Die Herausforderungen der Zukunft
Mit welchen Themen, Veränderungen und Herausforderungen werden wir in der Zukunft konfrontiert sein? Dieser Frage ging das „Forum 21“ auf dem Kongress christlicher Führungskräfte am Donnerstag Nachmittag nach. Die Veranstaltung bot den rund 300 Anwesenden dabei nicht nur Gelegenheit, den Kurzvorträgen zuzuhören, sondern jeweils im Anschluss daran die Themen zu diskutieren und den Referenten Fragen zu stellen.
Generation Unsicherheit
Im Jahr 2020 werde eine „Generation Unsicherheit“ in Europa leben. Dieser Ansicht ist Markus Müller, Direktor der Pilgermission St. Chrischona. Nachdem die Sicherheiten im Bereich von Ehe und Familie sowie der Arbeitswelt bereits weggebrochen seinen, zeichne sich derzeit ab, dass die meisten Menschen auch in Religion und Staat keinen festen Halt mehr fänden. Die europäische Kultur werde nur dann langfristig überleben, wenn es uns gelinge, so zu Leben, wie Jesus es uns vorgelebt habe: Mit dem Herzen sehend, dienend, verfügbar und mit „Lammeskraft“.
Den Roten Faden im Leben finden
Von Brüchen und Wechseln gekennzeichnete Biografien werden in Zukunft zur Normalität werden. Deshalb werden Menschen sehr wichtig sein, die anderen Menschen helfen, den roten Faden im Leben zu finden und im Blick zu behalten. Das führte Cornelia Coenen-Marx vom Referat Sozial- und Gesellschaftspolitik der EDK aus. Um Unternehmen, die solche Orte schaffen, zu fördern, zeichnet die Initiative „Arbeit Plus“ der EKD sozial nachhaltige Unternehmenspolitik aus.
Auch für umbequeme Ansichten einstehen
Zu einem Umdenken in Finanzfragen rief Hans-Jörg Naumer, Leiter der Kapitalanalyse Allianz Global Investors, auf. Oft meinten wir das richtige zu tun, aber genau das Gegenteil sei der Fall. So sei zum Beispiel die Zahl der unterhalb der Armutsgrenze lebenden Menschen zwar in den letzen Jahren gesunken, doch ironischerweise nicht dort, wo Entwicklungshilfe geleistet werde. Viel sinnvoller sei es, die Menschen vor Ort mit Mikrokrediten zu fördern, so Naumer. Nur Anreizsysteme könnten Missstände in Entwicklungshilfe, Klimawandel oder in unserem Sozialsystem lösen. Christen dürften sich nicht davor scheuen, auch für gesellschaftlich umbequeme Ansichten einzustehen.
Den Menschen in den Mittelpunkt stellen
Wer sein Unternehmen zu wirtschaftlichem Erfolg zu bringen wolle, brauche Markt- und Konjunkturkenntnis und müsse den Mensch in den Mittelpunkt stellen, sagte Fred Jung, Vorstandsmitglied der juwi AG. Nur so könne man einerseits seine Kunden optimal bedienen und andererseits ein produktives Arbeitsklima schaffen. Wo Angestellten Wertschätzung entgegen gebracht und ihnen Werte vorgelebt würden, könnten aus Mitarbeitern Mitunternehmer werden, die mit Leidenschaft die Vision der Firma mittrügen, so Jung.
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