Den Glauben online leben

Facebook, YouTube, Twitter: Soziale Medien sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken. In den letzten Wochen sind Online-Netzwerke noch stärker ins öffentliche Interesse getreten: die Begriffe „Facebook-Revolution“ oder „Twitter-Revolution“ waren angesichts der Umwälzungen in Nordafrika immer wieder zu hören. Dabei sind diese Angebote erst im 21. Jahrhundert entstanden! Twitter feierte vergangene Woche gerade einmal seinen 5. Geburtstag. Welche Chancen bieten die Netzwerke jungen Christen und wo lauern Gefahren?
  • Bild: istockphoto

 

Problem Cybermobbing

Vor wenigen Tagen erst mischte sich der Fall eines 17-Jährigen in die sich überschlagenden Nachrichten aus Japan, Libyen und den zahlreichen anderen Krisenherden: In Berlin wollte ein Junge vermitteln zwischen seiner Freundin und Mitschülern, die sie im Internet massiv gemobbt hatten. Dafür verprügelten ihn die Jugendlichen bis zur Bewusstlosigkeit. Ihren Ausgangspunkt hatte die schreckliche Tat auf der Plattform isharegossip.com. Die Seite prahlt auf perverse Weise damit, dass man auf ihr zu „110% anonym“ über andere lästern könne. Seit Anfang des Jahres hat sich das Portal unter Jugendlichen rasend schnell verbreitet. Seitdem versucht die Polizei, die Betreiber der Plattform zu ermitteln – ohne Erfolg. Nun setzt sie die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index, was bedeutet, dass man das Portal ab sofort nicht mehr via Suchmaschine finden kann. Sollte die Seite jedoch über die Adresse weiterhin erreichbar bleiben, dürfte sie sich wohl auch in Zukunft weiter stark verbreiten.

Party-Fotos schmälern Jobchancen

Doch Cybermobbing war auch schon zuvor eine der größten Gefahren im Netz. Wer unvorteilhafte Bilder oder Kommentare auf Facebook, StudiVZ & Co. veröffentlicht, muss sich im Klaren sein: Hat man die Einstellungen nicht selbst angepasst, macht man die Inhalte einem Millionenpublikum zugänglich! Viele Firmen informieren sich genau darüber, wie sich Bewerber im Internet präsentieren. Da schmälern öffentlich zugängliche Party-Fotos schnell die Jobchancen. Und sind unvorteilhafte Dinge erst einmal im Umlauf, lassen sie sich kaum wieder „ausradieren“.

Für den Glauben einstehen

Wer sich jedoch die Zeit nimmt, die Einstellungen bei Facebook & Co. sinnvoll anzupassen und sich gut überlegt, welche Inhalte er ins Internet stellt, kann beruhigt die Vorteile sozialer Medien nutzen. Gerade für junge Christen bieten soziale Netzwerke die Chance, für ihren Glauben einzustehen: Ein Facebook-Eintrag über eine Gebetserhörung, den tollen letzten Abend in der Jugendgruppe oder ein „Gefällt mir“ bei einer christlichen Band fällt vielen sicherlich leichter als in der Clique davon zu erzählen. Zudem erreicht man so viele Menschen auf einen Streich.

Drei Millionen Gebetsaufrufe

Der Erfolg von Twitter gründet darin, dass sich interessante Neuigkeiten als „Retweet“ blitzschnell weltweit verbreiten. So wurde ein Gebetsaufruf des Sängers Justin Bieber für den verletzten Wettkandidaten Samuel Koch aus „Wetten dass ..?“ Ende 2010 innerhalb kurzer Zeit von über 3 Millionen Menschen weitergeschickt. Ähnlich können Jugendgruppen soziale Medien nutzen, um Gebetsanliegen untereinander auszutauschen. Auch Bibelverse lassen sich via Twitter gut verschicken – als Dank-, Ermutigungs- oder Trostbotschaft. Der Brite Chris Juby hat sich sogar vorgenommen, die ganze Bibel zu twittern. Seit dem 8. August 2010 versendet er täglich ein auf 140 Zeichen komprimiertes Bibel-Kapitel über sein Profil „biblesummary“. 

Bloggen über den Auslandseinsatz

Und noch etwas: Nach dem Schulabschluss ist die perfekte Zeit, vor dem Start ins Berufsleben noch ein bisschen die weite Welt zu erkunden. Viele junge Christen machen deshalb ein FSJ, ein FÖJ oder einen Missionseinsatz im Ausland. Da ist es nicht immer einfach, Mama & Co. auf dem Laufenden zu halten. Blogs oder Facebook sind ein ideales Werkzeug, von den eigenen Erlebnissen zu berichten, beeindruckende Bilder zu teilen und – auch für nichtgläubige Freunde – Zeugnis zu geben!

Der mitteleuropäische Internet-Nutzer verbringt rund 4 Stunden pro Tag in sozialen Netzwerken
Facebook: über 645 Millionen Mitglieder weltweit, in Deutschland: 16,6 Millionen; nach Google die meistgenutzte Seite Deutschlands
YouTube: 35 Stunden neues Videomaterial pro Minute; 2 Milliarden Aufrufe pro Tag; Teil des Google-Imperiums
Twitter: 1 Milliarde „Tweets“ pro Woche; ca. 460.000 neue Nutzer täglich; über 200 Millionen Mitglieder weltweit

Soziale Netzwerke:

Willkommen! idealisten.net – Das Netzwerk zum Mitmachen!

Deine Beiträge - ob Text, Bild oder Video - sind gefragt! Registriere dich mit Benutzername, E-Mail und Passwort und schon kannst du mitmachen.

 
 
 
 


Du musst eingeloggt sein, um einen Beitrag kommentieren zu können.