Bringt mein Gebet für Japan etwas?
Die Meldungen wollen nicht abreißen. Ständig kommen neue Hiobsbotschaften! Erdbeben, Tsunami, neue Explosionen im AKW und wieder neue Beben erschüttern das Land. Was gestern noch in Ordnung war, ist heute in Schutt und Asche. Tausende Tote und zahllose Obdachlose, Menschen auf der Flucht vor der radioaktiven Wolke. Man rechnet mit 100.000 Kindern, die ihr Zuhause verloren haben. Das alles ist schrecklich und jeder, der es verfolgt, ist erschüttert. Bringt es da überhaupt etwas, wenn ich für Japan bete?
Angesichts der Katastrophe in Japan fragen wir uns, was wir als Christen tun können und ob es etwas nutzt, „nur zu beten“. Beten ist im Moment – außer spenden – ja das Einzige, was wir überhaupt tun können. Die Bilder im Fernsehen, die Schreckensnachrichten im Radio überschlagen sich und auch das Internet ist voll mit den Horrorszenen der letzten Tage. So viel menschliches Leid, so viel Angst, aber auch soviel Tapferkeit der Bevölkerung, soviel bewundernswerte Diszpiplin.
Gebet ist das Beste, was wir geben können
Vielleicht fragen wir uns, ob wir da noch glauben können. Nutzt es denn da etwas, zu beten? Ich meine: Ja! Betet für Japan! Es ist das Beste, was wir Christen Japan jetzt geben können. Gebet stärkt die Menschen vor Ort, es bringt die Not vor Gott. Einen Gott, den der Großteil der Japaner nicht kennt. Nur 3 Prozent dort sind Christen. Wir dürfen also – wie es die Bibel nennt – in den Riss zwischen Gott und diesem Volk treten und an ihrer Stelle beten – für Wasser, Kleidung, Nahrung, für Rettungen, Heilungen, für Familien, die ihre Angehörigen verloren haben, für Menschen, die jetzt in den Trümmern sterbend liegen, für Helfer aus aller Welt und dafür, dass Gott eingreift.
Gott benutzt unsere Gebete
Die Bibel sagt, dass die Gebete derer, die Gott kennen, aufsteigen zu Gott und in Schalen gesammelt werden. Diese Schalen wird Gott auf Japan ausschütten und das Land wieder segnen, wenn wir sie mit unseren Gebeten vollmachen. Unsere Gebete sind nicht verloren, Auch wenn es zunächst nicht so aussieht, als würden sie gehört. Zu seiner Zeit wird Gott wirken und unsere Gebete mit benutzen, um dem Land sein Erbarmen, seine Gnade und seine Liebe zu zeigen!
Es gibt eine biblische Geschichte von einem Hauptmann, dessen Knecht krank ist. Er kam zu Jesus und bat ihn nur ein Wort zu sprechen, damit sein Knecht zu Hause gesund würde. Er bat er Jesus zu sprechen, denn er hatte erkannt dass er der Sohn Gottes und der Befehlshaber der himmlischen Mächte war! Und tatsächlich wird der Knecht auf diesen Glauben hin gesund. Japaner sind unsere menschlichen Brüder und Schwestern. Wir dürfen genauso glauben, dass Jesus immer noch der selbe ist wie damals. Er reagiert immer noch auf Bitten und Gebete. Lasst uns daher nicht müde werden, in Katastrophen für die betroffenen Gebiete zu beten. Jetzt besonders für Japan.
Das Vaterunser für Japan
Und wenn wir nicht wissen, wie wir und was beten sollen: Jesus hat uns schon einen guten Anhaltspunkt gegeben. Vielleicht ist das Gebet, das er selbst uns gab, sogar das beste, was wir für Japan und andere Krisengebiete beten können: Das Vaterunser.
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name (in Japan). Dein Reich komme (nach Japan). Dein Wille geschehe (in Japan), wie im Himmel, so auf Erden (und in Japan). Unser tägliches Brot gib uns heute (gib den Japanern jetzt Brot und auch Wasser!). Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel (– erlöse Japan von dem Übel). Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit (und das gilt auch für Japan) in Ewigkeit! Amen.


