„Beicht-App“ ein Vorbild für Evangelikale?
Wer als gläubiger Katholik von unterwegs seine Beichte ablegen will, muss nicht mehr einen Beichtstuhl aufsuchen, sondern kann dies mit Hilfe der iPhone-App „Confession: A Roman Catholic App“ erledigen.
Nach Angaben des US-Herstellers "Little iApps" habe Bischof Kevin Rhoades (Diözese Fort Wayne/US-Bundesstaat Indiana) der Anwendung das kirchenrechtliche Siegel der Unbedenklichkeit verliehen. Am Mittwoch teilte aber Vatikansprecher Federico Lombardi in einer Pressemitteilung mit, dass eine sogenannte „Beicht-App“ keine sakramentale Beichte sei, da diese eine persönliche Beziehung zwischen dem Priester und dem Beichtenden benötige. Für 1,99 Dollar führt die Anwendung Schritt für Schritt durch die Zehn Gebote - abhängig von Alter, Geschlecht und Familienstand. Nach anfänglicher Skepsis empfiehlt John Mark Reynolds, Philosophieprofessor an der christlichen Biola Universität (Los Angeles), die „Beicht-App“, da man ständig seine „geistliche Temperatur“ anhand der Zehn Gebote überprüfen könne – eine Notwendigkeit, wie sie auch Calvin oder Luther gefordert hätten.
„Eine Checkliste wie diese stimmt voll und ganz mit den evangelikalen Traditionen überein“, betont Reynolds in einem Gespräch mit der „Christian Post“, „wenn wir nicht regelmäßig unser Handeln anhand der Zehn Gebote überprüfen, besteht die Gefahr, dass wir der billigen Gnade verfallen.“ Die App sei für Evangelikale auch deshalb zu empfehlen, da sie nach biblischer Aussage ihre Sünden zuerst Jesus und dann vor einem anderen Menschen bekennen sollen. Dafür sei aber nicht zwingend ein Priester wie in der Katholischen Kirche nötig.
1 Kommentar wurden bereits abgegeben
-
1.schrieb am 28.02.2011 00:08
Der Beicht-Appl oder ein Beichthandy sind sicherlich genauso unnötig, wie das Dazwischenschalten von Heiligen beim Beten, um unseren großen Gott und Vater im Himmel um Hilfe oder um etwas zu bitten (Ps 57, 3). Ich rufe zu Gott, dem allerhöchsten Gott, der meines Jammers ein Ende macht.
Jeder kann doch auch nur durch Jesus Christus in den Himmel kommen. Der Vorschlag dient eher der Handyindustrie anstatt dem Gottvertrauen!



