Männer, Macht und Sex
Silvio Berlusconi, Bill Clinton oder Dominique Strauss-Kahn: Sie sind Männer mit viel Macht und viel Verantwortung – und gestrauchelt mit ihren Affären und Sex-Skandalen. Doch handelt es sich hier um ein Problem mächtiger Personen? Oder geht uns das eigentlich alle an?
Auch die Bibel ist voll von Männern, die sich durch ihre Schwäche für Frauen in Schwierigkeiten brachten: David, der mit einer verheirateten Frau schläft und als sie schwanger wird, in dem Versuch es zu vertuschen, ihren Ehemann töten lässt. Sein Sohn Ammon vergewaltigte seine Stiefschwester Tammar, und wurde deshalb später von seinem Bruder Absalom getötet. König Salomo hatte insgesamt an die tausend Frauen. Er vergaß darüber Gott und diente anderen Göttern.
Es scheint zumindest, dass Macht die Ausnutzung von Frauen begünstigt. Man muss sich gegenüber niemandem rechtfertigen und kann tun, was man will. Das zumindest zeigt das Beispiel von Silvio Berlusconi. Sein Verhalten wurde über Jahre hinweg toleriert, bis heute ist es ihm auch immer gelungen, sich aus allen Anklagen herauszuwinden.
Ein Problem einzelner Menschen?
Die Frage ist doch aber, ob dieses Thema nur für Männer in hohen Positionen gilt, oder ob es bei mächtigen Männern nur einfach mehr auffällt, weil sie im Rampenlicht stehen.
Sex und Erotik begegnen uns überall: Es gibt tausende Pornoseiten im Internet, im Fernsehen laufen Erotik-Filme wie „Eis am Stiel“ inzwischen schon um 20.15 Uhr und spärlich bekleidete Frauen präsentieren uns ihre Körper an jeder Ecke auf Werbeplakaten. Auch wird durch Medien das Bild propagiert, dass Sex glücklich macht, leicht zu haben ist und dass zu einem erfolgreichen Menschen auch dazugehört, dass er die schönsten Frauen haben kann.
Sex ist etwas Gutes
In der Bibel finden wir einiges zum Thema Sex und wie sich Gott das mit der „schönsten Sache der Welt“ so gedacht hat: Sex ist etwas Gutes und gehört zu einer Beziehung. Aber nur mit einem festen Partner und zu seiner Zeit! Auch warnt uns die Bibel wiederholt vor Ehebruch – also Fremdgehen: „Ihr wisst, dass es im Gesetz heißt: 'Du sollst nicht die Ehe brechen!' Ich sage euch aber: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.“ (Matthäus 5,27-28)
Spaßfaktor oder Intimität?
Für viele klingt das altmodisch. Wir wollen heute alles sofort haben. Der Spaßfaktor zählt! Den bietet schneller Sex mit wechselnden Partnern sicherlich, allerdings verspielt man sich so auch die Chance, erst einmal eine tiefere Beziehung aufzubauen. Genau das aber hat sich Gott gewünscht. Er hat Mann und Frau geschaffen, damit sie „eins werden“ (1. Mose 2,24), damit sie eine lebendige Beziehung führen und die Geborgenheit erfahren können, nach der jeder Mensch sich sehnt. Und diese enge Vertrautheit, diese Intimität findet schließlich auch im Sex ihren Ausdruck.
Wir brauchen Vergebung
Gott hat sich Sex also nicht in erster Linie als Freizeitspaß gedacht, und auch die Frau nicht als Sexspielzeug erschaffen. Aber Fakt ist aber auch, dass wohl kaum jemand die Kriterien von Matthäus 5,28 erfüllen kann. Dazu braucht man schon viel Selbstbeherrschung. Doch Gott geht es vor allem um unser Herz – also unsere Einstellung, unsere Ausrichtung. Wir müssen nicht perfekt sein. Aber wir können und müssen immer wieder seine Vergebung in Anspruch nehmen, wenn wir „auf die Nase fallen“. Gott hat auch David den Ehebruch und sogar den Mord vergeben, nachdem der sich dazu bekannt und sich wieder Gott zugewandt hat.
1 Kommentar wurden bereits abgegeben
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1.schrieb am 28.05.2011 23:23
Zu: "Sex ist etwas Gutes und gehört zu einer Beziehung. Aber nur mit einem festen Partner und zu seiner Zeit!"
Wie clever dieser Satz doch um den Anspruch der Bibel, dass Sex ausschließlich in eine Ehe (eine lebenslange Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau) gehört, mit einem Satz, wie "mit einem festen Partner und zu seiner Zeit", herum manövrieren lässt.
Und schon gibt es ein Ideal weniger. Nicht gerade idealistisch von einem "Idealisten".



