Lieder aus dem Leben mit Gott
Sefora Nelson singt einfühlsame Popsongs mit Tiefgang. In der christlichen Musiklandschaft hat die 31jährige noch nicht lange einen Namen: 2009 gewann sie den Spring Song Contest. Ihr im vergangenen Jahr erschienenes Debütalbum kann sich hören lassen, nicht zuletzt wegen ihrer klaren und ausdrucksstarken Stimme. Nun ist sie für den „David-Award“ in der Kategorie „Bester Newcomer 2011“ nominiert.
Für Sefora Nelson war Musik von klein auf ein fester Bestandteil ihres Lebens. Als zweites von sieben Kindern wurde sie in eine musikalische Familie hineingeboren. Die Deutsch-Italienerin lernte Flöte, Keyboard, Akkordeon und Klavier. International geprägt sind nicht nur ihre Wurzeln, sondern auch ihr Leben: Ihr Ehemann kommt aus Trinidad, in Prag fand die Hochzeit statt. Gemeinsam haben sie ein Kind.
In den Vereinigten Staaten und in Frankreich studierte sie Musik und Theologie. Diese Verbindung ist charakteristisch für ihre eigenen Lieder geworden. In ihnen erzählt sie aus ihrem Leben, einem Leben mit Gott. Deswegen, so schlussfolgert Nelson in einem Gespräch mit Bibel TV, seien ihre Lieder automatisch Lieder über Gott. Sie habe keinen Drang danach, über das Leben eines anderen zu singen. Deswegen fühle sie sich auch nicht begrenzt. Im Gegenteil: Sie habe die Möglichkeit, eigene Lieder zu schreiben und zu singen, sich selber darin auszudrücken und an ganz unterschiedlichen Orten aufzutreten. Dabei singt die Künstlerin nicht nur auf verschiedenen Bühnen, sondern auch vor ungewöhnlichem Publikum. So trat sie schon in einem Gefängnis oder vor Obdachlosen auf der Straße auf.
Ein überzeugendes Debütalbum
2009 gewann Sefora Nelson den erstmalig von Gerth Medien gestifteten Preis des Spring Song Contests in Ruhpolding/Bayern. Einzelne Lieder erschienen in der Folge auf CDs, wie „Starke Frauen – Sanfte Töne“ und „Anbetung 2010“. Der Musiker und Produzent Arne Kopfermann, ein Mitglied der Preisjury, ist überzeugt: „Sefora hat nicht nur eine wunderbare Ausstrahlung, sondern ein großartiges Gespür für Melodielinien, die dem Hörer im Ohr hängen bleiben.“
Dies bestätigt auch ihr deutschsprachiges Debütalbum „Wenn der Tag kommt“, das im März 2010 auf den Markt kam. Elf selbst geschriebene Lieder sind darauf zu hören. Sie sind zumeist ruhig und einfühlsam, nur wenige lebhafter. Sie sind eingängig, aber auch zutiefst persönlich. Nelsons Stimme ist klar und ausdrucksstark, insbesondere da, wo sie aus festen Bahnen ausbricht und improvisiert. Dahinter wirkt die instrumentale Begleitung dezent, eben begleitend – gut so, möchte man meinen.
Nicht immer leichte Kost
In den Liedern geht es immer wieder um Chancen, die das Leben bietet, die man aber auch ergreifen, für die man sich entscheiden muss. „Du hast eine Berufung, ich glaub jeder Mensch hat eine Berufung, vom Schöpfer hineingelegt: Bist du mutig genug dem nachzugehen?“ So fasst es Sefora Nelson zusammen.
Besonders stark findet dieser Grundtenor in dem Lied „Die Chance“ seinen Ausdruck. Darin schildert die Sängerin eine Situation, die sie nie erleben möchte, nämlich vor Gott zu stehen und zu hören: „Du hattest die Chance, nun ist es zu spät“. Die Lieder sind nicht immer leichte Kost. Da geht es in „Besser dran“ um den schmalen Weg, der sich gegenüber scheinbar verlockenden Alternativen als der bessere erweist. Da wird Gott in „Thank You For Valleys“, dem Siegertitel des Spring Song Contests, auch für die Täler des Lebens gedankt, nicht nur für die Höhen. Und das kommt nicht von ungefähr, weiß Sefora Nelson: „In den schmerzhaftesten Zeiten meines Lebens sind die meisten Lieder entstanden.“
Ein Leben mit Tiefgang leben
Die 31-Jährige wirbt in ihren Liedern dafür, das Leben zu leben. Ein Leben, das nicht nur aus Spaß besteht, sondern Tiefgang hat; das auch gekennzeichnet ist von Rückschlägen, Verlusten und Versagen, aber gerade auch das Wunderschöne erkennt, das aus diesen Situationen entsteht. Dann nämlich, wenn man die Chancen nutzt, die Gott schenkt und jene Dinge bei ihm ablegt, die einen belasten.
Die „David Awards“ werden am 5. Februar im Rahmen der Musikmesse „Promikon“ in Gießen zum dritten Mal verliehen. Für den „Musikpreis der deutschen christlichen Musikszene“ wurden aus über 500 Vorschlägen jeweils drei Künstler oder Bands in den Kategorien „Bester Newcomer 2011“, „Bester Nationaler Künstler“ und „Bestes Album des Jahres“ nominiert. Zusätzlich wird ein „David Award“ für die „Künstlerpersönlichkeit des Jahres“ vergeben. idealisten.net stellt in den kommeden Tagen die neun Nominierten vor.
Flash ist Pflicht!
1 Kommentar wurden bereits abgegeben
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1.schrieb am 28.01.2011 19:25
Sefora ist eine faszinierende, tolle Frau, die mit Arne Kopfermann hier in Überlingen am Bodensee ein Konzert gegeben hat...und ich war total begeistert....von ihrer Musik, von ihrer Ausstrahlung, von ihrer Natürlichkeit und Offenheit. Ich wünsche ihr, dass sie diesen Preis als Newcomerin gewinnt....sie hat es auf jeden Fall verdient.



