Ebay verbietet das Versteigern von Gebeten

Das Internet-Auktionshaus Ebay verbietet ab dem 30. August die Versteigerung immaterieller Güter. Wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte, sei der Verkauf von „Zaubersprüchen, Flüchen, Hexerei, Beschwörungen, Magie, Zaubertränken, Gebeten und Segnungen” nicht mehr zulässig. Im INternet regt sich bereits Wiederstand.
  • Foto: Pixelio/Uta Herbert

 

Laut Ebay soll das Verbot Kunden vor Betrügern schützen, die Waren ohne wirklichen Nutzen anböten. Im Internet wehren sich Kunden, die bisher mit den „spirituellen Waren“ zufrieden waren. 1.009 Nutzer unterzeichneten eine Petition gegen das Verbot. Der Leiter der Gebetsarbeit der Evangelischen Allianz Frankfurt am Main, Bernd Oettinghaus, sagte gegenüber idea: „Die Verknüpfung von Gebet und Geld hat immer etwas Anrüchiges.“ Allerdings sei die Begründung des Unternehmens falsch, da ein Gebet niemals nutzlos sei. Eine Bezahlung für geistliche Dienstleistungen sei durchaus normal. Allerdings komme es auf die Motivation des Beters an. Wenn er aus einer gefestigten Beziehung zu Gott heraus handle, sei dies völlig in Ordnung. Oettinghaus hält Gebetsbriefe mit Zahlkarten von Missionswerken oft für viel verwerflicher.   

Versteigerung von Gebeten schon lange umstritten

Der Gründer der Jugendbewegung „Jesus Freaks“ und Initiator der Volxbibel, Martin Dreyer (Berlin) versteigerte 2009 ein Gebet bei Ebay. Er bot damals an, für den Höchstbietenden sieben Monate lang mindestens einmal wöchentlich zu beten. Den Erlös von 232 Euro spendete Dreyer der Missionarin Claudia Bernhardt in Mosambik. „Ich wollte Werbung dafür machen, dass Gott Gebete erhört“, erläuterte Dreyer 2009 gegenüber idea. Bereits vor drei Jahren waren solche Aktionen umstritten, vor allem auch, weil bei späteren Trittbrettfahrern nicht mehr klar war, wohin der Erlös fließt.

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1 Kommentar wurden bereits abgegeben

  • 1.  
    schrieb am 27.08.2012 14:45

    Die Studie, ob Gebete nutzen, wurde schon gemacht.

    Und zwar von einer religiös motivierten Organisation

    (John Templeton Foundation) und hat 2,3 Millionen Dollar gekostet.

    www.nytimes.com/2006/03/31/health/31pray.html

     

    Bei über 1800 Personen wurde geschaut, ob Gebete beim Krankheitsverlauf

    nach bei Operationen helfen.

     

    Das Ergebnis in Kurzform: Beten hilft nicht.

     

    Tatsächlich hat es Patienten, die davon wussten,

    dass für sie gebetet wurde, sogar geschadet:

    59% der Patienten, die davon wussten hatten Komplikationen,

    hingegen nur 51% die nichts davon wussten).

     

    Wie einfach hätte hier eine Gottheit uns seine

    Existenz zeigen können, wie er es ja anscheinend

    früher ständig getan hatte, als Menschen kaum

    gebildet waren und in der Wüste gelebt haben.

     

    Klar hat jeder seine persönlichen Geschichten, wo er behauptet,

    dass ein Gott ihm geholfen hat (ob Moslem, Christ, Hindu,...),

    ignoriert aber die ganzen Fälle, wo das Gebet nicht erhört wurde.

     

    Hätte die obige Studie ein anderes Ergebnis gebracht, würde

    sie ständig von jedem Christen zitiert (wie obiges persönliches

    Erlebnis), da die Studie aber genau das Gegenteil zu Tage brachte,

    geriet sie schnell in Vergessenheit.

     

    Also gut, dass Ebay solch Aberglaube in Verkaufsform verbietet.

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