Computerspiele und Amokläufer
Entstehen Amokläufer wirklich durch Computerspiele? Es ist ein weit diskutiertes Thema und ich denke viele haben schon einmal eine Doku im Fernsehen darüber gesehen.
Die Situation ist meistens wie folgt: An der Schule X hat ein Schüler Y einen Amoklauf begangen und es kamen viele Schüler und (meistens) Lehrer zu Schaden. Nun wird die Vergangenheit des Schülers erforscht. Mit welchen Leuten er zusammen war, Streit mit anderen Schülern, Streit mit der Familie und ob er "Killerspiele" gespielt hat. Für immer mehr Verbrechen in letzter Zeit wurden Computerspielen die Schuld gegeben.
Beim Recherchieren bin ich auf folgenden Artikel gestoßen, der wohl schon sehr übertrieben formuliert ist:
Wolfgang Bosbach: "Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der 18-jährige Täter sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit sogenannten Killerspielen beschäftigt hat, müsste der Gesetzgeber nun endlich handeln", sagte er. PC-Killerspiele wie "Counterstrike" müssten verboten werden.
Was man noch alles verbieten könnte
Ich wäre dafür noch folgende Dinge zu verbieten:
- Horrorfilme, Krimis (...), Thriller und jegliche andere Filme in denen Menschen Leid zugefügt wird!
- Bücher von Stephen King und anderen gewaltverherrlichenden Autoren und wie wäre es mit der Bibel, in der so viel Gewalt vorkommt?
- Verbot von gewaltverherrlichender Musik (vor allem Marilyn Manson und Liza Li, die mit ihrem Titel "Ich könnte dich erschießen" direkt Gewalt gegen eine andere Person erwägt (ob sie auch Killerspiele gespielt hat?).
- Nachrichten, in denen Amokläufe beschrieben werden, müssen verboten werden um keine Anleitungen zu solchen Taten zu geben.
Quelle: urmeli.blog.de/2006/11/21/killerspiele_amoklauf~1352405
Was übersehen wird
Was die Ermittelnden offenbar alle übersehen ist: Die Amokläufer schlagen in Schulen zu. Das muss doch bedeuten, das derjenige eine Wut auf die Schule und oftmals auch auf die Lehrer hat (oder gewisse Schüler).
Wenn jemand durch das Spielen von GTA zum Beispiel eine Wut bekommt, würde er einen Amoklauf in der Stadt machen und nicht in einer Schule.
Die Wut stammt also aus der Schule und wurde nicht durch Computerspiele angezettelt. Ein Verbot solcher ist also total überflüssig. Lehrgänge für den richtigen Umgang mit Schülern für Lehrer fände ich angebrachter!
Entspannung, darum geht es
Wenn ich solche Spiele spiele, tue ich das zur Entspannung und um mich ggf. zu beruhigen (von Stress). Danach bin ich meistens sehr ruhig und kann mich Aufgaben wie z.B. Hausaufgaben etc. widmen.
Ich bitte euch, mir eure Perspektive zu schildern!
Phil.
6 Kommentare wurden bereits abgegeben
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6.schrieb am 05.01.2011 18:04
"Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens." (Sprüche 4,23)
Ich denke, dass jeder für sich selbst Verantwortung trägt dafür, was er in seine Gedankenwelt reinlässt. Die Bibel lehrt:
"Werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes" (Römer 12,2)
Das zeigt, dass unsere Gedankenwelt das Kern des Problems und dessen Lösung sind. Worum sich also unsere Gedanken drehen, das beeinflusst unseren Charakter und unser Handeln.
Die Bibel verspricht uns Heil und Wohlergehen dafür, dass wir unser Denken von Gottes Wort prägen lassen (Psalm 1). Sie verspricht, dass wir den Charakter Christi annehmen, wenn wir ihn anschauen (2. Kor 3,18).
