Keine Kinderpornografie im Netz

Kinderpornografie soll künftig aus dem Internet verbannt werden: CDU und FDP haben sich darauf geeinigt, Internetseiten zu löschen und nicht nur zu sperren. Aber man muss nicht auf das Eingreifen der Behörden warten, um etwas gegen jugendgefährdende Seiten zu tun. Jeder kann sich bei der „Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V.“ beschweren.
  • Foto: Pixelio/Claudia Hautumm

 

Der Erfolg spricht für sich: Ermitteln die europäischen Behörden gegen kinderpornografische Internetseiten und informieren den jeweiligen Serverbetreiber, werden innerhalb von zwei Wochen 93% der Seiten gelöscht, nach vier Wochen 99%, so die Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA).

Wer jedoch jugendgefährdende Seiten entdeckt, kann auch selbst etwas tun. Die „Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V.“ (FSM) in Berlin kümmert sich um Beschwerden zu Themen wie Pornografie, menschenunwürdige Gewaltdarstellungen, Volksverhetzungen und Kriegsverherrlichung.

Der FSM hat im vergangenen Jahr 2389 Hinweise bekommen, das sind 10% mehr als 2009. Dabei ist der Anteil der Beschwerden über Kinderpornografie in 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 10% zurückgegangen – auf 29% . Das könnte an den verstärkten Bemühungen der Internetwirtschaft und des Bundeskriminalamtes zum Löschen von Bildern sexuellen Kindesmissbrauchs zurückzuführen sein.

Der FSM bietet ebenso Hilfen für Eltern und Pädagogen an, wie sie Kindern unterstützen können, Medienkompetenz zu entwickeln. An die Kinder selbst wendet der Verein sich mit der Seite fragFINN.de.

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