„C-Partei“ - Die Qual der Wahl

Nach dem Desaster der CDU bei der NRW-Wahl, stellt sich die Frage nach den wahren Ursachen. Besonders Christen stellen immer wieder fest, dass das „C“ der Christlich Demokratischen Union eigentlich nur noch ein Überbleibsel ohne Bedeutung für den politischen Kurs ist. Die Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ formulierte treffend: „Doch auch zu den christlichen Fundamenten der Union (sagte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers) kein Wort im Wahlkampf. Dabei geben die nordrhein-westfälischen Linken Steilvorlagen: Sie wollen den Religionsunterricht im Land als Pflichtfach abschaffen.“ Kein Wunder, dass immer mehr Menschen von dem Profilverlust und der Inhaltsleere der etablierten Parteien enttäuscht sind. Trotzdem ist es möglich, seinen Glauben öffentlich im demokratischen Mitbestimmungsprozess zu leben und zu bekennen.
  • Das Kreuz mit dem Kreuzchen. Foto: Pixelio/tommyS

 

Die Stimme erheben

Wenn ein Christ seinem Glauben auch politisch Ausdruck verleihen will, darf er sich nicht zurücklehnen und sich darauf beschränken, am Wahltag sein Kreuzchen zu machen. Im Gegenteil. Umso atheistischer der Zeitgeist, umso stärker sollte die Stimme der Christen sich dagegen erheben. Ohne selbst aufzustehen und beharrlich immer wieder christliche Impulse zu geben, kann man dabei nichts verändern.

Aktion „Linkstrend stoppen“

So regt sich in der CDU mittlerweile Widerstand. Über 5.400 enttäuschte Konservative - darunter viele Christen - unterzeichneten schon ein „Manifest gegen den Linkstrend“. Darin prangern die Verfasser die Aufgabe von konservativen Werten, die Annäherung an linke Ideologien und die Scheu der Parteiführung, die schleichende Islamisierung als Gefahr anzuerkennen an. Sie stehen hingegen für „eine Grundlegende politische Kurskorrektur, eine geistige Wende“. Außerdem scheint ihnen Politik am Herzen zu liegen, die sich durch gesellschaftliche Nachhaltigkeit auszeichnet: „Es geht um Deutschlands Zukunft und um das Leben unserer Kinder und Enkel.“

Alternativen zur CDU

Auch außerhalb der im Bundestag vertretenen Parteien bilden sich potenzielle Alternativen. Parteien wie die AUF-Partei (Partei für Arbeit, Umwelt und Familie) und die PBC (Partei Bibeltreuer Christen) wollen eine Möglichkeit bieten, christlichen Grundsätzen wieder einen Platz im politischen Diskurs zu geben. Allerdings scheinen sich viele Wähler, denen genau das als Christen eigentlich am Herzen liegen sollte, immer noch vor der Entscheidung für eine solche Partei zu scheuen. Die Angst, seine Stimme zu „verschenken“, ist da. Und sie ist berechtigt. Eine Partei, deren Wahlergebnisse noch unter denen der Tierschutzpartei liegen, hat einfach keinen Einfluss auf die politische Debatte.

Es darf allerdings an dieser Stelle auch nicht vergessen werden,  dass jede neue Partei einmal klein angefangen hat. Die heute als wichtiger Partner der SPD etablierten Grünen beispielsweise haben auch ca. 20 Jahre gebraucht, bis sie den Einzug in den Bundestag feiern konnten.

Gegen den Strom schwimmen

Bei welcher Partei oder Initiative man sich engagiert, ist zweitrangig und von der persönlichen politischen Ansicht abhängig. Wichtig ist allerdings, dass man sich nicht mitreißen lässt von der Möglichkeit, in einer Partei Karriere zu machen. Wahlprogramme dürfen nicht akzeptiert werden, wenn sie Thesen beinhalten, die aus einem christlichen Weltbild heraus nicht vertretbar sind. Beispielsweise sollte die Legalisierung der Kindstötung im Mutterleib nie als akzeptable Option gehandelt werden. Das wäre aus biblischer Sicht einfach nicht zu rechtfertigen.

