ICH LEBE und IHR sollt auch LEBEN!
Schauen wir uns Jesu Worte einmal genauer an. Jesus sagt, dass er lebt und wir auch leben sollen. Er sagt es mit einer solchen Autorität, dass es sich schon wie ein Befehl anhört. Wenn ein kleines Kind diesen Satz sagen würde: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ So wäre es doch nur ein Wunsch den das Kind nicht erfüllen könnte.
Selbst wenn ich heute Abend zu euch sagen würde: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ hätte es lange nicht eine so starke Aussagekraft wie wenn Jesus es sagen würde. Denn Jesu Worte haben Kraft, was er sagt hat Bestand! Jesus wurde das Leben nicht geschenkt wie es uns geschenkt wurde – Nein – Jesus ist der Erfinder und Besitzer allen Lebens. Und weil alles Leben auf der ganzen Welt ihm gehört kann er es auch geben wem er will. Und er hat es uns gegeben!
Mathematische Formel
Als ich mir diesen Vers aus dem Johannesevangelium zuerst angesehen habe, da habe ich mir vorstellen müssen, wie dieser Vers wohl in einer mathematischen Formel aussehen würde. „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ – Für mich gibt es hier drei Faktoren die in die Formel müssen: 1. Jesus 2. Wir 3. Leben. Und in einer Formel würde ich dass dann so aufschreiben: Jesus + Andy = Leben!
Analyse
Schauen wir uns diese drei Faktoren doch einmal näher an. Jesus, dass ist der Sohn Gottes der vor über 2000 Jahren von einer Jungfrau geboren wurde. Jesus, der in die Windeln gemacht hat. Jesus, der draußen gespielt hat. Jesus, der außergewöhnlich gut im Alten Testament Bescheid wusste. Jesus, der sich mit dreißig Jahren 12 Jünger aussuchte. Jesus, der Kranke heilte, einfach so. Jesus, der sich als Gott ausgab, obwohl er doch wie ein Mensch aussah. Jesus, der viele Feinde hatte. Jesus, der in der Wüste 40 Tagelang versucht wurde alle möglichen Sünden zu tun – doch er tat sie nicht. Jesus, der uns alle so sehr liebte, dass er für uns gekreuzigt wurde. Jesus, der mit uns den Tod gegen Leben getauscht hat. Dieser Jesus ist Gott.
Meisterstücke
Dann nehmen wir mal als zweites Mal uns: In der Formel habe ich meinen eigenen Namen eingesetzt. Ihr könnt Euren hier einsetzen. Wir sind Menschen, bekanntlich eine Mischung aus Materie und göttlicher Information. Die Bibel sagt in Genesis 2,7: „Da bildete Gott, der Herr, den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine Lebende Seele.“ Teils sind wir also Materie, und Teils enthalten wir göttliche Information. Wir sind ein Meisterstück der Kreativität Gottes. Wir sind von Gott konstruiert worden. An dieser Stelle möchte ich einmal einen Vergleich anstellen: Wenn wir Menschen etwas konstruieren, dann steht dahinter die Absicht etwas mit einem bestimmten Zweck herzustellen. Wir erfanden den Buchdruck um Informationen einfacher verbreiten zu können. Wir haben Lampen erfunden um nachts nicht im Dunkeln zu tappen. Wir haben Autos erfunden um schneller von A nach B zu kommen. Dann haben wir Flugzeuge gebaut, um noch schneller von A nach B zu kommen. Wir haben Brillen die uns das Sehen erleichtern. Wir haben eine einheitliche deutsche Sprache und Schrift um uns im ganzen Land leicht verständigen zu können. Wir sitzen heute Abend auf Stühlen, weil jemand die Absicht hatte, komfortabel zu weilen! – Wir sehen: Was der Mensch herstellt, hat einen Zweck.
Welchen Zweck haben wir?
Nun zurück zu Gott, unserem Hersteller. Warum hat er uns Menschen gemacht? Hat er auch einen Zweck für uns? Aus den Versen der Schöpfungsgeschichte erfahren wir, dass erst die Erde mit allen Lebewesen von Gott erschaffen wurde und dann der Mensch. Gott schuf also erst ein Riesengeschenk, nämlich ein 6 Tausend Trillionen Tonnen schweres Geschenk (das ist eine Zahl mit 24 Nullen) und dann diejenigen die er damit beschenken wollte – nämlich uns.
