Das Unmögliche erwarten
Wie oft bitten wir Gott im Gebet um vielerlei Dinge und fragen uns beim Beten schon, ob dieses Gebet wohl wirklich erhört wird. Trauen wir Gott überhaupt zu, dass er genau so große Wunder wie in der Bibel auch heute noch tun kann? Gott ist derselbe geblieben, damals wie heute! Was hindert uns also daran zu erwarten, dass er Unmögliches möglich macht?
Möglicherweise sagen wir uns heute, dass die Menschen der Bibel „besser“ waren als wir. Wenn man sich die allerdings näher anschaut, erkennt man schnell dass das nicht der Fall war. Die Menschen damals waren keine anderen als wir heute. Sie haben gefühlt, gezweifelt, haben Fehler gemacht (wieder und wieder) und sind gestorben wie wir – nur die Lebensumstände waren etwas anders.
Auch die Leute der Bibel waren nicht perfekt
Gott befahl Mose loszuziehen in ein Land, dass er ihm zeigen werde. Und so ging Mose Vertrauen und im Glauben auf Gott los. Er wusste nichts von dem „Wo“, er wusste nichts von dem „Wohin“. Gott ging Mose und seinem Volk bei Tag und bei Nacht in Gestalt einer Wolkensäule voraus. Sie hatten ihn immer im Blick und Gott hat sein Volk beschützt, begleitet und durch vielerlei schweren Situationen gebracht. Zufrieden waren sie trotzdem nicht immer – sie haben gemeutert, geklagt und sich ein goldenes Kalb gebaut, um es anzubeten. Es war kein perfektes Volk – dieses Volk, das Mose in das von Gott verheißene Land führen sollte. Und auch Mose war auch nicht fehlerfrei – und er hat am Ende durch seine Fehler den Einzug ins gelobte Land nicht erleben dürfen. Gott hat sich trotzdem nicht abgewandt und sich an seine Verheißungen und Versprechen gehalten.
Glauben gegen jegliche Logik
Oder Abraham und Sara. Sie waren aus menschlichen Gesichtspunkten viel zu alt um noch Eltern zu werden, Sara galt außerdem als unfruchtbar. Der Glaube war auch hier der Punkt, dass sie den von Gott versprochenen Sohn bekamen.
Noah baute die Arche, obwohl er den Regen noch nicht gesehen hatte. Er hat geglaubt – und wurde mit seiner Familie gerettet. Aber er hatte bestimmt auch die Lacher auf seiner Seite, als er dieses große Ungetüm von Arche gebaut hat – mitten auf dem Land.
All diese „Helden“ der Bibel haben Gott mit ihren standhaften Glauben und Vertrauen geehrt – und er hat sie für diesen Glauben als gerecht erklärt. Im Hebräerbrief 11,33 steht geschrieben: „Diese haben durch den Glauben Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft.“
Gottvertrauen als tägliche Übung
Es ist wichtig, dass wir uns immer wieder neu besinnen und erwarten, dass unsere Gebete erhört werden. Das ist eine tagtägliche Übung im Glauben und zeigt Gott, dass wir alles Vertrauen in ihn setzen und ihm zutrauen, dass er uns gibt, was er uns in der Bibel versprochen hat.
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