Auf Augenhöhe mit Politikern sprechen
Zum 20. Mal haben sich junge Christen mit Bundestagsabgeordneten getroffen. Bei den„Tagen der Begegnung“ mit rund 70 Politikern aller Parteien in Berlin war auch Stefan Gelhorn (26), Volontär beim niedersächsischen Radiosender ffn, dabei. Wie er die Tage erlebt hat, berichtet er für idealisten.net.
Sechs junge Erwachsene aus Wolfsburg, ein „Gemeindebulli“ und drei „Tage der Begegnung“ mit Bundestagsabgeordneten in Berlin: Für jeden von uns war es eine Premiere. Wir machten uns auf den Weg, um den Menschen zu begegnen, die sich Tag für Tag für unser Land einsetzen. Wie letztes Jahr auch fiel die Veranstaltung in eine sehr turbulente Zeit. Damals ging es um das erste Griechenlandpaket. In Anspielung darauf scherzten die Moderatoren: „Und dieses Mal gibt es die Fortsetzung. Das haben wir alles nur für euch organisiert“ – worauf einer der rund 170 Teilnehmer antwortete: „Nächstes Jahr können wir aber drauf verzichten“.
Der Glaube vereint
Sowohl mit den Politikern als auch mit den anderen Teilnehmern kamen wir leicht ins Gespräch, denn was uns einte, war die gemeinsame Grundlage – der Glaube an Gott. Es hat uns alle begeistert, wie diese Gemeinsamkeit Politiker verschiedenster Fraktionen zusammenbringt.
Flachsen über unterschiedliche politische Ansichten
Da flachste Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert (CDU) mit dem FDP-Fraktionsvorsitzenden und Hauptorganisator Otto Fricke über verschiedene Ansichten in der Politik – der setzte mit einem Augenzwinkern zu einem liebevollen Seitenhieb gegen „die Sozis“ an: „Über jede Partei gibt es Vorurteile: Die Grünen haben keine Ahnung von Technologie, die Konservativen haben kein Interesse an Sozialpolitik und die Sozis können nicht mit Geld umgehen. Diese Vorurteile stimmen nie – wobei: beim Geldaspekt bin ich mir nicht ganz sicher.“
Die Menschen hinter den Politikern
In den Gesprächsrunden standen die Politiker Rede und Antwort. Dabei durften wir alle Fragen stellen, die uns bewegen und jeder der Befragten antwortete mit überzeugender Offenheit und Ehrlichkeit. Wir haben die Menschen hinter den Politikern sehen dürfen, beispielsweise in den Momenten, in denen sie aus dem Nähkästchen von ihrem Familienleben geplaudert oder Fragen über ihr persönliches Glaubensleben beantwortet haben. „Vorhin habe mit meinem Sohn telefoniert. Ich habe ihm nicht mitgeteilt, wofür ich morgen abstimme, sondern gefragt, wie die Bioarbeit gelaufen ist“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
Gott gibt Kraft für die Arbeit
Als Frank Heinrich (CDU) von Drohmails erzählte, die er erhalten habe, kam die Frage, wie er damit umgehe. So etwas gehöre zu den Dingen, die er ganz persönlich mit Gott kläre. Er gebe ihm die Kraft, auch weiterhin mit frohem Mut an die Arbeit zu gehen, denn in Gottes Hand sei alles bestens aufgehoben, antwortete Heinrich.
Am Abend saßen wir mit den Politikern zusammen. Es war eine Begegnung auf Augenhöhe. An unserem Tische diskutierten wir mit Frank Heinrich über Sinn und Unsinn der Griechenlandrettung. Die Stimmung war super und wurde noch etwas mehr in Schwung gebracht, als jemand aus der Runde dann ein ewig umstrittenes Thema – Massentierhaltung – ansprach.
Beten für unsere Regierung
Wir haben erfahren, dass es einigen Abgeordneten ein großes Anliegen ist, gegen die Christenverfolgung international vorzugehen und für Glaubensfreiheit zu kämpfen. Paulus schreibt in Timotheus 2, 1-3, dass wir vor allen Dingen im Gebet und Danksagung für unsere Obrigkeit einstehen sollen. Wenn man sieht, wie viele Politiker im Bundestag ihre Politik auf biblischen Grundlagen aufbauen, kann man wirklich dankbar sein. Es motiviert mich besonders, im Gebet an sie zu denken.
Neues Programm von Dieter Falk als kulturelles Highlight
Ein kulturelles Highlight gab es am zweiten Abend: Der bekannte Musiker Dieter Falk (u. a. Juror der Castingshow „Popstars“) und seine zwei Söhne Max und Paul gaben ein Konzert, das uns alle begeisterte: Als erste erlebten wir ihre neues Bühnenprogramm „Celebrate Bach“, bei dem sie bekannte Bach-Melodien in modernem Gewand spielen.
Bei der Rückreise war uns Wolfsburgern klar: Es soll nicht bei unserer Premiere bleiben – wir kommen gerne wieder – dann vielleicht sogar mit zwei „Gemeindebullis“...
Informiere Dich über die Tage der Begegnung und wie Du selbst daran teilnehmen kannst.






