Herr, gib mir Geduld, aber bitte sofort!

In unserer schnelllebigen Zeit fällt uns oft schwer, geduldig zu sein. Auch auf unsere Gebete zu Gott erwarten wir oft sofortige Antwort, was meistens nicht passiert. So entstehen Enttäuschungen. Aber wie kann man man geduldig werden und im Warten nicht aufgeben?
  • Glaube ist ein Geschenk Gottes. Geduld gehört dazu. Foto: Viktor Schwabenland

 

Hast Du auch schon so gebetet: „Herr, gib' mir Geduld, aber bitte sofort!“? Zumindest gab es sicher Situationen in deinem Leben, in denen Du auf etwas warten musstest und es nicht kam. Dann warst Du vielleicht enttäuscht und vielleicht sogar verbittert.

Als ich Jesus Christus kennenlernte, war ich 16 Jahre alt und voller Energie. Ich wollte alles aus dem Leben nehmen, was es Leben mir geben konnten. Mein erstes Gebet nach meiner Bekehrung lautete: „Gott, gib mir bitte starken Glauben!“. Nun, Glaube und Geduld sind sehr stark miteinander verbunden. Deswegen begann die Phase des Wachstums mit vielen Prüfungen und Herausforderungen, die ich durchstehen musste. Ich war seit meinem 6. Lebensjahr Epileptiker. Diese Krankheit fraß mein ganzes Selbstvertrauen auf. Ich wollte von dieser Krankheit befreit werden und bat Gott immer wieder darum. Doch eines Tages machte Gott mir klar, dass ich mich einfach auf Sein Wort verlassen sollte.

Glauben und warten

Ich begann, fest daran zu glauben, dass ich durch Jesu Wunden geheilt bin (so steht es in Jesaja 53,5). Und so habe ich 10 Jahre lang geglaubt und es bekannt, bis ich letztendlich geheilt wurde. Diese 10 Jahre des Wartens und viele Probleme, die mir im Wege standen, haben dazu beigetragen, dass ich geduldig geworden bin. Ich habe eins gelernt: Wenn man  Gott vertraut, kann man sicher sein, dass die Versprechen aus seinem Wort erfüllt. Wann und wie er das macht, spielt keine Rolle. Meistens geschieht es auf ganz andere Art und Weise, als wir erwarten. Aber Gott ist treu! Wir müssen lernen, auch ihm treu zu sein und uns in Geduld üben. König Salomo schreibt in der Bibel (Sprüche 16, 32): „Geduld zu haben ist besser, als ein Held zu sein; und sich selbst beherrschen ist besser, als Städte zu erobern!“

In unserer schnelllebigen Zeit fällt es uns schwer, geduldig zu sein. Dennoch sollten wir es lernen. Aber wir brauchen beim Warten nicht passiv sein. Wir müssen nur darauf achten, dass unsere Aktivitäten nicht dem Wort und den Zielen Gottes in unserem Leben widersprechen.

Wenn Du mehr über meine Geschichte erfahren willst, schau doch mal in mein E-Book „Mein Leben als Epileptiker“.

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