Michael Wespi: Keine halben Sachen

Letztes Jahr kürte ihn das Schweizer Radio DRS 3 zum „besten Talent“. Michael Wespi, Zürcher Musiker und engagierter Christ, wurde letzten Juni in Radio DRS 3 als ausgezeichnet. In den iTunes-Charts schaffte es der Rocker aus Zürich und engagierte Christ mit der Ballade „Symphony of love“ und seiner unverkennbaren Stimme bis auf Platz 12.
  • Foto: PR

 

In Zürich-Affoltern aufgewachsen, wohnt Michael Wespi seit über drei Jahren mit seiner Frau Christina in einer bescheidenen Wohnung in Bassersdorf. Der 23-Jährige spielt Gitarrenpop und singt leidenschaftliche englische Songs. Er sagt von sich, dass er sich sehr für etwas begeistern und sich völlig darin verlieren kann. Doch der Rocker ist nicht nur leidenschaftlich, sondern auch detailverliebt, was offensichtlich ein Grund seines Erfolges ist. Da Wespi will sich ganz auf seine Musik konzentrieren will, arbeitet er seit gut einem Jahr hauptberuflich als Musiker. Den Job als Informatiker hat er an den Nagel gehängt. „Um aus den Schweizer Bands hervorzustechen, muss man mehr investieren. Und das braucht viel Zeit“, so Wespi.

Mit 20 geheiratet

Im Gespräch mit dem Vollblutmusiker kommt immer wieder zum Ausdruck, wie wichtig es ihm ist, sich im Leben auf etwas zu fokussieren und ganz auf etwas einzulassen. Das sagt er nicht nur, das bezeugt er durch seinen Lebensstil – mit allen Konsequenzen. Warum hat er bereits mit 20 Jahren geheiratet? Für Wespi keine Frage: „Es war von Anfang an klar, dass ich mit dieser Frau alt werden möchte.“ Genauso wie er von seiner Frau überzeugt ist, ist er es von seinem Beruf, auch wenn das bedeutet, ein bescheidenes Leben zu führen. Seine Frau ist gelernte Coiffeuse und arbeitet zurzeit teilzeitlich.

Die erste Band mit 12

Als Kind hat Wespi mehrere Jahre Saxophon gespielt. Mit zwölf Jahren gründete er seine erste Band. Er wechselte mit der Gitarre den Musikstil von Klassik und Jazz zu Pop und Rock. Heute hat er bereits über 50 Solo-Konzerte hinter sich. Er tritt in Clubs, kleinen Cafés und an Festivals auf. In der Schweiz gibt er öfters Konzerte mit seiner Band, bestehend aus drei Musikern (Hannes Forster am Piano, Roger Hintermann am Schlagzeug, Simon Egli am Bass) und seiner Frau, die mitsingt. In Deutschland tritt er meist solo auf, was finanziell für ihn lukrativer und beim Transport einfacher ist.

Vertrauen auf Gottes Gunst

Dabei betont Wespi: „Meine Musikerkarriere ist völlig von Gottes Gunst abhängig.“ Er sagt von sich, dass er von Natur aus gerne vieles kontrolliert. Das Wissen aber, dass sein Weg abhängig ist von Gottes Gunst, gebe ihm Gelassenheit: „Es chunnt so, wies muss.“ Seine Gelassenheit und sein Vertrauen werden in seiner Haltung und seiner Ausstrahlung förmlich spürbar.

Die Traditionen abgestreift

Michael Wespi will mit seinen Liedern möglichst viele Menschen erreichen, die etwas aus seinen Texten nehmen und seine Musik genießen können. Er berichtet von dem, was ihn persönlich beschäftigt, auch von christlichen Werten, welche er früh vermittelt bekam. Traditionen hat er jedoch im Laufe der Zeit abgestreift. Seine Suche galt immer der Frage: Was ist der Glaube wirklich und wie ist er im Alltag umsetzbar – ganz nach dem Vorbild von Jesus?

Den Leistungsdruck ablegen

Im April hat Wespi sein zweites Album „Hope“ produziert. Der Hit „Symphony of love“ war der letzte Song, den er für das Album komponierte – sozusagen in letzter Minute. In diesem Lied bewegt Wespi ein aktuelles Thema: Es geht darum, den Leistungsdruck, der in unserer Gesellschaft herrscht, abzulegen. Er stellt schockiert fest, dass der Leistungsdruck unter Christen oft noch größer ist als bei Nicht-Christen. „Wir sind geschaffen zum Lieben, zum Leben und zum Geliebtwerden. Wir definieren uns aber oft über das, was wir leisten, und nicht über unsere Persönlichkeit und unseren Wert als Mensch.“

Auch vor Kirchen mache der Leistungsdruck nicht Halt. Da oftmals die Aufrechterhaltung der Kirchenstrukturen und aufwändige Gottesdienste so viele Ressourcen und Zeit in Anspruch nähmen, bestehe die Gefahr, für die Kirche statt für die Menschen zu leben.

Den eigenen Weg gehen

Der junge Musiker will sich dem Vorbild von Jesus anschließen: „Jesus hat mit und bei den Leuten gelebt.“ Wespis Wunsch ist dabei, dass Gott wieder relevant wird – nicht nur in der Kirche, sondern im Alltag. Wespi will Menschen Mut machen, den eigenen Weg zu gehen und nicht den Weg, den die Gesellschaft vorgibt. Den Weg eines Traumes zu gehen, dorthin, wo es ihn hinzieht, ist für ihn wichtiger, als den rationalen, vielleicht auch einfacheren Weg zu wählen. Konkret heißt das für ihn auch, mit finanziellen Einschränkungen zu leben, die er als Informatiker nicht hätte. Seine Erkenntnis: „Es gibt auch Wege, die nicht nur auf Sicherheit bedacht und trotzdem gut sind.“

Michael Wespi live

23.09. – Gare de Lion, Wil (CH)
24.09. – Zürich Film Festival (NZZ Bistro) (CH)
06.10. – Die Luke, Ludwigsburg
07.10. – kulTurm, Ludwigshafen
20.10. – Hey City (mit „Frantic“), Zürich Oerlikon (CH)
22.10. – Ekklesia Frutigen (CH)
29.10. – t.b.a, Aarau (CH)
07.11. – Ono (mit Toby Ferrari), Bern (CH)
25.11. – Kultik Sissach (CH)
26.11. – Haus zum EckStein, Rheineck (CH)

Hier findest Du mehr Infos zu Michael Wespi.

 

Flash ist Pflicht!
Soziale Netzwerke:

Willkommen! idealisten.net – Das Netzwerk zum Mitmachen!

Deine Beiträge - ob Text, Bild oder Video - sind gefragt! Registriere dich mit Benutzername, E-Mail und Passwort und schon kannst du mitmachen.

 
 
 
 


Du musst eingeloggt sein, um einen Beitrag kommentieren zu können.