Frauen-WM: Mit Gott auf dem Fußballplatz
Am 26. Juni beginnt die 6. Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland. Mit dabei ist auch die die US-Amerikanerin Tobin Heath. Die heute 23-jährige holte mit ihrer Mannschaft 2008 bereits olympisches Gold. Doch der Glaube ist ihr wichtiger als sportlicher Erfolg. Ein Porträt.
Während ihres Studiums hat Tobin Heath drei Jahre lang für die Mannschaft der Universität von North Carolina gespielt. Noch immer findet sich ihr Profil auf der Internetseite der Hochschule. Die ausgebildete Kommunikationsfachfrau gibt dort als Karriereziel an: „Jesus nachfolgen.“ Ihr Lieblingsbuch ist die Bibel, und die Liste der Leute, die den größten Einfluss auf ihre sportliche Karriere haben, beginnt mit Jesus – gefolgt von ihrer Familie und ihren Freunden.
Gold bei Olympia
Auch ihre sportlichen Erfolge können sich sehen lassen. Die Mittelfeldspielerin ist eine der besten Fußballerinnen in den USA. So gehörte sie zum Team der US-Frauen-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Dreimal wurde sie eingesetzt und half ihrer Mannschaft, die Goldmedaille zu erringen – als jüngstes Mannschaftsmitglied. 2009 wurde sie vom US-amerikanischen Fußballverband sogar zum „Young Female Athlete of the Year“ gewählt. Heute kickt sie mit der Nr. 17 auf dem Trikot für die Mannschaft Sky Blue (Somerset im US-Bundesstaat New Jersey) in der obersten US-Profiklasse WPS.
Der Sport half ihr, Gott besser kennenzulernen
Der christliche Glauben wurde Heath bereits in die Wiege gelegt. Ihre Eltern haben ihr immer wieder von Jesus erzählt: „Meine Familie hat mir gezeigt, was wahre Liebe ist.“ Doch was es mit Jesus Christus wirklich auf sich hat, lernte sie erst später. Durch ihre Karriere als Fußballerin. Auf einmal war sie getrennt von ihrer Familie, reiste zu Spielen und Trainingslagern im ganzen Land umher. Es habe gedauert, bis sie verstanden habe, dass es im Glauben nicht darum gehe, was ihre Eltern von ihr und ihrer Beziehung zu Gott denken, „sondern dass es um meine Beziehung zu Gott direkt geht“. Seitdem will sie Gott immer besser kennenlernen. Dazu braucht sie die Bibel: „Das ist der wichtigste Weg, wie Gott zu mir spricht.“
Sie lud den Trainer zum Bibellesen ein
Die Bibel ist ihr ebenso wichtig wie das Training. An der Uni traf sie sich täglich mit anderen Sportlern zum gemeinsamen Bibellesen. Wer wollte, konnte dazu kommen, um zuzuhören oder auch Fragen zu stellen: „Das ist die Zeit für uns, um zu beten, um miteinander zu reden, uns darüber auszutauschen, was Gott in unserem Leben getan hat.“ Über ihre Erfahrungen mit Gott war sie so begeistert, dass sie sogar ihren Uni-Trainer zum Bibelstudium einlud, einen bekennenden Mormonen. In den 33 Jahren – in denen er den Job als Trainer mache – sei ihm noch nie passiert, dass ihn ein Christ zum Bibellesen eingeladen habe, räumt dieser ein.
Ruhm und Geld sind nicht wichtig
Beim Sport geht es ihr nicht um Ruhm oder Geld. Sie sagt: „Ich will beim Fußball bezeugen, an wen ich glaube. Ich will mein Leben so führen, dass Gott verherrlicht wird.“ Sie hofft, dass dies die Zuschauer mitbekommen – und ihr dann Fragen stellen: „Und das sind dann diese Gelegenheiten, wo ich anderen sagen kann, wer Jesus ist und was er in meinem Leben getan hat.“
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