Möchte man also der Linkspartei, der SPD oder den Grünen beitreten, sollte man nicht verkennen, dass linke Ideologie keinen Gott kennt. Das heißt nicht, dass es unmöglich wäre, dort wichtige christliche Impulse zu geben. Aber Widerstand aus den dann „eigenen“ Reihen ist zu erwarten.

Gegen den Strom schwimmen war für Christen nie einfach, aber wir dürfen uns von Gott auch in dieser Hinsicht getragen fühlen. Egal was Politiker entscheiden, eines Tages muss sich jeder verantworten für die Dinge, die er getan oder unterlassen hat. Darum lohnt es sich, mutig und laut zu sein und sich einzubringen.

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2 Kommentare wurden bereits abgegeben

  • 2.  
    schrieb am 20.05.2010 03:40

    So sehr ich den Artikel unterstütze, möchte ich die Möglichkeit auch in einer wertefremden Partei aktiv zu sein, doch widersprechen. Mit Widerstand ist in jeder nichtchristlichen Partei zu rechnen und gerade darauf bauen sich doch Diskussionen über Werte und Glaube auf. Ich halte es für ausgesprochen wichtig, dass auch Christen sich der Herausforderung stellen, den Konflikt nicht zu scheuen. Ich war selber Mitglied einer solchen Partei (nun bin ich im Ausland) und musste mich dort mit einer einer völlig anderen Lebensmoral auseinandersetzen. Doch ich sehe Schwarz für die politische Zukunft Deutschlands, wenn das Licht dieser Welt sich nicht mehr auch bis in die schwärzesten Regionen vortraut, um dort zu leuchten. Ich jedenfalls bewundere alle Christen, die aktiv am politischen Leben beteiligt sind und dort ihren Glauben vertreten.

  • 1.  
    schrieb am 10.05.2010 18:27

    Die sog. "C-Parteien" sind sehr viel gefährlicher als die Parteien aus dem linken Spektrum. Bei der SPD, den Grünen und den LINKEN ist klar, woran man ist: Umbau der Gesellschaft, Aufgabe bürgerlicher (konservativer) Werte, Ausverkauf der Familie, Vorteile für Schwule und Lesben gegenüber den "Normalos", Multi-Kulti, Abschaffung christlicher Werte (vielleicht sogar Verbot christlicher Kultur) und Förderung des Islam.

    Bis vor wenigen Jahren konnte man davon ausgehen, dass die CDU/CSU genau anders "tickt". Seit "Mutti Merkel" das Ruder in der Partei übernommen hat, gehen die traditionellen und konservativen Werte der Partei den Bach runter, zu Gunsten einer nach allen Seiten offenen Profillosigkeit. Frau von der Leyen hat es auf den Weg gebracht, die Familie abzuschaffen, Herr Schäuble verscherbelt unsere Renten und die der nächsten drei bis vier Generationen, Herr de Maiziere verkauft mit seinem Integrationsgipfel das ganze deutsche Erbe inklusive christlicher Leitkultur und der "Vorzeigeschwiegersohn" Christian Wulff glaubt an nichts außer an seine türkische Sozialministerin.

    Heinrich Heine hat's schon richtig gesagt: "Denk' ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."

    Deutschland fehlt eine bürgerliche Rechtspartei (und zwar rechts von den C-Parteien), wie es sie in jedem europäischen Staat gibt. Auch, wenn die jüdischen Geldeintreiber namens Zentralrat der Juden dann laut aufheulen: Wenn die Jungs aus dem Libanon, Pakistan oder der Türkei hier das Land übernehmen, fließt auch nichts mehr nach Jaffa. Vielleicht sollte man denen das mal deutlich sagen.

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