Jugendliche unter die Lupe genommen
Jugendliche rücken zunehmend in das Feld der Forschung. Das zeigen zahlreiche Studien, die sich in im Jahr 2010 mit dieser Altersgruppe befasst haben. Übereinstimmend kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Internet eine immer wichtigere Rolle unter jungen Erwachsenen spielt.
Es ist die Generation Netzwerk, die heranwächst – eine Altersgruppe, deren Aktivitäten in der virtuellen wie in der realen Welt etwa gleichbedeutend sind. Vor allem Kommunikation findet verstärkt im Internet statt. Diese Thematik ist im laufenden Jahr zu einem beliebten Ansatzpunkt für Studien geworden.
Das Internet nimmt immer mehr Platz im Leben der Jugendlichen ein. Nicht nur die Anzahl der jungen Internetnutzer ist gestiegen, sondern auch die Anzahl der Stunden, die sie im Netz verbringen. Von den 96 Prozent, die einen Internetzugang haben, verbringt ein Großteil mehr als 13 Stunden pro Woche im Internet. Das bestätigt die diesjährige Shell-Studie.
Die Angebote im Internet sind vielfältig – genauso wie die Nutzung. So nutzt ein Viertel der Befragten Online-Games, ein Viertel beschäftigt sich in sozialen Netzwerken, andere gehen digital shoppen, schreiben E-Mails oder lesen Nachrichten. Abhängig ist die Nutzung von der sozialen Herkunft. Jugendliche aus privilegierten Haushalten befassen sich in ihrer Freizeit verstärkt mit Lesen und kreativen Tätigkeiten, während junge Menschen aus sozial benachteiligten Familien viel Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer verbringen.
Familie und Freunde unverzichtbar
Eine ähnliche Tendenz zeichnet sich in der Kommunikation ab. Laut einer Studie zur Gesprächskultur des Allensbacher Institut für Demoskopie empfinden Jugendliche keinen wesentlichen Unterschied zwischen Kommunikation im Internet oder direkten Gesprächen. Unterhaltungen von Angesicht zu Angesicht werden nur als geringfügig angenehmer betrachtet. Gerade die Echtzeitkommunikation über Skype, ICQ oder MSN sind ein beliebtes Mittel der Kontaktpflege unter den 14- bis 19-Jährigen, belegt die ARD-ZDF-Onlinestudie.
Doch wie die Shell-Studie zeigt, hat das Internet nicht erste Priorität. Die Werte und Lebenseinstellungen sind weiterhin pragmatisch. Familie, Freunde und das soziale Umfeld sind für einen Großteil der Jugendlichen unverzichtbar.
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