JesusHouse in München: Kurz und gemütlich
160.000 junge Menschen an fast 500 verschiedenen Übertragungsorten hat die „JesusHouse“ in diesem Jahr erreicht. Auch im „CVJM-Wohnzimmer“ in München – die „Friday Lounge“ – stand die Jugendevangelisation auf dem Programm.
+++ 18:53 Ich komme bei meinem Job etwas später raus und eile jetzt zur „Friday Lounge“ des CVJM München. Mal sehen, ob ich es finde, die Informationslage war eher schwach. Wie viele Außenstehende sich da wohl einfinden werden? +++
+++ 19:00 Mein letzter JesusHouse-Besuch war in Nürnberg – 1998! Ganz schön lange her schon. Bin gespannt +++
+++ 19:08 Regen. Ich hangele mich von einer überdachten Häuserfront zur nächsten. Dabei steigen mir ständig heftig verführerische Düfte von Pizza, Döner und Burger in die Nase. Abendessen gab’s noch keines +++
+++ 19:15 Na also, war ja gar nicht so schwer. CVJM-Gebäude sind dann doch fast immer ganz gut zu entdecken. Das Thema Heute ist „Glaube“ +++
+++ 19:16 Es ist noch nicht viel los in der offenen Lounge. Ein paar Mitarbeiter und CVJM-Gäste stehen herum. Ich lasse mir ein Bier bringen +++
+++ 19:20 Volltreffer! An der Bar gibt es auch Burger zu Essen. Mein Magen gibt Ruhe +++
+++ 19:25 Halb acht geht’s los. In Stuttgart zumindest. Hier steht: Übertragung ab 19:50. Vorprogramm also? +++
+++ 19:30 Kein Vorprogramm. Aber ich unterhalte mich nett mit jemandem vom CVJM. Schön, dass man da nicht alleine gelassen wird +++
+++ 19:48 Jetzt geht’s los. Mit einer sehr knappen Einführung. Im Anschluss soll es Raum für Gebet und Gespräche geben +++
+++ 19:50 Die Übertragung aus der Porsche Arena in Stuttgart beginnt. Auf der Leinwand erstrahlt des JesusHouse-Logo. Das Eingangslied klingt ein wenig nach Action-Film. Aber dann mischen sich sanfte Chöre unter die verzerrten Töne. Rockig geht’s weiter mit der JesusHouse-Band „Gracetown“ +++
+++ 19:55 30 Leute sind da – hier in München natürlich. Ansonsten liefert Tim Niedernolte, der Moderator in Stuttgart, noch ein paar Fakten: 400 Übertragungsorte, 7 Länder, 5 Sprachen +++
+++ 20:00 Tim macht seine Sache gut, wirkt souverän. Er erzählt eine lockere Anekdote aus der JesusHouse-Veranstaltung in seiner Heimatstadt: Jemand wurde versehentlich in einer Putzkammer eingesperrt – und schlief dann einfach, bis er nach der Veranstaltung entdeckt wurde +++
+++ 20:01 Gracetown dürfen wieder ran. Ein kleiner Junge, ein alter Mann und ein Hip-Hopper kommen auf die Bühne. Was genau davon geplant war, ist unklar. Es sorgt jedenfalls für Erheiterung in der Lounge +++
+++ 20:05 Soso, man kann also Fragen per SMS an den Prediger Matthias Clausen schicken. Los geht es gleich mit einem Klassiker – das Theodizee-Problem: Wie kann ein liebender Gott Leid zulassen? In einer Minute abgehandelt. Wow! +++
+++ 20:08 Die Leinwand verkündet: „Das Gerät schaltet sich gleich ab. Drücken Sie eine beliebige Taste um diesen Vorgang abzubrechen.“ +++
+++ 20:09 Die Übertragung schaltet sich wirklich ab. Stattdessen läuft jetzt Fußball. So ein Abend ganz ohne Panne wäre ja langweilig ;-) +++
+++ 20:15 Das Technik-Problem wurde gelöst. Weiter geht die Übertragung: Jesus-House-Moderatorin Frieda ist in der hessischen Kleinstadt Hering – quasi doppelte Sattelitenreise: Aus Hering nach Stuttgart und von Stuttgart nach München +++
+++ 20:20 Hering-Wettessen in Hering. Leichter Ekelfaktor, denn Moderatorin Frieda mag keinen Hering – und verliert gnadenlos. Jetzt muss sie nach der Veranstaltung Klos putzen. Zu sehen übrigens auf YouTube +++
+++ 20:22 In Stuttgart tritt jetzt eine Tanzgruppe der sozial-kulturellen Jugendeinrichtung „blue.boks Berlin“ auf. Etwas mehr Licht wäre gut +++
+++ 20:28 Jemand checkt ins CVJM-Hotel München ein. Leider ist die Rezeption direkt nebenan. Vom Interview mit den Tänzern und den Machern der blue.boks bekomme ich daher nicht viel mit, außer: keine Bühnenprobe, nachts wieder heim nach Berlin und am nächsten Tag Klausur +++
+++ 20:38 Die Predigt geht los. Oder ist es doch Comedy? Es geht um Glauben und Vertrauen +++
+++ 20:41 Matthias Clausen macht das ganz gut. Den Predigt-Stil kennt man von ähnlichen evangelikalen Veranstaltungen: Immer wieder ein kleiner Witz, griffige, aber altbekannte Vergleiche, Nacherzählung von Bibelstellen +++
+++ 20:53 Die Predigt ist zu Ende. Sanftes Geklimper und Einladung zum Kreuz. Das ist ja immer ein spannender Moment bei solchen Veranstaltungen. Geht jemand nach vorne? Wer geht nach vorne? +++
+++ 20:55 Die Übertragung endet vorher. Die Münchener Moderatorin erklärt die Möglichkeiten zum Gebet und Gespräch vor Ort. Trotzdem herrscht allgemeine Ratlosigkeit. Ist es jetzt wirklich schon aus? +++
+++ 21:03 So langsam bezahlen die Leute an der Bar, der Raum wird leerer. Ob sich jemand zu einem Gespräch oder Gebet zurückzieht? Ich weiß es nicht. Das wurde hier sehr diskret gelöst. Zu den Rückzugsräumen geht’s auf dem Weg nach draußen irgendwo rechts weg +++
+++ 21:10 Ich rede noch ein wenig mit einigen Leuten und gehe dann. Ein netter, gemütlicher Abend hier in der Lounge. Im Zentrum stand eher die Unterhaltung, weniger ein Gottesdienst oder Anbetung. Wie viel es dem Einzelnen gebracht hat, werde ich wohl nicht herausfinden. Der Regen hat inzwischen jedenfalls wieder aufgehört +++
Schau Dir das Kloputz-Video an.


