Kirchentag: Die fleißigen Helferlein
Ohne sie gäbe es keinen Kirchentag - oder er wäre unbezahlbar. Rund 4500 freiwillige Helfer sorgen in Dresden dafür, dass der Kirchentag läuft, dass alles auf- oder abgebaut wird und dass jeder weiß, wo es langgeht (oder wo es mal nicht langgeht). Die meisten der Ehrenamtlichen sind junge Leute aus Jugendgruppen, von den Pfadfindern oder ganze Schulklassen.
Geduld und freundliches Lächeln
Das Veranstaltungsgelände ist überfüllt, höflich aber bestimmt hält Florian Funke eine Gruppe älterer Damen auf: „Dort unten kommen sie nicht weiter, da ist alles voll.“ Der 20-Jährige gehört zur Waldjugend, mit sieben Leuten ist er aus Glücksburg an der Ostsee nach Dresden gereist, um als „Helfer für alles“ dabeizusein. Fünf Tage lang ist Florian hauptsächlich als Ordner eingesetzt.
„Die Menschen sind hier freundlicher als in München“, erzählt er, denn auch beim Ökumenischen Kirchentag in München letztes Jahr hat er schon mitgearbeitet. Und mit Geduld und einem freundlichen Lächeln schafft er es, sich auch bei manch genervten Kirchentagsbesuchern durchzusetzen.
Das Gefühl, etwas sinnvolles zu tun
Im Aufzug der EnergieVerbund-Arena steht Malte (16) aus Wülfrath bei Köln und fährt die Besucher hoch ins Internetcafé. Er versprüht gute Laune, genau die richtige Stimmung für den Kirchentag. „Ich bin als HElfer gekommen – freiwillig. Und ich mache nichts, was mir zu schwer ist – keiner erwartet das von mir.“ Es ist diese Freiheit bei der Arbeit und gleichzeitig das Gefühl, etwas sinnvolles zu tun, die die Helfer antreibt.
Malte ist mit 22 Leuten aus seiner Schule hier, alle helfen mit. Seit dem Krabbelalter ist er schon regelmäßiger Kirchentagsbesucher, zum zweiten Mal hilft er nun mit. Auch Malte hat mit den Gästen gute Erfahrungen gemacht: „Manche Leute beschweren sich zwar, wenn ich sie irgendwo nicht durchlassen kann, aber die meisten sind freundlich.“
Auch hinter den Bühnen läuft alles reibungslos
Dafür, dass auch hinter der Bühne alles läuft, das Equipement da ist und auch ein paar Getränke bereitstehen, sorgen Backstage-Mitarbeiter wie Elena Stehle (24) und Sandra Weisser (22) aus Rosenfeld. Am ersten Abend betreuten sie die Prinzen. Keine Spur von Starallüren. „ Die Prinzen waren nett, gut gelaunt und wir haben dann auch zusammen ein Bierchen getrunken“, freuen sie sich. „Es war wirklich unkompliziert.“
Zeit für das Kirchentagsprogramm bleibt trotzdem
Trotz der 6 bis 8-Stunden-Schichten bleibt auch für die Helfer Zeit, den Kirchentag zu genießen. „Ich war bei Margot Käßmann, bei Christian Wulff und hab eine Führung durch die Frauenkirche mitgemacht“, sagt Malte. Er hat sich schon am ersten Tag nichts entgehen lassen. „Nach der Arbeit können wir ja noch Konzerte besuchen“, sagt auch Florian und hat nicht das Gefühl, dass er etwas verpasst: „In unserer Halle ist sowieso viel Interessantes los."
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