonistische Streben werde uns von der modernen Gesellschaft auf allen Kanälen kommuniziert wird. Beim Christsein gehe es aber nicht in erster Linie um das eigene Wohlergehen, sagte Hebel. Christen sollten vielmehr die Lückenfüller sein, die starke Beziehungen aufbauen und Dinge heilmachen. Erst in der tatkräftigen Nächstenliebe könnten sie im Glauben reifen und und ihn relevant machen.
Im Kleinen fängt es an
Darren Whitehead, einer der Pastoren der Willow Creek-Gemeinde in Chicago, erzählte, dass Jesus nach seiner Auferstehung nicht die große Bühne der Welt betrat. Er ging zuerst zu seinen Freunden und zu denen, die enttäuscht waren und von Jesus einen gesellschaftlichen Umbruch erwartet haben. Whitehead machte damit deutlich, dass tiefgreifende Veränderung im Kleinen anfangen muss, um wirklich umwälzend sein zu können.
Das Abendmahl als besonderer Moment
Der wegen seines neuen Buches umstrittene Rob Bell, Pastor der Mars Hill Bible Church in Michigan, verdeutlichte den Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Sinn des Abendmahls: Jesus ließ sich kreuzigen und gab der Menschheit damit ein Geschenk, das auch Christen zu verschenken haben. Im Abendmahl nehmen wir das Geschenk Jesu an und zeigen unsere Bereitschaft, selber einen Auftrag anzunehmen. In den Minuten, in denen das Abendmahl vollzogen wurde, war die Gemeinschaft mit Gott und die Gemeinschaft mit anderen besonders spürbar.
Gemeinschaft und Freude
Auf dem Kongress in Düsseldorf sind die angesprochenen Lücken nicht päsent. Hier ist vielmehr eine starke Gemeinschaft zu spüren. In den kraftvollen Liedern, die der Musiker Brandon Grissom von der Willow Creek Community Church mit wunderbarer Austrahlung anleitet, wird das besonders deutlich: Wenn alle singen, wird aus den vielen Einzelnen, eine starkes Kollektiv.
Witzige Redner
Vor allem Darren Whitehead und Rob Bell verstehen es die Kongress-Teilnehmer anzusprechen. Sie verbinden gekonnt Witz mit Tiefgang. Rob Bell machte sich beispielsweise die Tatsache zunutze, dass er und sein Übersetzter sich sehr ähnlich sehen und sorgte zudem mit seiner schlacksigen und verschmitzten Art für einige Lacher.
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