Liebe dynamisch um die Welt tragen
Was für eine Stimmung: 450 junge Leute, feierten kürzlich auf Schloss Buchenauerhof die christliche Jumi-Night unter dem Motto „Dynamic love – weil Gott dynamisch liebt“. Die Band „Chosen to be“ begeisterte mit energiegeladenem Rock/Pop-Worship und 35 Kurzzeit-Mitarbeiter der Deutschen Missionsgesellschaft (DMG) stellten sich vor. Dazu lud das Gelände der Sinsheimer Mission mit internationalem Flair dazu ein, fremde Kulturen kennen zu lernen.
Auf der gemeinsamen Veranstaltung der DMG und des JUGO-Sinsheim (Jugendgottesdienst) brachte die Band „Chosen to be“ aus Hoffenheim die jungen Leute dazu, dass sie am Ende feiernd und singend durch die DMG-Halle tanzten, fröhlich die Bühne stürmten und Zugabe um Zugabe einforderten. Sie spielten Rock/Pop-Worship mit erstaunlich harten Elementen, aber auch melodische Interpretationen bekannter
christlicher Songs. Dabei machte die Band deutlich, dass ihnen nichts an eigener Popularität liegt: „Uns geht es um Jesus, ihn wollen wir mit unserer Musik anbeten“, betonten sie.
Kulturen sinnlich kennenlernen
Ebenfalls begeistert waren die Teilnehmer von der internationalen Atmosphäre auf dem Gelände der Sinsheimer Mission. Da konnte man sich auf der Wiese in einer echt kirgisischen Jurte ausruhen, traf Missionarin Kathleen Quellmalz, die in Tansania unter Straßenkindern arbeitet, in bunter, afrikanischer Tracht an und ließ sich von ihr über Kinder in Afrika erzählen. Oder man genoss in chinesischem Ambiente knallheißen Tee bei Missionar Alain Haudenschild, der einem dabei erklärte, weshalb er auf der Insel Taiwan in buddhistischem Umfeld christliche Gemeinden aufbaut.
Farbfernsehen mit Jesus
Pastor Thomas Dauwalter forderte die 450 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in seiner Predigt auf, konsequent dem Vorbild der Liebe von Jesus zu folgen: „Wenn alle Menschen so leben würden wie Jesus, wäre es gigantisch schön auf der Erde!“ Das Geheimnis sei: „Jesus macht wirklich neu, er repariert nicht nur ein wenig!“ Die Liebe von Jesus habe die Kraft, die Welt grundlegend zu verändern: „Da herrscht Vergebung, nicht mehr Vergeltung, Wahrheit statt Lüge, Friede statt Krieg und Treue, nicht mehr Untreue.“ Die Welt werde völlig anders, wo Menschen sich für Jesus öffneten, so Dauwalter. Wenn man Jesus in sein Leben hereinlasse, sei das ein Unterschied, wie wenn man nur Schwarzweißfernsehen kenne und plötzlich vor einem brillanten Farbfernseher stehe: „Da denkt man nur noch: Mensch, war das blass vorher. So ist Jesus, er gibt Leben und Liebe im Überfluss!“
An dem Abend stellten sich auch 35 junge Christen vor, die in den nächsten Monaten im Ausland einen Kurzeinsatz von sechs Monaten bis zwei Jahre über die DMG machen werden, um Menschen zu helfen. Auf drei Kontineten werden sie aktiv sein, von Indien über Japan, Argentinien bis in den Senegal. Die Besucher der Jumi-Night kamen mit einzelnen Kurzzeit-Missionaren ins Gespräch und konnten sich über deren künftigen Einsatz informieren.
Glauben unabhängig von gewohnten Strukturen leben
Die 19-jährige Sarah beispielsweise hat gerade das Abitur hinter sich. Sie geht über das Kurzeinsatz-Programm der DMG nach Ouagadougou, in die Hauptstadt Burkina Fasos. Sarahs Motivation: „Ich wollte schon lange mal ins Ausland, weil ich mich einmal ganz bewusst selbst in die Situation bringen möchte, dass ich unabhängig von Freunden und meiner christlichen Gemeinde meinen Glauben an Jesus leben will. Und ich möchte ausprobieren, ob Missionsarbeit etwas für mich ist. Vielleicht werde ich ja mal Missionarin?!“ Sarah wird an einer Schule afrikanische Kinder in Englisch und Französisch unterrichten und sich nachmittags um Straßenkinder kümmern.
Hinweis durch Kreuzworträtsel
Wieso sie gerade in die Stadt mit dem kuriosen Namen Ouagadougou gehen will? Sarah: „Es ist lustig, wie Gott führt; überall hat er mich auf diese Stadt hingewiesen: Es begann damit, dass mein Papa in einem Kreuzworträtsel Ouagadougou entdeckt hat und mich immer damit neckte, dass ich eines Tages dorthin reisen werde; dann kam eine Erdkundeklausur, ausgerechnet über Ouagadougou. Eine meiner Freundinnen reiste wegen ihres Studiums nach Ouagadougou, und kürzlich lernte ich sogar in Deutschland ein junges Mädchen direkt aus Ouagadougou kennen. Ich bin mir ganz sicher, dass Gott mich in dieser Stadt haben will!“
Lebensretterin in Ostasien
Anne ist Langzeitmitarbeiterin der DMG. Sie hilft schon seit mehr als acht Jahren Menschen als Krankenschwester in Ostasien. Sie machte auf die Not in ihrem Einsatzland aufmerksam. In einem Slumgebiet der Hauptstadt leben 220.000 Menschen auf einem Quadratkilometer, eine Person habe dort nur rund vier Quadratmeter zur Verfügung: „Es ist dramatisch, jeden Tag sieht man Kinder und Mütter sterben.“ Frauen hätten es besonders schwer. Sie alterten früh, weil sie viele Kinder bekommen und extrem hart arbeiten müssen. Es gebe auch viel Not und Armut im Umfeld des christlichen Krankenhauses, in dem sie tätig sei. Gleichzeitig bedeute der Dienst in der Klinik jedoch einen echten Unterschied für zahllose Menschen, denen die Sinsheimer Missionarin durch medizinische Versorgung helfen kann.
Lies mehr über die Jumi-Night und das Kurzeinsatzprogramm der DMG.


