anstatt blumen: Federleichter Deutschpop
Mit ihrer Band „Blaues Wunder“ sorgten sie schon zwischen 2005 und 2009 für einiges Aufsehen. Nun wagen Martin Rott und Lilli Born noch einmal einen Neuanfang: Als „anstatt blumen“ will das Ehepaar die Deutschpop-Welt erobern. Mit ihrem Album „raus“ legen sie dafür den ohrenschmeichelnden Grundstein.
Seit fast zehn Jahren sind Martin Rott und Lilli Born verheiratet. Zusammen Musik zu machen ist für die zwei „das Schönste überhaupt“. Und so gründeten die zwei 2005 kurzerhand die 5-köpfige Deutschrock-Band „Blaues Wunder“. Mit mit dem gewinn des „Vision Star 2006“ und im dem ersten Platz bei einem europäischen Newcomer-Festival zogen sie viel Aufmerksamkeit auf sich – nicht ausschließlich, aber besonders in der christlichen Musikszene, da ihr Glaube in den Texten immer wieder thematisiert wurde. Schnell galten sie deshalb als eines der „größten Nachwuchstalente der deutschen christlichen Musikszene“.
Der große Durchbruch ließ auf sich warten
Doch die „Vereinnahmung“ für die christliche Musikszene wie auch die Unterscheidung zwischen christlicher und säkularer Musik gefiel den jungen Musikern von Anfang an nicht. 2007 erschien ihre Debut-EP, dann legte Sängerin Lilli eine Babypause ein. Doch auch danach lies der große musikalische Durchbruch auf sich warten.
Neuanfang mit poetischen Deutschpop-Songs
Nun wagen Lilli und Markus als Duo noch mal einen Neuanfang. Als „anstatt blumen“ haben sie just ihre erste CD „raus“ veröffentlicht – und die lässt sich hören. Ihre federleichten Deutschpop –Songs erzählen kleine poetische Geschichten vom Loslassen, Vermissen und Träumen – von großen Gefühlen, die jedoch nie dick aufgetragen werden. Den Glauben thematisiert das Album an keiner Stelle explizit. Dem Label „christliche Musik“ dürften sie damit entflohen sein.
Ein ausgereiftes Album
Hin und wieder fühlt man sich beim Hören an „Wir sind Helden“ oder das weniger bekannte Duo „Quarks“, das sich vor einigen Jahren aufgelöst hat, erinnert. Hinter anderen Bands brauchen sich „anstatt blumen“ aber nicht zu verstecken. Dem unglaublich reif klingenden Album hört man an, dass die zwei studierte Musiker sind. Während Lilli in die Texte sanft in poppige Melodien taucht, kümmert sich Martin um die ausgetüftelten Kompositionen der Songs.
Die leisen Töne bestimmen das Gesamtbild
Um das große Publikum zu erreichen hat „raus“ vermutlich zu wenig Ohrwurmcharakter. Die Musik entfaltet ihren Zauber eher etwas unscheinbarer, die leisen Töne bestimmen dabei das Gesamtbild. Doch „anstatt blumen“ haben definitiv das Potential, in Zukunft noch viele Deutschpop-Liebhaber für sich zu begeistern. Und auch wenn sie es nicht mehr so offensiv in ihren Texten tun: Seinen Glauben will das junge Ehepaar mit inzwischen zwei Kindern auch in Zukunft nicht unter den Tisch kehren.
Wer „anstatt blumen“ live erleben möchte, hat dazu schon bald Gelegenheit:
29.08. – Bielefeld – Birders
30.08. – Emden – Grusewskys
31.08. – Oldenburg – Kulturzentrum Ofenerdiek
01.09. – Hamburg – Grünspan
03.09. – Berlin – General Dealer Club
04.09. – Kassel – K19
05.09. – Hannover – Lieblings Bar
06.09. – Potsdam – Waschhaus
07.09. – Ludwigshafen – das Haus
08.09. – Ludwigsburg – die Luke
14.09. – Bremen – Haus am Walde
15.09. – Koblenz – Bundesgartenschau
24.09. – Heidelberg – Heidelberger Herbst
29.10. – Ballingen – Rock Without Limits Festival
04.11. – Kiel – Kieler Nachtschicht
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