Darlene Zschech: Lobpreis ist heilig!

Sie ist eine der bekanntesten Lobpreisleiterinnen überhaupt: Darlene Zschech. Seit vielen Jahren leitet sie die musikalische Anbetung der Hillsong Church in Sydney/Australien und produziert die erfolgreichen Worship-Alben der Gemeinde mit. „Shout to the lord“ – einer der meistgesungenen Lobpreissongs weltweit – stammt zum Beispiel aus ihrer Feder. Am 20. November trat die Musikerin nun zum ersten Mal in Deutschland auf – ganz ohne Starallüren.
  • (2+4): Darlene Zschech und die Hillsong-Musiker beim Pressegespräch vor dem Auftritt. Fotos: idea/Andreas Lehmann

 

„Went 2 bed in the land of schnitzel. Awoke in the land of pizza and spaghetti.“ twitterte Darlene Zschech am Morgen nach ihrem Auftritt in Deutschland. Es war der erste und einzige Besuch der australischen Lobpreismusikerin in dem Land, aus dem ihre Vorfahren stammen. Lange hatten Ihre Fans darauf warten müssen. Und Zschech, die seit über 25 Jahren Lobpreis macht und in der weltbekannten Hillsong-Gemeinde engagiert ist, kam nicht einfach, um ein Konzert mit den Songs ihres neuen Albums abzuliefern: „Wir wollen nicht, dass die Leute nur zuschauen, sondern wie wollen sie in Gottes Gegenwart leiten. Denn wenn das klappt, ist alles möglich“, erzählte sie vor ihrem Auftritt. „Plattenverträge, Alben etc. – darum geht es nicht bei der Anbetung Gottes. Es geht einzig und allein um Jesus! Der Geist dieser Welt schleicht sich schnell ein – gerade in der Musik. Aber Lobpreis ist nicht von dieser Welt – Lobpreis ist heilig!“

Mehr Gottesdienst als Konzert

Und so erlebten die 950 Zuschauer in der Wetzlarer Rittal Arena den Abend eher als eine Art Gottesdienst denn als Konzert. Darlene Zschech machte von Anfang an deutlich, dass nicht sie im Mittelpunkt steht: „Heute wollen wir alle zusammen Jesus anbeten. Einzige Bedingung: Wenn Du nicht gut singen kannst, dann sing wenigstens laut!“ Dieser Aufforderung folgten die Gäste leidenschaftlich. Unterstützt von Hillsong-Musikern brachte die Musikerin neben Liedern ihrer dritten Solo-CD auch etliche Hillsong-Klassiker wie „Hosanna“, aber auch „Our god“ von Chris Tomlin zu Gehör.

Die einfachen Menschen zusammenbringen

Auch wenn die Australierin seit Anfang des Jahres mit ihrem Mann Mark selbst eine kleinere Gemeinde („Hope Unlimited Church“) leitet: Darlene Zschech ist noch immer tief verbunden mit Hillsong: „Wir sind eine Familie, die mehr als nur Musik verbindet. Wir haben lange Zeit mit den Leuten von Hillsong zusammen gelebt. Das einfach abzubrechen wäre wirklich dumm.“

Und so bleibt Zschech weiterhin als Leiterin des Bereichs „Anbetung“ der Hillsong Church – mit über 15.000 Mitgliedern eine der größten Gemeinden Australiens – und als Co-Produzentin der weltweit erfolgreichen Hillsong-Alben tätig. Warum Hillsong so populär geworden ist? „Die Songs sind so stark, weil sie den einfachen Menschen helfen auszudrücken, was ihre Herzen fühlen. Und so setzt Hillsong um, was schon immer die Aufgabe von Kirchenmusik war, nämlich die einfachen Menschen zusammenzubringen.“

Gottes Herz für die Armen treibt uns an, etwas zu unternehmen

Während ihres Auftritts las Darlene Zschech zwischen den Liedern Bibelstellen vor, betete für die anwesenden Lobpreismusiker und Pastoren und berichtete von ihrem Einsatz für das christliche Kinderhilfswerk Compassion. So engagiert sich die Musikerin mit ihrem Mann besonders für hilfsbedürftige Kinder in Ruanda und Indien. „Gottes Herz für die Armen treibt uns an, etwas zu unternehmen. Als Einzelne können wir wenig ausrichten, aber zusammen können wir viel erreichen“, sagt Zschech.

Aus diesem Grund stand ihr Auftritt auch in enger Zusammenarbeit mit Compassion. Während die Musikerin dazu aufrief, selbst Patenschaften für arme Kinder zu übernehmen, verteilten zahlreiche deutsche Mitarbeiter des Hilfswerks Informationsbroschüren im Publikum – und wer wollte, konnte auch gleich vor Ort Pate werden. Der Eindruck, man sei hier auf einer Werbeveranstaltung entstand dennoch nicht. Es hatte eher den Flair des Kollektesammelns in einem Gottesdienst.

Applaus für Darlene Zschech – und für Gott

Zu Abschluss des Abends durfte natürlich „Shout to the lord“ („Ruft zu dem Herrn“) nicht fehlen – Zschechs bekanntestes Lied, das weltweit eines der meistgesungenen Gottesdienstlieder ist und 1998 auch für den Dove Award als bester Worshipsong nominiert wurde. Das Publikum antwortete mit ausdauerndem Applaus – für Darlene Zschech und für Gott.

Das aktuelle Album von Darlene Zschech heißt „You Are Love“, enthält 11 Titel, ist 54 Minuten lang und wird in Deutschland von Gerth Medien vertrieben.

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