Ausweg aus 
der Pornosucht

Durch den Siegeszug des Internets sind pornografische Darstellungen heutzutage so leicht zugänglich wie nie zuvor. Für viele junge 
Leute wird das Anschauen von Sexbildern und 
-filmen sogar zur Sucht. Selbst unter Christen ist das ein massives Problem – auch wenn kaum jemand darüber spricht.
  • Foto: istockphoto

 

Pornografische Bilder und Videos machen heutzutage – besonders durch internetfähige Mobiltelefone – schon auf den Schulhöfen die Runde. Wenn Du da nicht hinschauen möchtest, giltst Du bei Deinen Mitschülern schnell als prüde. Doch wenn Du Dir pornografische Darstellungen wiederholt anschaut, kannst Du schnell abhängig davon werden! So ging es auch Phil Pöschl aus Wien. Mit 12 Jahren begann er, sich regelmäßig Pornos anzuschauen – und wurde süchtig danach. Obwohl er genau wusste, dass Gott das heimliche Pornogucken nicht gefiel, schaffte er es nicht, damit aufzuhören. 14 Jahre lang nahm ihn das Verlangen danach immer wieder gefangen.

Ein falsches Bild von Sexualität

„Pornografie vermittelt jungen Leuten ein völlig falsches Bild von Sexualität“, erzählt er. „Eigentlich geht es beim Sex um das Du: Es geht darum, sich dem anderen zu schenken. Durch Pornografie hingegen dreht man sich nur um sich selbst.“ Was Pornos zeigen, hat mit der Realität nur wenig zu tun: Frauen hätten immer Lust und ließen liebend gern alles mit sich machen; Männer „könnten“ immer und bestimmten das Liebesspiel; je ausgefallener die Positionen sind, desto besser sei der Sex; auch Gewalt und Demütigungen könnten erfüllend sein. So prägt Pornografie ein realitätsfernes Bild von Sexualität in Dir, das spätestens dann zum großen Problem werden kann, wenn Du einmal heiratest. „Die Bilder, die sich einem eingebrannt haben, nimmt man mit ins Ehebett. Dann benutzt man den Partner, um seine Fantasien auszuleben. Pornografie raubt jegliche Kreativität und Freiheit in der Sexualität, weil sie alles schon ‚vorkaut‘“, sagt Phil. Zudem ist es Sünde! Jesus sagt in Matthäus 5,28: „Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“

Auch Mädchen sind betroffen

„Aus eigener Kraft schafft bei diesem Problem fast niemand die Umkehr“, weiß Phil. Um anderen Betroffenen zu helfen, gründete er 2007 den Verein „Safer Surfing“ und baute eine Reihe von Hilfeseiten zu dem Thema im Internet auf. Durch seine Arbeit weiß er, dass Pornosucht auch unter Christen weit verbreitet ist – und zwar nicht nur bei Jungen und Männern. „Die Zahl der Mädchen und Frauen, die abhängig von Pornografie sind, hat in den letzten Jahren stark zugenommen.“ Phil schätzt, dass rund die Hälfte der jungen Männer und 10 bis 20 % der jungen Frauen in Gemeinden häufig Sexbilder und -filme konsumieren.

Nenne Deine Schuld beim Namen

„Ein entscheidender Schritt ist, die Sache ehrlich vor Gott zu bringen und ihn um Hilfe zu bitten. Genauso wichtig ist es aber auch, sich jemanden zu suchen, mit dem man offen darüber reden kann. Dabei geht es nicht darum, alle Details zu berichten, sondern vielmehr seine Schuld konkret beim Namen zu nennen.“

Such Dir jemanden, dem Du regelmäßig darüber berichtest, wie Du zurechtkommst, und dem Du erlaubst, auch nachzuhaken. Betet regelmäßig zusammen. Hilfreich ist auch, sich ein Schutzprogramm auf dem Computer zu installieren, das pornografische Inhalte blockiert. Beim Fernsehen solltest Du gezielt die Sendungen auswählen, die Du anschauen möchtest, anstatt zu „zappen“.

In Freundschaften investieren

„Wer die ‚falsche Erfüllung‘ der Pornografie hinter sich lassen will, sollte zudem viel Zeit in Freundschaften investieren“, rät Phil. Und vor allem: Gib den Mut nicht auf, wenn Du doch einmal „rückfällig“ wirst. Steh auf und geh weiter. Gott zählt Deine Fehler nicht. Wenn er vergibt, ist Deine „Weste“ wirklich wieder weiß – als hättest Du zuvor nicht gesündigt.

Auf www.loveismore.de und 
www.nacktetatsachen.at 
findest Du weitere Hilfe. Dort kannst Du auch die Lebensberichte von Mike Genung („Mein Weg zur Heilung“) und Susanne Böhm („Mein Weg zur Freiheit“) bestellen.
Beraten lassen kannst Du Dich hier: 
www.return-mediensucht.de

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