Liebe braucht ein Gegenüber
Zur Frage, warum Gott die Welt erschaffen hat gibt es ja so einige komische Ansichten die landläufig vertreten werden. Die stellen wir jetzt mal kurz richtig: Gott schuf die Menschen nicht, weil ihm langweilig war. Gott schuf die Menschen auch nicht, weil er jemanden brauchte, der die Erde bewirtschaftet – Nein – Gott schuf die Menschen einzig und allein aus Liebe: Gott hat nicht nur Liebe, sondern Gott ist Liebe (Vgl. 1. Johannes 4,16). Man könnte also statt Gott auch das Wort Liebe sagen. Alles was Gott tut, denkt und ist, ist deshalb von der Liebe bestimmt. Nun wissen wir aus unserer eigenen Liebeserfahrung heraus, dass Liebe immer den anderen, das Gegenüber braucht. Liebe will nicht sich selbst, sondern den Nächsten. Liebe, die nur sich selbst meint, wäre purer Egoismus und eben keine Liebe. Liebe braucht jemanden, den er lieben kann, dem er Liebe geben kann. Liebe will glücklich machen und Gutes tun und das an Wesen, die ihm, der liebt, gleich oder ähnlich sind. Die, wie der Liebende selbst, empfinden und wiederlieben können. Aus diesem Grunde schuf Gott Menschen. Er wollte ein Gegenüber, dass der glücklich machen konnte. Nicht von ungefähr heißt es in der Bibel: “Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei!“ (1. Mose 1, 26)
Eine Liebesbeziehung
Ich halte also hiermit fest: Wir sind für eine Liebesbeziehung mit Gott geschaffen. Der Mensch David aus der Bibel lebte in dieser Beziehung und wurde deswegen wohl auch als ein Mann nach dem Herzen Gottes bezeichnet: In Psalm 61,5 betet er: „Ich möchte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Flügel.“ Dieser Satz drückt die drei grundwichtige Dinge aus: Die Gegenwart Gottes bietet Schutz, sie ist begehrenswert und Gott ist größer als wir!
Faktor "Leben"
Und schließlich den Faktor Leben: Was für ein Leben meint Jesus hier? Meint er etwa, ein Leben in Berühmtheit, dass es verdient als „Leben“ bezeichnet zu werden? Oder meint er, dass wir reich werden, um uns das „wahre Leben“ im Wohlstand gönnen können? Meint er vielleicht, dass unser Herz nie mehr aufhören wird zu schlagen? Oder ist mit Leben gemeint, dass wir einfach nie vom „Sein“ ins „Nichtsein“ übergehen werden? Eine weltliche Definition sagt: „Leben ist eine Erscheinung, die sich durch vier Eigenschaften äußert: 1. Irritabilität: Fähigkeit auf Reize im Sinne der Arterhaltung zu reagieren 2. Metabolismus: Energieaufnahme 3. Reproduktion: Vermehrung 4. Wachstum“
Das Versprechen des Lebens
Die große Frage die sich jetzt stellt: Meinte Jesus im Sinne dieser Definition, dass wir uns pflegen, Energie aufnehmen, uns vermehren und wachsen sollen? Wollte er uns dies schenken? - Das haben wir doch schon alles! Aber wenn wir das schon alles haben, was für ein Leben meint Jesus dann überhaupt noch? Ich denke, dass Jesus mit dem Satz: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ in die Zukunft deutete: Jeder Christ, der Jesus liebt wird am Tag der Auferstehung zum Leben geholt werden. Das war das Versprechen des Lebens für alle, die auf ihn vertrauen. Sogar wenn sie sterben sollten würden sie auferweckt werden, um nie wieder zu sterben. Leben, das gibt es nur bei Gott. In seiner Nähe ist Leben, weil er das Leben ist. Umso ferner man Gott ist, umso ferner ist man dem Leben. Deswegen gibt es nur bei Gott das Leben. Und weil Jesus durch den Heiligen Geist in uns wohnt, haben wir ewiges Leben – Das Leben wohnt ja in uns durch Jesus Christus. Schlussteil: Gott, der die Liebe ist, sagte: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ – So schuf er die Menschen aus Liebe. Der Mensch fiel in Sünde und entfernte sich aus der Liebesbeziehung zu Gott. Aber Gott kam zu uns als Jesus Christus. Und sagte wieder: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ Und befreite uns ein für allemal von unserer Sünde. Das Leben gilt allen, die ihn lieben und sein Wort halten, sagt Jesus einige Verse weiter. Jesus kommt in unser Leben in der Form des Heiligen Geistes. Und darum geht es auch im biblischen Kontext wenn Jesus sagt: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“
Proberechnung
Der Heilige Geist ist der Beweis für unser Leben. Der Heilige Geist ist Gott in uns! Der Heilige Geist ist die Liebe in uns. Der Heilige Geist ist das Leben in uns! Wenn ich also wissen möchte, ob die Rechnung die wir gerade besprochen haben richtig ist, dann muss ich mich fragen woher ich weiß, dass ich das Leben habe welches Jesus verspricht. Die Proberechnung könnte dann so aussehen: Andy + Leben = Liebe & Gehorsam zu Jesus! Wenn ich Jesus Liebe und ihm Gehorsam bin, dann stimmt es, dass ich das Leben habe, von dem Jesus spricht. Wenn ich das tue, tue ich nichts anderes als die Liebe die Gott uns durch das schenken seines Sohnes gezeigt hat, zu erwidern!
Außerhalb wartet der Tod
Unser Fazit sollte heute Abend sein: Gott und ich können die Liebesbeziehung zwischen einander dank Jesus, der ja Gott selbst ist, überhaupt erst wahrnehmen. Mit dem Bild der Ehe gesprochen: Jesus hat die Ehe zwischen Gott und uns gerettet. In dieser Ehe zu sein bedeutet zu leben. Außerhalb dieser Beziehung zu Gott zu sein, bedeutet sterben! Lasst uns Leben – Lasst uns Gottes Liebe erwidern! Sei es mit glauben, sei es mit gehorsam, sei es mit Liebe. Das ist es was Gott heute von uns möchte!
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