Was die Killerspiele und die Splatterfilme betrifft, so sehe ich in ihnen eine Saat des Bösen, die aufgeht, wenn sie auf geeigneten Boden fällt. Sie sind sicher nicht die Ursache für die Amokläufe, aber sie tragen wesentlich dazu bei, indem sie die Gedanken des Amokläufers nähren.
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5.schrieb am 11.06.2009 08:47
Hallo,
ich spiel auch z.B. cs und für mich ist das so wie jedes andere Game, auch wenn man "virtuell tötet".
Es gibt auch verschiedene Gamer Typen:
1) Die, die aus Hass spielen.
Sie wollen sich abreagieren, weil etwas nicht stimmt in der Schule zum Beispiel. Sie steigern sich oft da so hinein, dass alles andere um sie herum egal wird und werden wüten so bald sie erschoßen wurden.
2)Die Langeweile-Gamer. (z.B.ich)
Die zocken, wenn sie langeweile haben und nur fit for fun und steigern sich nicht so sehr da hienein wie mach andere. Wenn man nichts zu tun hat spielt amn einfach mal.
3)Die pro-gamer
Sie sind meist sehr gut und speieln um besser zu werden, im I-net oder mit Freunden. Sie steigern sich zwar auch öfters rein, können aber auch gut verleiren.
Das war so mein Beitrag, ich hoffe er gefällt euch.
BYE
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4.schrieb am 12.04.2009 17:22
Es stimmt, Gewalt und Männlichkeit gehören wirklich irgendwie zusammen. Wichtig ist jedoch, dass man dies reflektieren kann.
@dani: Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht über die Thematik schwarz-weiß, Licht-Finsternis und irgendwie gibt es schon einen zwischenraum. Denn vieles im Leben ist weder Sünde noch Heilig, es ist "Alltag-Menschsein-Notwendigkeit" und das gabs schon immer und wird es auch immer geben. Natürlich sollen wir versuchen im Alltag ein Licht zu sein und Gott alles durchdringen zu lassen und doch gibt es da viele Dinge die weder gut noch böse sind. Somit kann ich mich dem klassischen "schwarz-weiß-denken" nicht anschließen!!!
Was die Gewaltspiele betrifft, so sind die Psychologen ebenfalls uneinig, denn wie beschrieben, dient es für viele gerade als Ventil. Das Grundproblem liegt nicht im Spiel sondern tiefer, bei der Entstehung der Aggressionen.
PS: Ich persönlich spiele selten Gewaltspiele, mache lieber Kampfkunst, doch bin generell gegen ein Verbot oder Verteufelung dieser, weil sie meiner Meinung nach nicht Auslöser sind.
LG
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3.schrieb am 14.03.2009 16:51
achja ? dann gehört es auch dazu deinem nächsten eine aufs Maul zu hauen wenn dir etwas nicht passt ?
Zu Gewaltverherrlichenden Spielen:
Ich weiß von was ich schreibe ich habe solche Spiele selbst jahrelang
gespielt. Es gibt sachen die sind entweder gut oder böse, Licht oder Finsternis - da gibt es nichts dazwischen - so ist es meiner Meinung auch bei Spielen wie CS, es wird zwar "nur" virtuell getötet, aber die Tatsache das viele Gamer einen gefallen daran haben und es ihnen Spaß macht Menschen virtuell niederzumezeln sagt 1. das der Mensch von Grund auf Böse ist und 2. das man davon psychisch geschädigt wird und das dass Denken von Gut und Böse immer mehr verschwimmt
Natürlich sind jetzt nicht alle Gamer potenzielle Amokläufer und die Ursache davon liegt auch nicht bei den Spielen aber es kann die Gewaltbereitschaft eines Amokläufers begünstigen !
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2.schrieb am 31.12.2008 10:27
Ich finde, dass John Eldredge das ziemlich gut sagt: "Gewalt gehört zur Männlichkeit."
lG



